Corona

Saisonende utopisch: Drei Szenarien für die Amateurligen

04. Januar 2021, 11:51 Uhr
Foto: firo

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Die Amateurligen müssen sich weiterhin gedulden - vermutlich wird auch im Januar kein Training möglich sein. Am Dienstag werden neue Entscheidungen der Regierung kommen - ein Kommentar. 

Am Dienstag schaut die Nation wieder mal die auf Konferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsident*innen. Die sonst übliche Spannung wird dann nicht herrschen, denn der Lockdown wird wohl bis Ende Januar verlängert. Danach sieht es aktuell aus. Doch obschon sich an der Situation, in der sich Amateur-Fußballer*innen derzeit befinden, vorerst nichts ändern wird, kommen neue Fragen auf. Schließlich hatte es im November danach ausgesehen, dass es zu diesem Zeitpunkt wieder auf die Plätze gehen würde.



Speziell für die Oberligen (23 Mannschaften am Niederrhein, 21 in Westfalen) sieht es düster aus. Dass die Saison zu Ende gespielt wird, ist kaum vorstellbar. Schließlich wurde von den Verbänden mitgeteilt, dass eine Verlängerung der Spielzeit über den 30. Juni hinaus ausgeschlossen ist. So ergeben sich - Stand jetzt - drei Szenarien.

Nummer 1

Die Saison wird irgendwann fortgesetzt und bis Ende Juni gespielt. Im Anschluss entscheidet die Quotientenregel über Auf- und Abstiege. Denn vermutlich werden nicht alle Teams zu diesem Zeitpunkt die gleiche Anzahl von Spielen bestritten haben.

Nummer 2

Die Ligen spielen nur die Hinrunde und der Stand nach der Hälfte der Partien wird gewertet.

Nummer 3

Abbruch der Saison - was eine Annullierung bedeuten würde und im Sommer starten die Ligen genau wie im Sommer 2020. Heißt: Die Saison 2021/2022 wird zur Neuauflage der Serie 2020/2021.

Verbände müssen schnell reagieren

Nur eines ist wichtig: Die Verbände müssen schnell entscheiden, nach der Ministerpräsidenten-Konferenz muss es sofort losgehen. Es gab genug Zeit, um sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Am besten macht man es wie beim ersten Lockdown: dort bezogen die Verbände die Vereine in die Entscheidungsfindung mit ein, so ist gewährleistet, dass eine demokratische Mehrheit entsteht. Wird die Saison am Ende nicht abgebrochen, dann ist zudem wichtig, dass es auch Absteiger gibt. Denn eine weitere Aufblähung der Ligen kann keine Lösung sein.

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18.01.2021 - 15:22 - Petetown

Nummer 2 ist alleine deswegen schon eine Option, weil sie hinsichtlich der Wertung genauso funktioniert wie Nummer 1: Werden 50% der Spiele (also nur die Hinrunde ) zugelassen und dann Option 1 (Quotientenregel) angewendet, ist die Halbzeittabelle exakt die gleiche wie die Abschlusstabelle.

So oder so gibt es keine faire Lösung. Auch die Quotientenregel ist nicht zu 100% fair, weil dabei nicht berücksichtigt wird, wer bereits die dicken Brocken vor der Nase hatte und wer davon weniger. Aber es gibt nun mal keine optimale Regelung. Daher ist das wahrscheinlich immer noch das Fairste.

05.01.2021 - 09:26 - Stiban

Wieder mal die irreführende Information, die auf vielen Seiten verbreitet wird:

Nummer 2 ist KEINE Option, die die aktuellen Regularien zulassen. Es wird auf keinen Fall eine Wertung nach der Hinrunde geben.

gez. Westfalenkick

04.01.2021 - 18:43 - RWE Lölle

@76.100 % Zustimmung. Wenn es weitergeht dann kann nur der Punkt mit dem Quotienten gelten. Man hätte ein gerechtes Ergebnis und Zeit bis zum 30.06.21 um die Spielzeit weiter laufen zu lassen. Ihr könnt mich jetzt steinigen aber meine Meining ist das Corona im Mai kein Thema mehr sein wird weil ab dann nur noch die Wahl im September wichtig ist. Dann wird der Wähler wieder gebraucht

04.01.2021 - 18:17 - Bierchen

Ich denke das der Jugendfußball nach dem LockDown eh am Ende ist.

04.01.2021 - 17:23 - andy_112

@76 Solange suggeriert wird, dass man mit noch so abstrusen Maßnahmen alle Menschen vor dem Tod retten kann, müssen wir wohl mit dem Unsinn leben.

https://heise.de/-5001962

Beitrag wurde gemeldet

04.01.2021 - 17:13 - frankiboy5l

ChistianBrauschsErfindung : " Amateur-Fußballer*innen "
Also, ein Journalist hat ich verdammte Aufgabe, nicht die Volksverdummung zu fördern.
In Wort, Schrift und Inhalt und dazu gehört der gesunde gemeine Menschenverstand und, vor allem der Duden.
PHANTAstisch, Rasenballsport und FELTINS machen andere, oder Frankiboy
Ich, als Betreuer einer besonderen C-Klaße-Mannschaft habe mit vielen Amateuren, aber vor allem mit alles Bällen gesprochen.
Kein Herr Ball hat jemals eine Frau Ballin gesehen oder hat neben ihr in Ballsack*innen gelegen.
Mögen Fußball spielende Balltreter* innen sich an einem hoch stehenden * erfreuen.
Mir reicht ein simples Spieler und Spielerin, die mehr oder weniger ihren Fuß, manchmal ihren Kopf und Götter ihre Hand nutzen, um gegen eine Kunststoffkugel treten

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

04.01.2021 - 13:11 - 76

Unglaublich, dass kein Trainings- und Spielbetrieb erlaubt ist. Im Sommer sind die Infektionszahlen auch nicht gestiegen, als FREILUFT-Einrichtungen wie Sportanlagen und andere geöffnet waren.
Die ersten 4 Fußball-Ligen spielen seit Monaten und es gibt nur ganz wenige Infektionsfälle. Und da geht es nicht nur um Vollprofivereine, sondern auch Vereine wie Homberg oder Bergisch Gladbach, wo die Spieler tagsüber auch arbeiten gehen und theoretisch Infektionen einschleppen könnten.
Was soll an der frischen Luft passieren, wenn man Kabinen und Clubhausnutzung entsprechend regelt oder sogar ausschließt? Oder anders gefragt: Wie lange will man jungen Menschen ihren Sport verbieten? Wie lange will man Familien mit ihren Kindern zum Verbleib in ihren Wohnungen verdonnern? Fast schon logisch, dass solche Sachen wie auf den Rodelpisten entstehen.
Wenn das Verbot die Lösung sein soll, dann wird auf Jahre nicht mehr gespielt, weil immer noch irgendwo irgendjemand infziert sein könnte und irgendwo irgendjemand anstecken könnte und der könnte theoretisch eventuell möglicherweise an Corona sterben.

04.01.2021 - 12:30 - Außenverteidiger

Keine Ahnung, warum solche Themen nicht vor einer Saison geklärt werden. Sagen wir mal so, für einen Amateur, war es unrealistisch eine Saison in der Pandemie zu spielen. Als Amateurfußballer fahre ich im Sommer ohne Schneeanzug nach Malle. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit für Schnee im Sommer dort ähnlich hoch ist, wie die jetzigen Ereignisse.