Der Vertrag von Schalke-Vorstand Christian Heidel läuft bis zum 30. Juni 2020. Nun schreibt

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S04 - Muss Heidel spätestens 2020 gehen?

Andreas Ernst
20. Januar 2019, 08:21 Uhr

Foto: firo

Der Vertrag von Schalke-Vorstand Christian Heidel läuft bis zum 30. Juni 2020. Nun schreibt "Bild": Eine Verlängerung sei fast ausgeschlossen.

Am Sonntag beginnt für den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 die Rückrunde mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Nach einer verpatzten Hinrunde und einer durchwachsenen Winter-Vorbereitung befürchten viele Schalker, dass ihr Team gegen den Abstieg spielt. Und jetzt auch noch das: Wie "Bild am Sonntag" berichtet, steht Sportvorstand Christian Heidel auf der Kippe.


Nachfolgekandidaten laut "Bild": Boldt und Heldt

Heidels Vierjahres-Vertrag bei den Königsblauen läuft noch bis zum 30. Juni 2020. Es ist nicht unüblich im Fußballgeschäft, mit Verantwortlichen Gespräche anderthalb Jahre vor Vertragsende wenigstens aufzunehmen - Verhandlungen mit Heidel gab es auf Schalke aber offenbar noch nicht. Laut "Bild" sei sogar "Stand heute ausgeschlossen, dass sein Vertrag verlängert werde."

Auch Nachfolge-Kandidaten nennt "Bild" - zunächst Jonas Boldt, der bei Bayer Leverkusen aufhört, und dann sogar Heidels Vorgänger Horst Heldt, momentan bei Hannover 96 tätig. Heldt hat nach seinem Abschied stets betont, dass sein Herz noch an Schalke hängt: "Die Verabschiedung der Schalker Fans war der emotionalste Moment in meiner Manager-Karriere." Über Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies sagt Heldt: "Wir pflegen eine große Freundschaft."

Heidel ist seit zweieinhalb Jahren bei den Königsblauen tätig - und fast nichts mehr erinnert noch an die Zeit unter Heldt. Heidel hat das Aufgebot der Profis fast komplett ausgetauscht, dabei die Personalkosten reduziert. Der Trainer ist ein anderer, und das Vereinsgelände am Berger Feld gerade eine große Baustelle.

Das erste Schalke-Jahr unter Heidels Regie war ein Flop - das Team qualifizierte sich nicht für einen internationalen Wettbewerb, die Verpflichtung von Trainer Markus Weinzierl war falsch. Diesen Fehler gab Heidel zu. Nach einem tollen Jahr mit der Vizemeisterschaft unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco geht es für Schalke im dritten Heidel-Jahr wieder steil bergab.

Kritisch wird auf Schalke vor allem Heidels Transferbilanz gesehen. Unter seiner Regie holte Schalke zu viele teure Flops wie Sebastian Rudy (FC Bayern) und Omar Mascarell (Real Madrid). Auch Nabil Bentaleb (Tottenham) und Yevhen Konoplyanka (FC Sevilla) überzeugten nur selten.

Bei Tönnies und den anderen Aufsichtsrats-Mitgliedern reifte deshalb die Idee, Heidel bei der Kaderplanung einen Experten an die Seite zu stellen. Das lehnt Heidel ab. Er reagierte sogar verärgert, als er von diesen Gedankenspielen via Zeitung erfuhr. Er versicherte, „dass wir das intern ganz sicher auch noch mal besprechen werden und müssen. Ich habe es Clemens Tönnies gegenüber genauso formuliert." Eine Kritik, die bei Tönnies laut "Bild" nicht gut ankam. (aer)

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20.01.2019 - 22:51 - Branco Oblac

Dieser angebliche "Manager" ist jetzt 3 Jahre im Amt, hat schon 140 Mio für Spieler ausgegeben, Und das Ergebnis: der schlechteste Fußball "ever", Schalke wird zum Graupenverein, der Abstand zum BVB wächst auf Lichtjahre. CT bitte schnellstens weg mit dem herrn Unfähig.

20.01.2019 - 15:55 - diadoramann

In vielen Bereichen der Wirtschaft wäre Herr Heidel längst vor die Tür gesetzt worden. Von Top - Managern darf man erwarten können, für 1 Euro Investition müssen 2 Euro Ertrag rausspringen. Bei Herrn Heidel sind die Erlöse von Meyer, Goretzka, Sane und Co. für Auslaufmodelle und Söldner ohne jeglichen Bezug zu S04 versenkt worden. In Tönnies Wurstimperium wäre der schön längst gefeuert.

