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Saisonabbruch: Große Enttäuschung beim 1. FC Bocholt

RevierSport
19. April 2021, 18:28 Uhr
Bocholt-Trainer Jan Winking (links). Foto: Thorsten Tillmann

Bocholt-Trainer Jan Winking (links). Foto: Thorsten Tillmann

Mit dem Abbruch der Amateursaisons in Nordrhein Westfalen steht fest, dass der 1. FC Bocholt trotz seines straken Saisonstarts nicht in die Regionalliga aufsteigen wird. Trainer Jan Winking zeigte sich zwar enttäuscht, richtete den Blick aber auch schon wieder nach vorne. 

Die Meldung über den Abbruch der laufenden Spielzeit kam wenig überraschend. Über Wochen und Monate haben sich die Vereine nach einer Entscheidung gesehnt. Diese ist jetzt eingetroffen. Besonders bitter trifft sie den Oberliga-Tabellenführer vom Niederrhein - den 1. FC Bocholt. „Das war abzusehen aber die Enttäuschung ist natürlich groß. Es ist eine ernüchternde Situation, wir hatten das Gefühl, dass eine andere Entscheidung getroffen hätte werden können. Wir wissen nicht, ob die Entscheidung des Verbands einen rechtlichen Hintergrund hatte oder ob sich einfach dagegen entschieden wurde. Damit müssen wir jetzt erstmal leben. Alles was wir uns erarbeitet haben ist damit nichtig, wir waren diese Saison sehr stabil. Das macht alles nur noch schwerer", erklärte Trainer Jan Winking.


Der 1. FC Bocholt führte mit 28 Punkten aus zehn Spielen deutlich die Tabelle der Oberliga Niederrhein an und war somit auf dem besten Weg in die Regionalliga. Im Hinblick auf die Zukunft erläuterte der Bocholter Trainer: „Kurzfristig herrscht Ernüchterung aber wir müssen den Blick nach vorne richten. Wir sind Sportler und Wettkämpfer und haben uns diese überragende Position hart erarbeitet, die mal eben mit einer Entscheidung bei Null gelandet ist. Deshalb haben wir umso mehr Bock und umso mehr Feuer in uns. Wir haben diese positive Wut im Bauch, die man im Fußball manchmal hat, und werden auch nächstes Jahr mit Vollgas um jeden Punkt kämpfen.“

Verantwortlichen prüfen rechtliche Schritte

Die Entscheidung über den vorzeitigen Abbruch der Saison ist nicht nur aus sportlicher Sicht eine Katastrophe, sondern auch aus finanzieller. So wäre ein Aufstieg in die Regionalliga auch mit Mehreinnahmen verbunden gewesen. Geld, was vor allem in den Umbau des Stadions investiert werden sollte. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Spielern, dem Verein und der Stadt. Hinter dieser Entscheidung steht viel mehr, auch Dinge, die man nicht einfach so wegsteckt“, so Winking.

Die Verantwortlichen befinden sich in Gesprächen mit der zuständigen Rechtsberatung und Anwälten, um auszuloten, was rein rechtlich noch möglich ist. Große Hoffnungen liegen indes auch auf der nächsten Saison, die nach Cheftrainer Winking, nicht wieder zu einer Abbruch-Saison werden darf. Dann nämlich würden, laut Winking, „noch ganz andere Probleme auf die Vereine zukommen".

Autor: Lennard Becker

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Kommentieren

20.04.2021 - 06:43 - dr. breitner

@Sch´tis
Da gebe ich dir Recht, steht dort aber so in der Spielordnung und muss dann zwangsläufig auch so entschieden werden.
Die Spielordnung in der OL Niederrhein sieht die 50 Prozent- Regelung vor, meiner Meinung nach zu Recht.

19.04.2021 - 23:23 - Sch'tis

Aus einer Regionalliga steigt auch ein Team auf, was gerade erst 11 Spieltage absolviert hat !!
Da fehlt auch einiges zur 50 Prozent Regel !!!!!

Was ist da noch fair ?!

19.04.2021 - 22:12 - dr. breitner

Eine 50 Prozent- Regelung ist ja sportlich schon zweifelhaflt.
Nach nicht mal einem Viertel Ansprüche zu erheben, wo man nicht mal gegen die Hälfte der Liga einmal gespielt hat, hat mit
fairem Wettbewerb nichts mehr zu tun.

19.04.2021 - 22:02 - kle1902

Gerade einmal zehn von sagenhaften 44 Spielen absolviert und sie kündigen übermütig rechtliche Schritte an, weil sie schon mit einem Bein in der Regionalliga standen oder wie...? Äußerst interessant ??

19.04.2021 - 20:21 - am Zoo

Schade, zum Hünting bin ich immer gerne gefahren!!!!