Bezirksliga

RWE und Vogelheimer SV: Nachtigall muss doppelt um den Aufstieg bangen

Tizian Canizales
05. April 2021, 18:19 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Stephan Nachtigall muss aktuell gleich doppelt um den Aufstieg bangen. Denn sowohl für seinen Verein Vogelheimer SV als auch für seine alte Liebe Rot-Weiss Essen sieht es nicht gut aus. Das hat jedoch verschiedene Gründe.

Im August 2020 hatte Stephan Nachtigall, Stürmer beim Bezirksligisten Vogelheimer SV, Platz eins als Ziel ausgerufen. Seit der Saisonunterbrechung Anfang November 2020 hat Vogelheim diesen inne, allerdings unter Vorbehalt. Aus acht absolvierten Spielen haben die Essener 18 Punkte geholt. 


Verfolger RuWa Dellwig kommt lediglich mit zwölf Zählern daher, hat aber auch noch drei Spiele weniger auf dem Konto. Mit der SG Schönebeck sieht Nachtigall außerdem noch eine weitere Mannschaft in der Verlosung. Die hat aktuell neun Punkte und vier Spiele weniger als Vogelheim auf dem Konto, trifft aber noch auf RuWa.

Nachtigall: "Mittlerweile habe ich keine Aufstiegshoffnung mehr"

Seit dem zweiten Lockdown ist der Wettstreit um Platz eins aber ohnehin auf Eis gelegt. "Mittlerweile habe ich keine Aufstiegshoffnung mehr. Wir wollten ja mal Anfang April weitermachen, das funktioniert nun wieder nicht", erklärte Nachtigall und wurde deutlich. "Von mir aus sollen sie die Saison annullieren und die Mannschaften da lassen wo sie sind. Um die Runde zu Ende zu bringen, müssten sehr viele Spiele nachgeholt werden. Dazu ist das Verletzungsrisiko groß. Wir bräuchten mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit", erklärte der 35-Jährige. 


Auch sein Fitnesszustand sei momentan nicht am Optimum, wie er zugab. "Ich genieße die Zeit mit meiner Familie und trainiere viel mit meinem Sohn", sagte Nachtigall. Sein Filius spielt in der U8 des FC Schalke 04. Trotz aller Widrigkeiten denkt Nachtigall, der am 20. April 36 Jahre alt wird, aber nicht ans Aufhören. "Ich will weitermachen. Ich fühle mich einfach gut."

RWE-Aufstieg für Nachtigall nicht mehr wahrscheinlich

Gut fühlte sich im Sommer 2020 auch Rot-Weiss Essen, die in der aktuellen Saison endlich den Drittliga-Aufstieg schaffen wollen. Bei einem Spiel weniger als Tabellenführer Borussia Dortmund II liegt RWE aktuell auf Platz zwei der Regionalliga West. Der Abstand beträgt allerdings schon neun Punkte. "Als alter Essener Junge hoffe ich natürlich auf den Aufstieg. Ehrlich gesagt sehe ich aber am Ende den BVB II und nicht RWE auf Platz eins", sagte Nachtigall. 


Den Hauptgrund dafür sieht er in vermeidbaren Punktverlusten. "Die zwei Unentschieden gegen den SC Wiedenbrück oder das 1:2 gegen Rot Weiss Ahlen dürfen einfach nicht passieren. Ich bin nicht der Erste, der das sagt, aber die Meisterschaft gewinnt man über die Kleinen", erklärte er. 

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