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RWE: Warum Herzenbruch Zeit benötigte, um sich zu öffnen

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Foto: Thorsten Tillmann

Beim Fußball-Regionalligsten Rot-Weiss Essen gehört Felix Herzenbruch zu den Lieblingsspielern der Fans. Obwohl der gebürtige Wuppertaler erst zwei Jahre in Essen unter Vertrag steht, haben ihn die Fans und er den Verein längst ins Herz geschlossen. 

Felix Herzenbruch ist ein Typ Mensch, den man mögen muss. Immer positiv gelaunt, immer für einen Spruch gut. Dieser Kerl bringt eine tolle Grundstimmung mit sich.

Der angehende Lehrer für Sport und Sozialwissenschaften ist auch extrem fleißig - und das nicht nur auf dem Rasen. Wenn die meisten RWE-Spieler noch im Bett liegen, sitzt der 28-Jährige bereits auf der Terrasse und paukt für die nächsten Prüfungen an der Universität Duisburg-Essen. Für diese eiserne Disziplin und den Ehrgeiz genießt er auch bei RWE-Trainer Christian Neidhart ein hohes Ansehen.

Nach seinem Wechsel vom SC Paderborn zu Rot-Weiss Essen im Sommer 2019, bat Herzenbruch den damaligen Essener Trainer Christian Titz um einen vorzeitigen Wechsel. Es folgte eine Leihe zu Rot-Weiß Oberhausen. Ein Jahr später war Herzenbruch zurück - und wurde bei RWE als Linksverteidiger wieder gebraucht. In den Pokalspielen oder wichtigen Ligaspielen setzte Neidhart auf seine "Maschine" Herzenbruch, der seinen Körper beeindruckend geformt hat. Am Saisonende 2020/2021 spielte sich Herzenbruch plötzlich als Innenverteidiger fest und ist auf dieser Position auch für die neue Serie gesetzt.

RevierSport hat mit Felix Herzenbruch in Herzlake gesprochen.

Herzenbruch über...

... das Trainingslager: "Ich habe gegen Emmen 90 Minuten gespielt und am Dienstag die Einheit auch durchtrainiert. An mir gehen die Strapazen auch nicht ganz spurlos vorbei. Deshalb bin ich auch immer ein bisschen früher vor dem Training schon in der Tennishalle und mache mich schon eher warm, damit ich gut in die Einheit komme. Am Nachmittag sind wir eine Runde Kanu gefahren und das geht dann schön in die Arme. Aber da bin ich ja auch gut aufgestellt (lacht).

... das Pensum für eine Sportskanone: "Klar, ich bin ein Sportjunkie. Aber hier geht es ja nur um Fußball. Sonst mache ich auch gerne noch anderen Dinge. Aber für mich ist das mit 28 Jahren kein Problem. Ich fühle mich gut."

... den aktuellen Kader: "Wir haben viele Zugänge und das muss sich auch erst einmal alles finden. Aber wenn man gegen Emmen die erste Halbzeit gesehen hat, dann war das schon ganz gut. Wir haben viele junge Spieler dabei, die aus der Jugend kamen und wegen Corona in der letzten Saison nicht so viel machen konnten. Sie müssen da auch erstmal reinfinden. Der Sprung in den Seniorenbereich ist auch nicht so klein. Aber ich bin guter Dinge, dass sie sich bei uns gut entwickeln.

... die erste gute Halbzeit und den zweiten schlechten Abschnitt gegen Emmen: "Natürlich kann man das auch so bewerten. Aber in einem normalen Ligaspiel würden wir ja zur Halbzeit nicht dreimal wechseln. Die Wechsel verändern das Spiel schon in gewisser Weise. Die Tore, die wir bekommen haben, waren auch eher im Slapstick-Bereich einzuordnen. Wir sollten das nicht überbewerten und eher auf der ersten Halbzeit aufbauen, die von unserer Seite richtig, richtig gut war."

... die aktuelle Rolle als Innenverteidiger, obwohl er eigentlich gelernter Linksverteidiger ist: "Es ist immer ein Vorteil, wenn man flexibel ist. In unseren Spielsystem macht es aber wenig Unterschied, ob man jetzt als IV oder links spielt. Wir machen das Spiel, wir haben viel Ballbesitz. Und wenn etwas über links kommt, dann gehe ich auch in die Zweikämpfe."

... seine Zuneigung zu Rot-Weiss Essen: "Ich muss ehrlich sagen, als ich damals vom SC Paderborn gekommen bin, da war das alles nicht einfach. Wir sind zweimal aufgestiegen und ich hatte mein Herz noch an Paderborn verloren. Ich habe eine gewisse Anlaufzeit benötigt, um mich in Essen komplett zu öffnen. In der letzten Saison habe ich das aber geschafft. Ich fühle mich hier superwohl. Ob die Leute auf der Geschäftsstelle, die Trainer oder die Fans, ich habe alle kennen und schätzen gelernt. Ich glaube, dass die Leute es auch nicht verkehrt finden, wenn ich ein bisschen mit ihnen Quatsche und Blödsinn mache (lacht).

... das große Ziel Aufstieg in die 3. Liga: "Wenn ich eine Glaskugel hätte, dann würde ich mir dieses Aufstiegsbild wünschen, dass das in der Kugel erscheint. Ich kann nur sagen, dass wir jeden Tag dafür arbeiten. Wir werden es wieder versuchen. Das ist doch ganz klar!"


(2) Kommentare

Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Borussia Dortmund II 40 27 12 1 94:31 63 93
2 Rot-Weiss Essen 40 27 9 4 90:28 62 90
3 SC Preußen Münster 40 23 9 8 70:39 31 78
4 SC Fortuna Köln 40 18 12 10 66:48 18 66
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Rot-Weiss Essen 20 18 2 0 62:13 49 56
2 SC Preußen Münster 20 15 4 1 41:14 27 49
3 Borussia Dortmund II 20 12 7 1 51:21 30 43
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Borussia Dortmund II 20 15 5 0 43:10 33 50
2 Rot-Weiss Essen 20 9 7 4 28:15 13 34
3 SC Wiedenbrück 20 9 7 4 33:21 12 34
4 SC Preußen Münster 20 8 5 7 29:25 4 29

Rot-Weiss Essen

42 A
FC Wegberg-Beeck
Samstag, 05.06.2021 14:00 Uhr
0:2 (0:2)
42 A
FC Wegberg-Beeck
Samstag, 05.06.2021 14:00 Uhr
0:2 (0:2)

Torjäger

Rot-Weiss Essen

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KOMMENTARE

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Zwangsbier 2021-07-23 12:02:54 Uhr
Super Typ. Ein toller IV Mensch. Er strebt einen ordentlichen Beruf an. Allerdings kann man ihn nur vor dem DaZ Institur der Uni warnen! Was dort abläuft kollidiert mit dem gesunden Menschenverstand.

Hoffentlich kann Herze die Leistung aus dem Vorjahr abrufen und seine persönlichen Ziele erreichen.
ata1907 2021-07-23 13:32:04 Uhr
Auf Herze, mit einem Zwangsbier!

Der unfassbare Herzensblick nach dem Leverkusen Spiel hat sich für immer in meinem rot-weissen Gedächtnis eingebrannt. Ethisch einwandfrei und rührend!

Darauf noch ein Zwangsbier!

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