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RWO-Boss Sommers: Pappas-Entlassung auch coronabedingt

Tizian Canizales
11. Oktober 2020, 14:11 Uhr
Hajo Sommers, Präsident des Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, schaut nachdenklich drein. Foto: firo

Hajo Sommers, Präsident des Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, schaut nachdenklich drein. Foto: firo

Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen hat sich nach sieben sieglosen Spielen in Serie von Cheftrainer Dimitrios Pappas getrennt. RWO-Präsident Hajo Sommers sah sich wegen Corona früher als gewünscht zum Handeln gezwungen. 

Sieben Spiele ohne Sieg, vier Punkte und der vorletzte Tabellenplatz in der Regionalliga West haben die Verantwortlichen von Rot-Weiß Oberhausen dazu veranlasst, Cheftrainer Dimitrios Pappas freizustellen. "Dimitrios gehört zu den Menschen, die ich schon lange kenne. Er ist eine ehrliche Haut und geradlinig, das mag ich sehr an ihm", sagte Sommers, der schon in einem ersten Statement den menschlichen Verlust bedauert hatte.


Im Gespräch mit RevierSport hat sich der 61-Jährige nun auch weiter zu den Gründen geäußert. "Wir hatten uns natürlich schon die Frage gestellt, wie lange wir das noch weitermachen können", sagte ein hörbar mitgenommener Sommers mit Blick auf den schlechten Saisonstart. "Die ehrliche Antwort darauf war, dass wir nicht noch zwei Spiele abwarten."

Pappas-Entlassung: Corona-Ungewissheit als großer Faktor

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei die Corona-Pandemie, wie Sommers weiter erklärte. "Wenn mir einer garantiert hätte, dass wir die Saison zu Ende spielen werden, hätten wir noch nicht so früh die Reißleine gezogen." Sommers befürchtet, dass die Saison vorzeitig abgebrochen und, wie im Vorjahr, die Quotientenregel zum Einsatz kommen könnte. 


Stand jetzt würde das bedeuten, dass RWO den Gang in die Oberliga Niederrhein antreten müsste. "Im Falle eines Abstiegs wären nicht nur wir, sondern beispielsweise auch ein Nachwuchsleitungszentrum weg", erläuterte Sommers dazu weiter.  

Hajo Sommers: Terranova keine Dauerlösung

Aus dem angesprochenen NLZ kommt indes Pappas' Interimsnachfolger: Mike Terranova. Der 43-Jährige war bisher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und soll bestenfalls schon am Mittwoch (14. Oktober, 19:30 Uhr) beim Aufsteiger FC Wegberg-Beeck den ersten Saisonsieg einfahren. "An sich erwarte ich von Mike aber erstmal nichts. Ich hoffe, dass er eine Ansprache findet, die die Jungs verstehen", dämpfte Sommers die Erwartungen an Terranova, der RWO bereits von 2016 bis 2020 trainierte. 


Mike Terranova sei aber keine Dauerlösung, erklärte Sommers weiter. "Irgendwann werden wir dann auch einen neuen Trainer verpflichten. Eine Bedingung, die Mike uns gestellt hatte war, dass er wieder in den Jugendbereich zurückkehren würde."

Auch die Zukunft des ehemaligen A-Jugend-Trainers Dimitrios Pappas ist aktuell ungeklärt. "Wir haben miteinander gesprochen und uns darauf verständigt, dass wir übernächste Woche telefonieren wollen. Wir wollen das erstmal sacken lassen", sagte Sommers

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Kommentieren

12.10.2020 - 09:38 - Klaus Thaler

Oberhausen ist dieses Jahr ein klarer Abstiegskandidat. Da wird auch ein neuer Trainer nichts daran ändern können. Ohne die nötige Kohle geht eben nichts.

12.10.2020 - 08:12 - Du schöner RWE

RWO hat in den letzten Jahren weit über seine Verhältnisse gelebt, das hlt sie jetzt in der Krise ein. Erstmalig ist das Underdogimage berechtigt-

12.10.2020 - 07:45 - Außenverteidiger

Der erste Abschnitt stimmt Kleeblättersammler.

