Vor dem Auswärtsspiel Rot-Weiss Essens beim Wuppertaler SV hat sich Trainer Christian Titz für die Unterstützung finanziell angeschlagener Vereine ausgesprochen.

SGW, WSV & Co.

RWE-Trainer Titz wünscht sich Hilfe für Teams in Finanznot

Chris McCarthy
08. November 2019, 15:01 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Vor dem Auswärtsspiel Rot-Weiss Essens beim Wuppertaler SV hat sich Trainer Christian Titz für die Unterstützung finanziell angeschlagener Vereine ausgesprochen.

Erst vor zwei Wochen musste die SG Wattenscheid 09 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ihre Mannschaft aus der Regionalliga West abmelden. Doch auch andere Vereine gehen auf dem Zahnfleisch. So beispielsweise die Sportfreunde Lotte oder der Wuppertaler SV, kommender Gegner von Rot-Weiss Essen.

„Die Insolvenz ist unser ständiger Begleiter“, sagte WSV-Vorstandssprecher Alexander Eichner nach dem Wechsel in der Führungsriege im März. Seitdem hat der Verein insgesamt vier finanzielle Engpässe zu bewältigen gehabt.

Titz fordert Unterstützung

Am Sonntag kommt RWE-Trainer Christian Titz als Gegner in das Stadion am Zoo. Nichtsdestotrotz hofft auch er, dass es beim Wuppertaler SV nicht zum absoluten Ernstfall kommt: „Ich würde es sehr bedauern, wenn eine weitere Mannschaft den Rückzug antreten müsste“, erklärte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel und animierte dazu, betroffene Klubs mehr zu unterstützen: „Ich kann nur jeden animieren, dass wir gewarnt sind und die Antennen ausfahren, denn Fußball hat letztendlich auch mit Solidargemeinschaft zu tun und wenn es solche Mannschaften gibt, dann kann man vielleicht im Vorfeld Hilfe anbieten und Lösungsansätze finden.“

Bereits nach dem Rückzug der Regionalligamannschaft der SG Wattenscheid 09 hatte sich RWE-Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig kritisch über den Westdeutschen Fußballverband geäußert: "Beim Stichwort Lizenzierung wird in der Regionalliga so getan, als seien wir vor 20 Jahren stehen geblieben. Das ist skandalös. Der Verband ist in der Verantwortung, den Wettbewerb zu schützen.“

Vor dem Derby am Sonntag muss und will sich Titz allerdings auf das Sportliche konzentrieren. Das rücke ihm, auch nach der Spielabsage des SC Verl, dieser Tage ohnehin zu sehr in den Hintergrund: „Ich muss mich auf meine Mannschaft konzentrieren und ich finde, dass es in den letzten Wochen sehr viele Nebenschauplätze gab, die wenig mit dem reinen Fußball zu tun haben und das sollte der Fokus sein.“

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09.11.2019 - 17:24 - Außenverteidiger

Stimmt. So sehe ich die Situation auch.

09.11.2019 - 15:41 - wb.

@Aussenverteidiger:
Klar, ohne eine funktionierende Selbstkontrolle in den Vereinen geht es nicht. In jedem kleinen Verein
wird die Kasse geprüft und es gibt keine Entlastung. Der Fussball braucht eben noch eine zusätzliche
Kontrolle.Das zeigen die Erfahrungen. Die 4.Liga als oberste Amateurklasse einerseits einzustufen,
andererseits aber den Markt zu ignorieren,was der Verband macht, geht gar nicht.
Den Vereinen,sollte es gelegen sein sich da geschlossen zu zeigen und eine wirtschaftliche
Überprüfung anzustreben,rechtzeitig.

Zu dem Thema "weniger Geld" sehe ich auch so.Auch deswegen habe ich das gerne gesehen und
begrüsst, dass jetzt so viele junge Spieler zu uns kamen. Auch eigentlich ein Hinweis für andere
Vereine,wie man es wirtschaftlich vernünftig angehen kann.Das kostet vielleicht mehr Zeit, spart
und bringt aber mehr.

Letztlich muss sich der Verband mal mucken. Bleibt zu hoffen, dass Wuppertal nochmal die Kurve
kriegt. Da sind sich alle einig.

09.11.2019 - 14:22 - Außenverteidiger

Ich meine es nur gut mit den Vereinen. Krankenversicherungen sind such solidarisch und gesetzlich für alle gleich festgelegt. Die Vereine sind wie Suchtkranke. Im Raum voller Alkohol, sollen sie den freiwilligen Verzicht erlernen. Denke die wenigsten schaffen eigenständig der Versuchung zu widerstehen. Verhält sich ähnlich mit der Verlockung auf die großen Geldpötte in den großen Ligen. Bin zudem für weniger Geld im Fußball, als für noch mehr Geld. Das Problem bleibt trotzdem das selbe. Ohne Regeln, kein geregelter Markt/Wettkampf.

