10.10.2018

Neitzel

RWE: "Vorfreude wie bei jedem anderen Gegner"

Foto: Michael Gohl

Fünf Spiele ohne Sieg und jetzt kommt ausgerechnet der Tabellenführer. Rot-Weiss Essen hat am kommenden Samstag Viktoria Köln an der Hafenstraße zu Gast.

Und während die Domstädter bereits oftmals betonen, wie geil es doch sei, an der Hafenstraße zu spielen, hält sich Essens Trainer Karsten Neitzel zurück: „Ich habe mir vorgenommen, gar nicht so viele Aussagen zum Gegner zu treffen. Ich kann nur wiederholen, was die Masse sagt und das ist ja auch berechtigt. Sie haben einen guten Kader, aber wir wollen sie schlagen.“ Vom Gegner hat der Fußballlehrer auch schon einige Spiele gesehen. Den möglichen Matchplan hat er anscheinend auch schon in der Tasche.

Zentraler Inhalt dürfte dabei Kai Pröger sein. Der Mann mit dem Turbo feierte nach seiner Vier-Spiele-Sperre gegen die SSVg Velbert beim 2:1-Sieg in der dritten Runde des RevierSport-Niederrheinpokals sein Comeback und bewies mit seinem Treffer zum 1:0 sofort seine Klasse. 


Leise Hoffnungen gibt es auch auf ein Comeback des anderen, eigentlichen Fixpunktes in der Essener Offensive: Marcel Platzek. Doch all zu viel Hoffnung will Neitzel in dieser Personalie noch nicht machen: „Wir warten jeden Tag ab, wie die Entwicklung ist. Spätestens am Samstag werden wir entscheiden, ob er im Kader ist.“ Für das Auswärtsspiel in Wattenscheid ist beim Goalgetter, der in den fünf Jahren zuvor nie länger als zwei Spiele am Stück gefehlt hat, eine Ende der Leidenszeit in Sicht. Die im Aufbautraining befindlichen Tolga Cokkosan, David Jansen und Cedric Harenbrock werden hingegen zumindest gegen Viktoria Köln sicher noch nicht dabei sein.

Doch unabhängig von der Personalsituation geht es bei den Bergeborbeckern schon um einiges. Nach zuletzt zwei Punkten aus fünf Spielen ist die Tabellenführung schon länger Geschichte. Mittlerweile ist der Rückstand auf die Viktoria gar auf zehn Punkte angewachsen. „Wir können alle die Tabelle lesen“, ist sich auch Neitzel der Situation bewusst. 

„Wir wissen, was ein Sieg, eine Niederlage oder ein Unentschieden bedeuten würde. Eine Niederlage macht es sicherlich für uns nicht einfacher.“ Zumal das Stadion Essen nochmals vollwerden dürfte. Auch wenn die Fünfstelligkeit wohl dieses mal nicht erreicht werden dürfte. Neitzel: „Die Vorfreude ist - ganz ehrlich - nicht größer als bei jedem anderen Gegner. Jedes Spiel an der Hafenstraße muss Freude sein.“

Am wichtigsten sei ein klarer, positiver Kopf: „Wir müssen die einfachen Fehler weglassen. Wir brauchen eine brutale Aufmerksamkeit in der Kette, müssen uns helfen. Es wird ganz wichtig sein, dass wir kompakt bleiben.“

Autor: Stefan Loyda

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11.10.2018 - 09:54 - Sch'tis

Und selbst wenn wir die nächsten 5 Spiele verlieren ruft keiner einen Namen mit RAUS RUFEN. Wenn, soll Jürgen Lucas ja nicht ganz aus den Verein, es gibt noch genug andere Möglichkeiten.....

11.10.2018 - 09:47 - Gregor

@colonius: was die Raus Rufe betrifft. Dies ist nicht nur in Essen so. Dies trifft generell für alle Vereine von der Bundesliga bis in die untersten Klassen zu. Sogar auch für euren Verein.

