Durch die Entscheidung, sein gesamtes Grundgehalt zu spenden, hat Schalkes Neuzugang Vedad Ibisevic zuletzt viele Sympathiepunkte gewonnen. Gegenüber dem TV-Sender

Bundesliga

Schalke 04: Darum spendet Vedad Ibisevic sein Grundgehalt

Tizian Canizales
06. September 2020, 14:30 Uhr
Hat ein leichtes Lächeln auf den Lippen: Schalkes Neuzugang Vedad Ibisevic. Foto: firo

Hat ein leichtes Lächeln auf den Lippen: Schalkes Neuzugang Vedad Ibisevic. Foto: firo

Durch die Entscheidung, sein gesamtes Grundgehalt zu spenden, hat Schalkes Neuzugang Vedad Ibisevic zuletzt viele Sympathiepunkte gewonnen. Gegenüber dem TV-Sender "Sky" sprach er nun über die Motivation hinter diesem bemerkenwerten Schritt.

Mit Vedad Ibisevic lotste der FC Schalke 04 zuletzt den vierterfolgreichsten ausländischen Torjäger der Bundesligageschichte ins Ruhrgebiet. Neben der Mission, den finanziell angeschlagenen Knappen zu helfen und Ex-Bayern-Star Giovane Elber von Platz drei der eingangs genannten Rangliste zu verdrängen, wird sich Ibisevic auch gemeinnützig engagieren. "(...) was ich bekommen muss, werde ich spenden. Ich spiele halt für Prämien. Das ist ein typischer Vertrag nach Leistung“, sagte der Bosnier zuletzt über sein Grundgehalt. 


Am Rande des Schalker Testspielsieges gegen den Zweitligisten VfL Bochum (3:0), bei dem Ibisevic noch nicht zum Einsatz kam, hat der 36-Jährige seine ehrenwerte Entscheidung nun näher erläutert. "Ich hatte kein einfaches Leben, zumindest meine Kindheit war nicht einfach. Spenden kann man immer. Vor allem heutzutage kann man sehr viele Möglichkeiten finden, um das zu tun. Das war unsere Idee; von mir und meinem Berater. Es hat sich so ergeben. Ich glaube, wir haben eine gute Entscheidung getroffen.“

Wohin die Spenden gehen sollen, wollen Ibisevic und sein Berater "rechtzeitig bekanntgeben", wie er weiter erklärte. "Wir haben uns noch nicht entschieden, aber wir suchen etwas Passendes. Ich glaube, da gibt es genug Möglichkeiten.“

Ibisevic wollte "ein klares Zeichen setzen"

Ibisevic spielte in Deutschland schon für Alemannia Aachen, die TSG 1899 Hoffenheim, den VfB Stuttgart, Hertha BSC und nun den FC Schalke 04. In 340 Erstligaspielen schoss er 170 Tore, gab 52 Vorlagen und verdiente dabei natürlich auch viel Geld. Nun sieht er sich offenbar an der Reihe, etwas zurückzugeben. 


"Ich habe in meiner Karriere genug Geld verdient und wollte damit ein kleines Zeichen setzen. Ich glaube, das ist mir auch gelungen. Das sind meine Beweggründe und meine Entscheidungen. Es gibt keinen Druck auf die anderen Spieler, das ebenfalls zu machen. Es ist meine eigene Geschichte“, erklärte Ibisevic

Alle News zum FC Schalke 04 finden Sie hier

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

07.09.2020 - 19:17 - Schalker1965

"Ich hatte kein einfaches Leben, zumindest meine Kindheit war nicht einfach. Spenden kann man immer. Vor allem heutzutage kann man sehr viele Möglichkeiten finden, um das zu tun. Das war unsere Idee; von mir und meinem Berater. Es hat sich so ergeben. Ich glaube, wir haben eine gute Entscheidung getroffen.“

Was für ein Heuchler. Erinnerung an das Kabinenvideo bei Hertha im Mai 2020:

Sport-Bild 04.05.2020:

So ein irres Video gab es in der Bundesliga noch nie!
Hertha-Stürmer Salomon Kalou (34) hat am Montagmittag bei Facebook ein Live-Video mit seinen Followern geteilt. So weit, so normal.
Problem nur: Kalous Video endet nicht am Vereinsgelände – sondern geht in der Kabine weiter. Dabei nimmt der Stürmer pikante Aussagen von Mitspielern und auch mindestens einen Verstoß gegen das DFL-Hygiene-Konzept auf.

?...

? Nächste Station: Kabine. Kalou begrüßt Skjelbred, Pekarik und Jarstein wohl per Faust, Ibisevic deutlich sichtbar per Handschlag – laut DFL-Hygiene-Konzept untersagt. Zudem halten sie keine 1,5 Meter Sicherheitsabstand.
Kalou legt das Handy auf die Bank, setzt sich neben Vedad Ibisevic (35), zeigt seine noch verschlossene Gehaltsabrechnung in die Kamera. Ob seine Mitspieler wissen, dass das Video weiterläuft, ist unklar. Denn plötzlich fangen sie an, über den Gehaltsverzicht der Hertha-Profis zu reden.
Es geht darum, dass der Verein den Spielern wegen der Corona-Krise angeblich mehr Gehalt abgezogen habe als ausgemacht. Ibisevic auf Englisch: „Warum lügen sie uns an? Vielleicht ist es ein Fehler aus Absicht. Wenn sie das mit jedem Spieler machen, verdienen sie eine Menge Geld.“ Daraufhin sagt Per Skjelbred (32): „Ja, 3000 hier, 5000, 3000 da.“
Weiter Ibisevic: „Die sind verrückt, Bruder. Ich verstehe verdammt noch mal nicht, warum sie das machen. Wir sollten mit Arne (Performance-Manager Friedrich, d. Red.) reden. Er ist herumgerannt mit den Papieren und hat gesagt ,Unterschreibt hier‘.“ Damit meint der Bosnier wohl die Einverständniserklärung zum Gehaltsverzicht.
Ibisevic: „Ich werde ihn fragen: ,Verarscht ihr uns?‘ Wir haben das verdammte Papier schon unterschrieben.“

? ….

Beitrag wurde gemeldet

07.09.2020 - 12:28 - schaengelschalker

Das mit den 170 Toren stimmt schon. Der Satz ist nur etwas irreführend formuliert.
Die 43 Tore , die er diese Saison für uns macht, sind da schon eingerechnet .

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

Beitrag wurde gemeldet

06.09.2020 - 21:51 - Alles für Schalke

Guter Artikel, leider nicht gut recherchiert, was die geschossenen Tore betrifft. In 340 Bundesligaspielen hat er 127 Tore erzielt und NICHT 170, wie in dem Artikel behauptet.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.