Sascha Mölders von 1860 München hat sich klar gegen einen Abbruch der 3. Fußball-Liga ausgesprochen. Der ehemalige Revier-Stürmer wählte deutliche Worte. 

3. Liga

Mölders poltert: Abbruch-Forderungen eine "absolute Frechheit"

14. Mai 2020, 14:59 Uhr
1860-Stürmer Sascha Mölders möchte alsbald zurück auf den Platz. Foto: dpa

1860-Stürmer Sascha Mölders möchte alsbald zurück auf den Platz. Foto: dpa

Sascha Mölders von 1860 München hat sich klar gegen einen Abbruch der 3. Fußball-Liga ausgesprochen. Der ehemalige Revier-Stürmer wählte deutliche Worte. 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Fortsetzung der 3. Liga ab dem 26. Mai geplant. Doch es gibt weiterhin Klubs und Spieler, die damit nicht einverstanden sind und für einen vorzeitigen Abbruch der Saison plädieren. 


Klar befürwortet wird eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs dagegen von Sascha Mölders. Der Mittelstürmer des TSV 1860 München hat in einer Mitteilung auf der Vereinshomepage mit deutlichen Worten Stellung zu diesem Thema bezogen. "Wenn ich höre, dass andere Spieler fordern, die Saison abzubrechen und nicht weiterspielen zu wollen, kann ich nur sagen: Das ist eine absolute Frechheit", poltert Mölders. "Wer so etwas von sich gibt, der hat den Sport nie geliebt."

Mölders sieht Karriereplanung in Gefahr

Für den 35-Jährigen, früher bei den Revierklubs ETB SW Essen, MSV Duisburg sowie Rot-Weiss Essen unter Vertrag, ist klar, "dass kein Spieler glücklich mit der Situation ist, dass keine Zuschauer ins Stadion kommen dürfen."

"Aber", so Mölders weiter, "Fußball ist mein Beruf und den möchte ich so schnell wie möglich ausüben." Offenbar sieht er auch seine eigene Karriereplanung bedroht: "Wer weiß, welche Auswirkungen ein Abbruch hätte, ich bin am Ende meiner Laufbahn und möchte mich sicherlich nicht so verabschieden. Ich will noch ein Jahr spielen und wenn jetzt abgebrochen wird, sehe ich die Gefahr dies nicht mehr tun zu können."

Mölders will sportliches Ende mit Auf- und Abstieg

Nach der Ansicht des gebürtigen Esseners gebe es nur eine Lösung: "Die Saison muss mit Auf- und Absteigern zu Ende gespielt und nicht am grünen Tisch entschieden werden, so wie es seltsamerweise ausgerechnet die Vereine fordern, die aktuell oben oder unten stehen."

Mit 1860 liegt Mölders nach 27 absolvierten Spieltagen auf dem sechsten Rang in der engen Drittliga-Tabelle. Der Rückstand auf Aufstiegsplatz zwei beträgt nur zwei Punkte. Mölders findet: "Wir sind Sportler und sollten uns am Ende des Tages auch sportlich messen und nicht mit lächerlichen Forderungen versuchen den Erfolg fernab der Stadien einzufordern."

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15.05.2020 - 10:08 - Berni1966

Ich als KFC Fan muß Mölders zustimmen. In dieser Woche machen schon Spielplätze wieder auf, ab nächster Woche ist das Vereinstraining wieder in Gruppen möglich, auch in meinem Sportverein wo ich trainiere, warum sollte dann auch kein Fussball in der 1,2,3 Liga gespielt werden?
Können uns ja bis 2021 alle zu Hause einschließen.....Bullshit
NUR DER KFC, möge die besten Aufsteigen und die Looser absteigen, und zwar auf dem Platz !!!
ps: 2 gleisige 3 Liga fände ich gut :-)

14.05.2020 - 17:51 - Tief_im_Westen

Genau, sollen Gerichte und oder die Politik etwas verbieten, was teilweise für manche Berufsgruppen noch nie verboten war und den Irrsinn mancher Leute fördern, weil diese Person Spaß daran haben, wenn sie seit Wochen überhaupt nicht Haus verlassen und ihren Hass auf ihre Arbeit, wenn sie denn eine haben, so zum Ausdruck bringen. Das sind wohl die Toilettenpapier- und Dosenraviolihamsterkäufer. Komischerweise haben sie aber nichts gegen absurde Aufstiegsspiele, da betrifft es ja dann auch die eigenen Vorlieben :D

Mölders spricht aus, was sich manche nicht trauen zu denken, weil ja der Nachbar ein Überwachungsn*zi sein und seine Paranoia ausleben könnte. Diese Verbotswichtel sind nicht minder gefährlich wie die KenFM-Typen dieser Welt.

14.05.2020 - 15:41 - buschch

Mal ehrlich: das einzig dreiste ist der Kommentar von Mölders. Da wird hemmungslos mit der Gesundheit gespielt auf Teufel komm heraus. Aber leider ist das ja auch die Linie des DFB. Wann wird diesem Treiben endlich ein Riegel vorgeschoben, entweder durch die Politik oder durch ordentliche Gerichte. Denn so müssten meiner Meinung nach der DFB oder auch die Einzelprotagonisten in Haftung genommen werden für alle Schäden, die dieser Unfug anrichten wird.