11.10.2018 - 09:42 - Sch'tis

Und wenn es paarmal geklingelt hat, werden die Zuschauer auch ruhiger. Und man hört dann wieder...…..raus Rufe. ///// @ colonius, ja, wenn es ein paar Male klingelt, hast Du Recht, dann werden des Essener Anspannungen ruhiger. Dann hört man es bestimmt wieder, wenn tausende RUFEN: Die Viktoria, die Viktoria, kommt aus dieser Liga nie RAUS …. und gleich danach Zugabe, Zugabe … so ein Tag, so wunderschön wie heute … und Ihr habt bezahlt, Ihr habt bezahlt, Ihr habt bezahlt und könnt jetzt geh`n …. in 2er Reihern alle 24 Fans :-)))

11.10.2018 - 03:49 - colonius

Essen wird das Spiel mit Zuschauer-Unterstützung machen wollen, darin liegt Viktorias Chance und Stärke. Und wenn es paarmal geklingelt hat, werden die Zuschauer auch ruhiger. Und man hört dann wieder...…..raus Rufe.

10.10.2018 - 22:48 - Hotteköln

@neigefraiche:
Geb dir Recht. Das 6:1 war nicht so überzeugend wie das Ergebnis es sagt. Und gegen Kaan-Marienborn 2:1 erst 10 Minuten vor Schluss war auch nicht überzeugend. Hauptsache erst mal die dreier geholt bis der restliche Kader wieder aus der Reha kommt. Dann muss sich erst mal wieder eine Stammelf finden, Die wird es dann hoffentlich richten.

10.10.2018 - 21:12 - Red-Whitesnake

Man sollte grundsätzlich achtsam sein, leichte Fehler vermeiden und immer Gas geben. Nicht nur, weil es jetzt gegen Köln geht. Die Zuschauer werden auch nochmal da sein. Da bin ich mir ziemlich sicher. Wird aber auch nahe an fünfstellig werden, vielleicht auch einen kleinen Hieb drüber. Ach ja... 2-0 Essen. Und sonst nix.

10.10.2018 - 16:34 - neigefraiche

Alles übertrieben hier: "Wir brauchen eine brutale Aufmerksamkeit in der Kette". Unsinn! Es ist derzeit nicht schwer, Viktoria zu schlagen. Wie es geht, hat Düsseldorf gezeigt. Wie Viktorias von Verletzung gebeutelte Offensive gestoppt werden kann, hat der FC Köln gezeigt, selbst Kaan-Marienborn war dazu in der Lage. Dazu noch die neue Schwächung im Defensiven Mittelfeld. Und wie selbst Herkenrath Viktoria in der Defensive in Verlegenheit bringen kann, ist kürzlich zu sehen gewesen. Alles keine Geheimnisse. Auch Viktoria muss Fehler weglassen, derer hat es zuletzt einige gegeben. Aufmerksamkeit in der von Spieltag zu Spieltag wechselnden, nicht eingespielten Kette der Viktoria versteht sich von selbst. Gegenseitig helfen auch, auf jeder Position. Kompaktheit ist der Schlüssel, für beide Mannschaften. Alles nichts besonderes, ein Spiel wie jedes andere. Nur dass vor der Viktoria die 1 steht und vor RWE die 9, mehr Unterschied gibt es nicht. Die Formkurven beider Mannschaften sind ähnlich bescheiden, lediglich die Ergebnisse stimmen bei der Viktoria zuversichtlicher. Aber von "erfolgreichem" Ergebnisfußball in der Vergangenheit kann sich niemand etwas kaufen, wenn man auf formstärkere Gegner trifft. 6 Tore gegen Herkenrath mögen blenden, die Realität ist aber, dass der Abstiegskandidat die völlig falsche Taktik gewählt hat, das wird RWE nicht passieren. Also ist das Spiel m.E. völlig offen, mit leichtem Vorteil für die Heimmannschaft, was immer so ist, wenn zwei formgleiche Mannschaften wie derzeit RWE und Viktoria aufeinandertreffen.

10.10.2018 - 16:23 - Sch'tis

Die im Aufbautraining befindlichen Tolga Cokkosan, David Jansen … Diese beiden Spieler brauchen ein Spezial Aufbautraining 4. Liga. Es hat seit Jahren nicht gereicht, keiner hat sich seit Jahren weiterentwickelt, beide durften sich ja vor der Saison bekanntlich neue Arbeitgeber suchen. Leider hatte nicht einmal ein 5. Ligist Interesse. Also, ob beide dabei sind oder nicht, ist auch egal. Schlechter sind unsere jungen Nachwuchsspieler auch nicht.

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