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S04-U23: Der Nächste für Huub Stevens!

Stefan Bunse
06. April 2019, 07:30 Uhr

Foto: Michael Korte

Der Nächste für Huub Stevens! Jede Woche zaubert der Niederländer einen neuen Spieler der U23 aus dem Hut. Nach Nassim Boujellab und Jonas Carls wurde jetzt auch noch George Timotheou aus der zweiten Mannschaft zu den Profis hochgezogen. 

Der Austausch zwischen der Oberliga-Mannschaft des S04 und den Profis wird immer intensiver. Beim Spiel der U23 am Freitag in Sprockhövel (4:0) fehlte der australische Innenverteidiger mit griechischen Wurzeln bereits. „George ist am Freitag noch kurzfristig hochgegangen“, bestätigte Torsten Fröhling nach dem Spiel. Der Linksfuß kam im Sommer von Sydney Olympic zum S04. 

 
Schalkes U23-Trainer lobt die intensive Zusammenarbeit mit Stevens. „Das macht richtig Spaß“, erklärte Fröhling. Eine indirekte Spitze gegen Ex-Trainer Domenico Tedesco. „So stelle ich mir das vor. Wir haben eine ganz enge Verzahnung mit der Profiabteilung. Mit Huub habe ich jeden Tag Kontakt. Ich bin oft in seinem Büro. In der letzten Woche war er dreimal beim Training gucken. Wir sind in ganz engem Austausch. Das Interesse ist da.“ 

Dass er dafür die Problemfälle von Stevens zurückbekommt, wie zuletzt Hamza Mendyl, macht ihm nichts aus. „Natürlich tut das immer weh, wenn einer meiner Jungs dann weichen muss. Das ist ganz normal. Weil wir ja tagtäglich miteinander arbeiten und die Jungs immer Gas geben. Aber das ist nun mal das Los einer U23“, erklärte der 52-Jährige. „Aber das Schöne ist, dass die, die da kommen, sich den Hintern aufreißen müssen. Bis jetzt haben wir das gut hinbekommen.“ 

Für ihn sei es eine besondere Aufgabe, daran zu arbeiten, dass die Profis wieder in die Spur kommen. „Dass sie sich nicht freuen, ist ja normal. Aber wenn man merkt, dass sie sich wieder reinbeißen und das akzeptieren, da kann die Mannschaft auch noch von lernen.“

Kein Profi bettelte um einen Einsatz in Sprockhövel

In Sprockhövel waren seine neuen Stars allerdings nicht dabei. „Wenn einer gekommen wäre und hätte gebettelt, dann hätte ich das gemacht. Aber ich kann normalerweise nicht einen Millionenmann in Sprockhövel auf dem Kunstrasen spielen lassen. Für viele ist das nichts. Deshalb habe ich gar nicht erst gefragt“, erklärte Fröhling. Und gebettelt hat wohl keiner.

Sorge, dass seine Mannschaft dadurch auseinanderbricht, hat er nicht. „Ich habe damit überhaupt keine Probleme. Es gibt ganz klare Ansagen, wie es bei uns läuft. Und da passen die sich auch an. Wenn es auch bei mir noch Probleme geben würde, dann hätten die Spieler ein richtiges Problem. Aber sie haben es kapiert. Alles in Ordnung.“

Autor: Stefan Bunse

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08.04.2019 - 14:23 - vanbasten

Wettbewerbsverzerrung.
Auf der einen Seite Profis auf der anderen Seite Amateure.
Die einen verdienen Geld die anderem bekommen ein Mittagessen. ( im Verhältnis )
Da muss eingegriffen werden.