3. Liga

SC Verl: Wunschlösung abgelehnt! Nächster Stadionumzug steht bevor

04. Mai 2021, 12:35 Uhr
Der SC Verl muss seine heimische Poststraße zur neuen Saison verlassen. Foto: Micha Korb

Der SC Verl muss seine heimische Poststraße zur neuen Saison verlassen. Foto: Micha Korb

Fußball-Drittligist SC Verl hat es allen seinen Kritikern gezeigt: Der Aufsteiger, der vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins galt, spielt eine hervorragende Saison und ist längst alle Abstiegssorgen los. Nur die Stadionfrage beschäftigt mal wieder den Sportclub.

Tabellenplatz sieben, 50 Punkte nach 34 Spielen: Die Bilanz des SC Verl in der 3. Liga ist bärenstark. Dabei galten die Ostwestfalen bei vielen Experten vor der Saison als krasser Außenseiter.

"Ich habe Stimmen gehört, die besagten, dass wir keine zehn Punkte holen. Wir haben bewiesen, dass wir auch in der 3. Liga guten und erfolgreichen Fußball spielen können. Das macht ganz Verl stolz", sagt Raimund Bertels gegenüber RevierSport.

Der Präsident und Sportchef in Personalunion des Sportclub aus Verl, hat aktuell aber auch andere Sorgen. Während es sportlich sehr gut für das Team von Erfolgstrainer Guerino Capretti läuft, muss der Sportclub mal wieder infrastrukturelle  Probleme lösen. In den vergangenen Tagen erhielt Verl Post vom Deutschen Fußballbund (DFB). "Das Heidewaldstadion als Austragungsort für unsere Heimspiele in der nächsten Saison wurde nicht akzeptiert. Entweder müssen wir stark nachbessern oder eine andere Lösung finden. Wir haben aber weitere Orte natürlich angegeben", berichtet Bertels.

Sportclub-Arena ist zu klein - Lotte wohl Ausweich-Ort in der Saison 2021/2022

Für die laufende Serie erhielt der SC Verl eine Sondergenehmigung, mit der der Klub einige Spiele in der heimischen Sportclub-Arena und weitere Begegnungen, allen voran die Flutlicht-Partien - wie auch am Dienstag (4. Mai, 19 Uhr) gegen Dynamo Dresden - in der Paderborner Benteler-Arena austragen konnte und kann. 

Auf Dauer ist das Stadion an der heimischen Poststraße mit nur 5153 Plätzen zu klein. 10.000 Plätze sind das Minimum, um eine DFB-Genehmigung für die 3. Liga zu erhalten. Hier spielte die Corona-Pandemie den Verlern in die Karten. Da die Begegnungen sowieso unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden, durfte Verl in seiner ersten Saison nach dem Aufstieg auch echte Heimspiele bestreiten.

In Verl arbeitet man an einer Lösung, die heimische Arena drittligatauglich zu machen. Doch das wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen, wie Bertels erklärt: "Es muss noch viel geklärt werden, unter anderem die Finanzierung. Diesbezüglich werden noch Gespräche mit der Stadt und Werbepartnern geführt. Vielleicht bekommen wir es hin, dass im Laufe der Saison 2021/22 die Bagger rollen. Früher definitiv nicht", sagte Bertels im März noch dem Portal "liga3-online.de".

Für eine Lösung zur kommenden Saison kommt nun die Frimo-Arena in Lotte infrage. "Wir sind mit den Sportfreunden im Austausch und das ist durchaus eine Option", bestätigt Bertels gegenüber RevierSport. Aktuell wird das Lotter Stadion auch vom KFC Uerdingen als Ausweich-Ort für die Heimspiele genutzt. 

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04.05.2021 - 17:09 - Platzwart_sein_sohn

Die Frechheit ist das man anscheinend noch nichtmal begonnen hat mit dem Ausbau/Umbau bis heute, das kann doch nicht wahr sein.

Der DFB lässt sich schön verarschen und auf der Nase rumtanzen.

Gibt's du mir deinen Rau, bekommst du meine Frau.

04.05.2021 - 15:48 - asaph

Zitat:
Auf Dauer ist das Stadion an der heimischen Poststraße mit nur 5153 Plätzen zu klein. 10.000 Plätze
...
Unglaublich! Weg mit den DFB-Betonköpfen!
Wovon träumen die eigentlich!
Mehr als 1000 Zuschauer pro Spiel werden in den nächsten 5 Jahren sowieso nicht mehr zugelassen!
Und mehr Fans werden auch nicht kommen - selbst in der BL nicht mehr...

04.05.2021 - 13:46 - UNVEU

Für eine 3. Liga Lizenz braucht man kein eigenes Stadion - jede Saison woanders um Aufnahme betteln und dort spielen reicht voll aus - aber ist ja das Motto von DFB und DFL "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt" - wenn etwas nicht passt, werden die Regeln einfach ein wenig anders ausgelegt - unglaublich