Mit 2:1 (0:1) gewinnt die U19 von Rot-Weiß Oberhausen gegen Arminia Klosterhardt ihr erstes Testspiel. 

U19 Bundesliga

RWO-U19 siegt im Stadtderby

09. Januar 2019, 19:24 Uhr

Foto: Mark Bohla

Mit 2:1 (0:1) gewinnt die U19 von Rot-Weiß Oberhausen gegen Arminia Klosterhardt ihr erstes Testspiel. 


Dabei sahen die beiden Trainer ein zwar nicht immer hochklassiges, aber durchaus intensives Aufeinandertreffen ihrer Teams. „Wir sind nach Rückstand zurückgekommen und haben mit zehn Mann das Spiel gewonnen. Somit können wir zufrieden sein, auch wenn nicht alles rund lief“, bewertete RWO-Coach Dimitrios Pappas das Geschehen auf dem Rasen.

Sein Gegenüber Timo Kleer dagegen haderte ein wenig. „Das Ergebnis gibt letztlich nicht das Spielgeschehen wieder. Ein Unentschieden wär sicherlich verdient gewesen.“ Vor allem in den ersten 45 Minuten präsentierte sich der Nieder-rheinligist absolut auf Augenhöhe mit dem Bundesligisten und ging nach rund einer halben Stunde in Führung. Julian Fuchs hatte sich aus rund 25 Metern einfach mal ein Herz gefasst und abgezogen. Sein Flachschuss kam vor RWO-Keeper Jona Luis Scholz unglücklich auf, so dass der Ball ein wenig überraschend im langen Eck landete (35.). Die Kleeblätter waren in der Folge bemüht, noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich zu erzielen. Nachdem Nico Harder den Ball im Sechzehner nicht richtig klären konnte, landete dieser beim freistehenden Max Fleer, der allerdings knapp über das Lattenkreuz verzog (38.). Auch Pablo Overfeld, der überraschend nicht in der Dreierkette hinten, sondern ganz vorne zu finden war, verpasste zwei Zeigerumdrehungen später das 1:1.

Traumtor von Ahmet-Efe Aris

Zum Start der zweiten Halbzeit hatten beide Mannschaften kräftig durchgewechselt und auch ansonsten taktisch umgestellt. Die Arminia ließ den Gegner jetzt erstmal kommen und versuchte, mit Bällen in die Schnittstellen offensive Akzente zu setzen. Und in der Tat waren es die Klosterhardter, die zunächst näher am 2:0 waren, als RWO dem Ausgleich. Die dickste Chance hatte dabei Justin Wunder, der nach schönem Pass von Nick Bennmann frei vor dem RWO-Kasten auftauchte und nur knapp verzog (61.).

Quasi im Gegenzug bestraften die Rot-Weißen diese Fahrlässigkeit und stellten auf 1:1. Und das mit einem Tor der Marke „besonders sehenswert“. Der eingewechselte Ahmet Efe Aris hatte auf Höhe der Mittellinie gesehen, dass Schlussmann Farian Steppkes ein bisschen weit weg vor seinem Kasten stand und bezwang diesen dann mit einem tollen Heber.

Pappas: „Solche Weitschüsse hat Efe schon häufiger in der Bundesliga versucht und ist immer knapp gescheitert. Heute hat es endlich mal geklappt.“
Nach diesen turbulenten zwei Minuten beruhigte sich die Partie für einige Augenblicke wieder, um dann erneut an Fahrt zu gewinnen. Doch waren es nicht die sportlichen Höhepunkte, die die Zuschauer im Estadio beschäftigten. Zunächst musste Kerem Sengün nach zu hohem Bein von Fuchs wegen starkem Nasenbluten lange behandelt werden. Als er mit Watte-Stopfen in der Nase wieder aufs Feld kam, merkte Schiedsrichter Markus Merkens kurz und knapp an: „Nicht 
schön, aber es hilft.“

Aris sieht rot

Auch danach blieb der Schiedsrichter im Mittelpunkt, als er Aris wegen unsportlichem Verhaltens des Feldes verwies (77.). Somit musste der Kleeblatt-Nachwuchs die Schlussphase in der Unterzahl beenden, was erfolgreich gelang. Denn nach einer Ecke von Sengün, die mit etwas Glück bei Leon Bachmann landete, stellte RWO doch noch die Weichen auf Sieg (86.). Die letzte Gelegenheit für Klosterhardt ließ derweil Metehan Türkoglu liegen (88.).

„Wir konnten ein bisschen was ausprobieren und darauf kommt es bei solchen Testspielen besonders an“, sagte Pappas nach dem Schlusspfiff, während auch Timo Kleer wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung gewann. „Wir haben sehr gut mitgehalten, uns nur eben nicht mit mehr Toren belohnt. Dies war auch schon in den letzten Hinrundenspielen unser Problem, woran wir nun weiter arbeiten müssen.“

Die nächste Gelegenheit dazu hat die Arminia bereits am Samstag im Test gegen die U19 von Westfalia Herne. RWO dagegen trifft am kommenden Mittwoch auf den Landesligisten PSV Lackhausen.

Autor: Sebastian Stachowiak

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