20.01.2019 - 14:57 - gerdstolli

Lasst uns doch mal das Spiel gegen Wolfsburg abwarten. Bei einem Sieg von 04 denke ich ist auf Schalke wieder alles im grünen Bereich und alles vorher Kritisierte ist Schnee von gestern.
Bei einer Niederlage denke ich muss einer gehen!

20.01.2019 - 14:50 - S04forever

Nur weil die Blöd es schreibt ?
Zugegebenermaßen ist es sportlich sehr bescheiden was gerade angeboten wird.
Aber Serdar , Sane , Mascatell , Rudi so abzukanzeln, als hätten sie noch nie gute Spiele in ihren früheren Vereinen abgeliefert ist erbärmlich..
Das soll Heidel jetzt in Schuld sein, das die Spieler auf Schalke noch nicht funktionieren?
Schaut euch mal den Umbau an und das, was auf dem V.Gelände gerade entsteht.
Das hat Zukunft und war dringend erforderlich .Lese nie mal ein Lob das unserer Manager das forciert.
Aber Hauptsache das Drecksblatt Blöd stiftet Unfreien um gut zu verkaufen. ..Das ist erbärmlich.

20.01.2019 - 13:04 - Libuda63

Ob CH und DT bis 2020 überleben angesichts ihrer erfolgreichen Tätigkeit wird sich noch zeigen. Und die hier schon mal vorher waren mit mittelmäßigem Erfolg, muss.man auch nicht wiederholen.Spieler wie Rudy und Uth als
Flop zu bezeichnen ist lächerlich. Bei Bentaleb und Embolo sieht das dagegen schon anders aus. Den Managerposten an einen richtigen Schalker vergeben und einen vernünftigen Chefscout einstellen.

20.01.2019 - 12:25 - Majo2008

Noch schöner wäre es: "Heidel und Tedesco müssen sofort gehen!"
Bis Saisonende 2020 können beide noch ziemlich viel verbrannte Erde hinterlassen.
Man kann zur Bild stehen wie man will, aber der Sportteil bzw. das was die Sportredaktion schreibt, trifft meistens zu.
Also zumindest mal eine teilweise erfreuliche Nachricht am Sonntag.

20.01.2019 - 12:08 - easybyter

Was hat die Bildzeitung nicht alles schon berichtet, besonders in den Pausen der Bundesliga. Es werden hier Rudy und Mascarell bereits als teure Flops bezeichnet, einmal abgesehen davon, dass man Menschen nicht als Flop bezeichnen sollte, ist doch noch gar nicht klar, ob die beiden nicht noch in die Mannschaft finden. Man ist da viel zu schnell mit dem Urteil, qualifiziert Menschen als Flop ab, dabei braucht es oft eine gewisse Zeit, bis sich neue Spieler reingefunden haben. Schalke wird wohl kaum gegen den Abstieg spielen, denn die nötigen 22 Punkte wird man wohl holen können. Zu Beginn der Saison fehlten Stamboulie und Oczipka, Goretzka und Meyer waren weg und es lief dann gleich im ersten Spiel mehr als unglücklich. Als man dabei war, sich reinzukämpfen, kam diese üble Verletzungserie, mit der wohl niemand rechnen konnte. Alles jetzt Heidel anzulasten und immer auf die Baustelle hinzuweisen, die ja die Weichen für die Zukunft stellen soll, ist einfach perfide und soll Druck aufbauen. Ich hoffe, es bleibt ruhig auf Schalke und die Verantwortlichen handeln nicht nach dieser billigen Stimmungsmache von Bild und den Medien, die sich dem blind anschließen. Weiter arbeiten, an den richtigen Stellschrauben drehen, das ist jetzt geboten. Alles Andere wäre fatal. Interessant ist auch, dass Heldt jetzt wieder ins Spiel gebracht wird, den man ja seinerzeit weggeschrieben hat.

20.01.2019 - 11:48 - jannico04

Hallo Revier Sport...Warum übernehmt Ihr eigentlich immer öfter die Artikel aus der Blödzeitung??
Habt Ihr keine vernünftigen Mitarbeiter mehr ?? Gerüchte vom Revolverblatt verbreiten ist total schwach von Euch.
Gute Besserung und Glück Auf.

20.01.2019 - 09:48 - SuSler

Heldt war und wäre genau der Richtige !!!