Der SC Wiedenbrück hat nach der überraschenden Trennung von Trainer Björn Mehnert dessen Nachfolger gefunden. Es ist ein Ex-Profi und kommt aus den eigenen Reihen.

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SC Wiedenbrück: Ex-Profi folgt auf Mehnert

08. Januar 2020, 12:55 Uhr

Foto: Micha Korb

Der SC Wiedenbrück hat nach der überraschenden Trennung von Trainer Björn Mehnert dessen Nachfolger gefunden. Es ist ein Ex-Profi und kommt aus den eigenen Reihen.

Die Trainer-Entlassung in Wiedenbrück kam aus dem Nichts und erschütterte quasi auch Mehnerts Trainerkollegen aus der Oberliga Westfalen. "Wahnsinn", kommentierte beispielsweise Hamms Rene Lewejohann ungläubig das Mehnert-Aus. Mehr als die Hälfte der Trainerkollegen haben sich nach unseren Informationen bei dem 43-jährigen Ex-Wiedenbrück-Coach gemeldet und ihr Unverständnis geäußert haben. Klar: Der Ex-Profi wurde als Tabellenführer (!) entlassen.

Doch das hilft Mehnert, der in Wiedenbrück noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021 besitzt, nicht weiter. Er ist seinen Job los. "Ich bin einfach nur enttäuscht. Ich habe mich entschieden nichts zu sagen. Jede Stellungnahme ist eine Art von Rechtfertigung", erklärt der in Dortmund wohnhafte A-Lizenzinhaber gegenüber RevierSport.

Zuletzt tauchten in einem "Fupa-Artikel" Gerüchte auf, dass es zwischen Mehnert und der Mannschaft nicht mehr passte. Dasselbe soll auch auf das Verhältnis zwischen dem Trainer und Vorstand zutreffen. "Dem SC Wiedenbrück ist bewusst, dass diese Entscheidung als aktueller Tabellenführer zwar ungewöhnlich, mit Hinblick auf die perspektivische Ausrichtung des Vereins und seiner 1. Mannschaft aber ohne Alternative ist“, hieß es in der offiziellen Erklärung, die damit auch auf ein nicht allzu gutes Verhältnis zwischen Mehnert, Mannschaft und Vorstand hinweist.

Daniel Brinkmann übernimmt - Oliver Zech bleibt Spieler und ist ab sofort auch Co-Trainer

Für eine bessere Stimmung - vorausgesetzt, dass diese unter Mehnert auch wirklich schlecht gewesen ist - soll nun Daniel Brinkmann sorgen. Der 33-Jährige war unter Mehnert in der Hinrunde noch Spieler - 14 Einsätze. "Ich halte mich fit, bleibe Stand-by-Spieler und werde nach Möglichkeit in der 2. Mannschaft spielen. Mit Mitte 30 muss man sich Gedanken machen, wie es im Fußball weitergeht. Es macht mich auch etwas stolz, dass der SC Wiedenbrück mir diese Gelegenheit gibt", wird Brinkmann auf fupa.de zitiert. Der 142-malige Zweitligaspieler, der auch 15 Begegnungen in der Bundesliga absolvierte, ist im Besitz der A-Lizenz. 

Ihm zur Seite wird Oliver Zech gestellt. Dieser ist auch Kapitän der Wiedenbrücker Mannschaft. "Es war für mich eine wichtige Voraussetzung, dass Olli mit zum Trainerteam gehört. Wir wollen eine positive Stimmung zu erzeugen. Die Mannschaft haben wir hinter uns", betont Brinkmann. Nach RevierSport-Infos standen auch 16 von 23 Spielern hinter Mehnert und meldeten sich auch bei ihrem Trainer nach dessen Entlassung - Brinkmann und Zech gehörten nicht dazu.

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