Von 2000 bis 2004 spielte Jörg Böhme für den FC Schalke 04. Er hat in seiner Zeit bei den Knappen nie ein Revierderby gegen den BVB verloren. Warum es auch diesmal wieder klappen soll, und warum er bald wieder auf die Wiese muss, verrät Böhme im Gespräch mit RevierSport.

Bundesliga

Schalke 04: Böhme setzt beim Derby auf Königsblau

Stefan Bunse
10. Mai 2020, 11:19 Uhr
Jörg Böhme ist auf Schalke Kult. Foto: Thorsten Tillmann

Jörg Böhme ist auf Schalke Kult. Foto: Thorsten Tillmann

Von 2000 bis 2004 spielte Jörg Böhme für den FC Schalke 04. Er hat in seiner Zeit bei den Knappen nie ein Revierderby gegen den BVB verloren. Warum es auch diesmal wieder klappen soll, und warum er bald wieder auf die Wiese muss, verrät Böhme im Gespräch mit RevierSport.

Jörg Böhme, wie geht es Ihnen?
Danke, ich kann nicht klagen. Meiner Familie und mir geht es gut. Alles okay zuhause.

Wie haben Sie die letzten Wochen verbracht?
Ich habe mich viel um meine beiden Kinder gekümmert. Da hat man immer genug zu tun. Aber langsam reicht es mir auch, nur Hausmann und Papa zu sein, obwohl ich es auch sehr genieße. Es wird wieder Zeit, dass ich wieder auf die Wiese komme.

Zuletzt waren Sie Trainer beim Landesligisten Spvg Steinhagen. Was machen Sie aktuell?
Ich war auch als Fernsehexperte aktiv. Aber ich würde zur neuen Saison gerne wieder in der 3. Liga oder der Regionalliga als Trainer arbeiten. Aber das ist nicht so einfach in der jetzigen Phase. Die Vereine wollen verständlicherweise kein Risiko eingehen, der finanzielle Druck ist brutal. Nirgendwo besteht Planungssicherheit, wie und wann es weitergeht. Dabei bin ich bundesweit flexibel, würde auch in Bayern arbeiten oder natürlich auch gerne wieder im Ruhrpott.

In der Bundesliga sieht es seit dieser Woche etwas besser aus. Am kommenden Samstag geht der Spielbetrieb dort wieder los. In ihren Augen eine richtige Entscheidung?
Zur allererst war es eine alternativlose Entscheidung. Jeder weiß, dass es Wichtigeres als den Fußball gibt, aber wir reden hier auch über einen Wirtschaftszweig mit einem riesigen Umsatz und tausenden Arbeitsplätzen. Ob das alles dann wie geplant funktioniert und wie lange, das wird man sehen. Ich hoffe sehr, dass die neun Spieltage zu Ende gespielt werden können.

Der FC Schalke 04 hat seinen Spielern freigestellt, ob sie am Spielbetrieb teilnehmen, oder nicht. Alle haben zugestimmt. Wie hätten Sie reagiert?
Als Fußballspieler willst du spielen. Das wollte ich natürlich auch. Aber das ist schwierig von außen zu beurteilen. So eine Situation gab es noch nicht. Letztlich muss das jeder für sich beurteilen, es geht ja immer auch um das Umfeld und die eigene Gesundheit. Bin ich zum Beispiel ein Risikopatient oder habe ich entsprechende Angehörige?

Zum Auftakt der Restrunde steigt gleich das Revierderby gegen den BVB. Was trauen Sie den Königsblauen im leeren Signal-Iduna Park zu?
Im vergangenen Jahr habe ich den Derbysieg in Dortmund ja als Sky-Experte analysieren dürfen. Warum sollte uns das nicht noch einmal gelingen? Ich bin sehr optimistisch, dass der S04 gewinnt. Es sind einige Verletzte zurückgekommen und der BVB spielt ohne seine Zuschauer im Rücken. Und der Druck ist für alle enorm hoch. Es geht um Meisterschaft und Existenzen. Niemand kann jetzt schon wissen, wie er die Pause und die besondere Situation als Einzelner und als Team verkraftet hat.

Die S04-Fans werden das gerne hören. Sie sind ja ohnehin so etwas wie ein Derby-Spezialist. Mit Ihnen als Spieler hat der S04 nie ein Spiel gegen den BVB verloren!
Ja, schlechte Derby-Erinnerungen habe ich keine. Das darf gerne am kommenden Samstag wieder so sein.

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11.05.2020 - 11:23 - Corona20

Er wäre fast Trainer in Oberhausen geworden , war aber leider nur die Nummer 3 . Um sich weiter ins Gespräch zu bringen gar nicht dumm pro S04
zu tendieren , vor allem bei seiner Vergangenheit .