Nur was ist mit dem zweiten Abschnitt? Hieß es nicht immer, ihr hättet sowieso kein Geld? Nach diesem Argument würde sich nichts verändern. Liest man allerdings eure Mitgliederversammlungen nach, hattet ihr die letzten Jahre mehr, als propagiert. Inklusive Verlustvortrag, der in der Krise wohl zum Pulverfass wird.

11.10.2020 - 17:45 - Kleeblättersammler

Ohne Pandemie hätte Pappas eine Saison als Lernprozess bekommen Aber so mußte sofort gehandelt werden. Wenn die Fallzahlen weiter steigen wird diese Saison wieder nicht zu Ende gespielt, dann stiege man Stand jetzt, ab.

Fakt ist aber , das der Kader vermutlich schlecht ist, die sportliche Leitung mit Bauder und Pappas noch Erfahrung sammeln muß
Ohne Moos nichts los. ´Das die verantwortlichen Leute im Vorstand es immer wieder schaffen überhaupt einen Etat hin zu kriegen, ist schon sagenhaft.

11.10.2020 - 17:39 - User1

Sommers redet eben sehr gerne!

11.10.2020 - 16:34 - Red1907

Jörn Nowak der für die letzten erfolgreichen Kaderzusammenstellungen verantwortlich war ist weg. Die besten Spieler hat/musste man ziehen lassen. Neue Mannschaft, viele Verletzte. Für all das wird jetzt Pappas verantwortlich gemacht! Ich persönlich finde das sehr armselig von Herr Sommers!

11.10.2020 - 16:03 - das ailton

Gespräche mit krämer laufen schon nehm ich an weil Terra ja keine dauerlösung wird

11.10.2020 - 16:03 - Außenverteidiger

Für jeden Vorstand und jede Mannschaft gilt erst einmal der 20. Spieltag.

11.10.2020 - 16:00 - das ailton

na sowas fast krefelder Verhältnisse in Oberhausen;))) oder nein ganz und gar krefelder Verhältnisse

11.10.2020 - 15:55 - grete

Ab der Hälfte der gespielten Spiele zählen die Plätze für Abstieg und Aufstieg.

11.10.2020 - 15:42 - derdereuchversteht07

Hatte auch erst gedacht, dass es ein wenig früh ist.
Wenn man aber bedenkt das ein Abbruch nicht unwahrscheinlich ist kann man es doch nachvollziehen.
Sollte z. B. bei 20 oder 21 Spielen abgebrochen werden und RWO hat schon sieben Spiele gespielt, dann hat man nicht mehr viel Zeit.

11.10.2020 - 15:12 - Kleeblatt1904

Die ganze RWO Familie hatte gehofft dass Pappas die Wende schafft aber es geht um die Existenz des Vereins. Die Spiele werden nicht mehr und ob die Saison wirklich mit 40 spielen beendet wird ist sehr fraglich. Pappas wird auch weiterhin dem Verein verbunden bleiben in welcher Position auch immer.. aber leider musste jetzt gehandelt werden, keine Spielphilosophie zu erkennen und kaum Leidenschaft wurde an den Tag gelegt. Dass terra nur vorübergehend einspringt war leider klar. Mal sehen wer da so demnächst auf der Bank sitzt

11.10.2020 - 14:34 - Red-Whitesnake

Hätte jetzt noch nicht damit gerechnet, dass da so schnell beim Nachbarn die Geduld verloren wird.
Herr Sommers glaube ich auch wieder, dass das keine leichte Entscheidung war.
Hat eben mehr Herz, als so manch anderer Vereinsboss.
Und auch das muß nicht immer die richtige Lösung sein.
Dann schwingt jetzt mein Lieblingstrainer wieder den Taktstock in Oberhausen. ;-))
Finanziell hört sich das auch wahrlich so an, dass das in Oberhausen schon sehr knapp ist... und weil man ja schon soweit in die Saison guckt und vermutet, da hört es sich noch schlechter/bedrohlicher an.
Ich drück' jetzt mal die Daumen, dass es nicht so schlimm ist.. wie ich es befürchte.
Aber dem Trainer... naja.
Er ist halt wieder da... hatte ich auch schon vermutet, dass das eigentlich nur die einzige Lösung sein kann, wenn alle Stricke reissen. ;-)