Fußball-Bezirksligist SC 1920 Oberhausen plant die kommende Saison - mit einem neuen Trainer, vielen jungen Zugängen und nach unten korrigierten Ansprüchen. 

Bezirksliga

SC Oberhausen: RWO-Held Bruns nicht mehr Trainer, Möllmann zurück

22. Juli 2020, 12:21 Uhr
Thorsten Möllmann steht beim SC 1920 Oberhausen von nun an wieder an der Seitenlinie. Foto: MaBo Sport

Thorsten Möllmann steht beim SC 1920 Oberhausen von nun an wieder an der Seitenlinie. Foto: MaBo Sport

Fußball-Bezirksligist SC 1920 Oberhausen plant die kommende Saison - mit einem neuen Trainer, vielen jungen Zugängen und nach unten korrigierten Ansprüchen. 

Im Februar stellte der SC 1920 Oberhausen Hans-Günter Bruns als neuen Trainer vor. Nun ist dieses Kapitel schon wieder beendet, der frühere Aufstiegstrainer von Rot-Weiß Oberhausen wird in der kommenden Saison nicht mehr beim Bezirksligisten an der Seitenline stehen. "Wir hätten gerne mit ihm weitergearbeitet, das ist aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen aber nicht mehr möglich", erklärt Riad Jabeur, Sportlicher Leiter des Spielclubs.

Und so kam es, das Vereinspräsident Thorsten Möllmann beim Testspielauftakt am vergangenen Wochenende wieder den Trainer-Hut aufhatte. Der Kult-Coach war bei den Oberhausenern schon mehrfach in dieser Funktion tätig. Ursprünglich hatte er geplant, aus Rücksicht auf seine Gesundheit kürzer zu treten und sich allein auf seine Aufgabe als Erster Vorsitzender fokussieren. 

SC 1920 Oberhausen treibt Verjüngungskur voran

"Jetzt verspürt er aber wieder große Lust auf diese Aufgabe", erklärt Jabeur, der sich über das Engagement freut: "Wir hatten zuerst einige Gespräche mit anderen Kandidaten geführt, uns dann aber für die interne Lösung entschieden. So können wir Geld sparen, ohne an Qualität einzubüßen. Außerdem kennt Thorsten den Verein und die Mannschaft sehr gut.“ Mindestens die Hinserie soll in dieser Konstellation bestritten werden, "danach werden wir ein Resümee ziehen und weiterschauen."

Überhaupt hätten finanzielle Aspekte bei den 20ern durch die mit Corona einhergehenden Verluste von Zuschauer- und Sponsoreneinnahmen nun einen größeren Stellenwert als in der Vergangenheit, betont Jabeur. "Wir mussten in den letzten Jahren viel Geld für die Spieler ausgeben, das können wir uns nicht mehr leisten." Daher baut der Verein gerade eine A-Jugend auf, um in der Zukunft auf Eigengewächse zu setzen.

Und auch bei den Neuverpflichtungen in diesem Sommer stand die Verjüngung der Mannschaft im Vordergrund. So kommen mit Lukas Loibl, Dustin Weber (beide Spvgg. Sterkrade-Nord U19) und Harding Beira sowie Zerwan Bibo (TuS Union 09 Mülheim U19) gleich vier Talente, die vor ihrem ersten Jahr im Seniorenbereich stehen. 

Keine Kampansage

Außerdem hat der Spielclub Serkan Barutcu (Al-Arz Libanon), Kevin Puneßen (RWO Team12), Claudio Miranda (SC Frintrop) sowie Cedric Klobe (SpVgg Steele) unter Vertrag genommen. Noch ist die Kaderplanung nicht final abgeschlossen, die Gespräche mit zwei weiteren Kandidaten laufen.

In der abgebrochenen Saison landeten die Oberhausener auf dem dritten Tabellenplatz, hatten aber eigentlich den Aufstieg in die Landesliga als Ziel ausgerufen. Der anstehenden Spielzeit blicken die Verantwortlichen deutlich bescheidener entgegen: "Wir warten erst einmal die Gruppeneinteilung ab", erklärt Jabeur. "Dann wollen wir den Klassenerhalt sichern. Ist das geschafft, werden wir uns in Richtung des oberen Drittels orientieren."

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