09.11.2019 - 13:55 - Außenverteidiger

Sollte kein scharfer Angriff sein wb. Die einzige Möglichkeit sich solidarisch zu zeigen, wäre eine Lizenzierung. (Alle gleich.) Gerade weil die Vereine mitgliedergeführt sind, muss doch sowieso jedes Jahr eine Etatplanung durchgeführt werden. Sollte der Etat nicht gedeckt sein, wird dem nicht zugestimmt und die Vorstände nicht entlastet. (Zum inneren Beitrag) Zum äußeren Beitrag: Der Verband stimmt einem unterdeckten Etat nicht zu. So kann trotzdem in der Liga gestartet werden, nur mit Spielern, die in den Etat passen. Die Schulden entstehen nicht und maximal steht ein Abstieg zu buche. Ist im sportlichen Wettkampf nun einmal so. Besser als eine Insolvenz und ein Bangen um die Existenz. Kredite helfen dabei nicht und sorgen für das Gegenteil. Schuldenfrei ist doch noch niemand Pleite gegangen.

Mir gehts grundsätzlich darum: Ich kann nicht verstehen, warum ein Etat aufgestellt wird, der nicht gedeckt ist? Ich schau doch darauf, was ich an Sponsorenverträgen schriftlich vorliegen habe. Dabei dürfen wir die Steuer nicht vergessen. Keine Buchung ohne Beleg gilt bei jeder Betriebsprüfung durch das Finanzamt. So wird doch der Verein geschützt oder nicht?

Was wäre denn, wenn Wuppertal mit Bölster 0,5 mio € extern bekommen hätte? Die wären doch genauso weg gewesen. Wie ich schon des öfteren geschrieben habe, ob 2 Euro oder 2 Milliarden. Wer nicht wirtschaften kann, hat auf jeder Ebene Probleme.

Ich bin nicht beim Überdingen, sondern kann seine Sichtweise lediglich verstehen. Das heißt nicht, dass ich diese Sichtweise teile.

09.11.2019 - 13:14 - knallroteressener

Mein Fr...... Überdingen watt bis du nur fürn Knaller

09.11.2019 - 12:44 - wb.

@Außenverteidiger:Du solltest die Berichte auch lesen, bevor Du irgendwas rausschmeisst.
Deinen zweiten Absatz kannst Du komplett vergessen.

Man sollte nach C.T. anderen Vereinen mit Schwierigkeiten schon im Vorfeld
helfen und Lösungsansätze finden. Natürlich bezieht sich das konkret auf
die Entwicklung in unserer Liga.

Da dazu nichts weiter angegeben ist,ist die Frage offen. Ja,M.Uhlig hat die
Lizensierung eingebracht.Und rückblickend muss man sagen, Wat09 und auch
der WSV, vielleicht aber auch andere (Lotte)hätten möglicherweise keine
Lizenz erhalten..

Aber C.T. sagt Vorfeld.Also was kann man tun,solidarisch,um den Vereinen
zu helfen, wenn sie im Vorfeld einen Etat aufstellen müssen und die Deckung
einfach fehlt?
Eine Art Insolvenzversicherung,in die jeder Verein der Liga einzahlt?Oder was?
Eine Art Solidarkasse?Gibt es sonst noch gemeinschaftliche Lösungen?

Stand heute könnte auch RWE evtl. Kredite verschaffen. Aber das kann doch wohl nicht
Sinn der Sache sein.

Also die Sprüche vom Boot, in dem alle sitzen, helfen da nicht weiter und sind
scheinheilig.

Hast Du da was beizutragen ausser Beleidigungen,RWE-Fan Nr.1???Man kann keinen
"Kapitalsport "vergöttern und gleichzeitig von Solidarität sprechen. Das ist ein
Widerspruch in sich!

09.11.2019 - 10:32 - Du schöner RWE

@überdingen, einfach nur zum fremdschämen. In erster Linie sind ja wohl die Fans der betroffenen Vereine ins Tal der Tränen versetzt.

09.11.2019 - 09:26 - Außenverteidiger

@wb: Sprichst du alle Vereine an? Dann würde sich ein allgemeines Regelwerk anbieten.

Überdingen hat im Kapitalsport Fußball recht. Bin nicht bei dir, weil ich Fußballfan bin. RWE hat zwar drei Punkte verloren, allerdings sitzen wir im selben Boot. Auf den kleinen Teil kommt's nicht mehr an. Es geht um's große Ganze. Hoffe du liest keine Bild oder noch schlimmer: Facebooknachrichten/Videos/Artikel. Da wäre Youp*n qualitativ gleichwertig.

08.11.2019 - 23:34 - wb.

Nix kapiert.

08.11.2019 - 22:58 - Überdingen

Ja wäre für den eigenen Verein natürlich wiedermal Scheiße wenn man am Ende wieder alle Punkte abgezogen bekommt.....da kann man ma über Hilfen im Vorfeld nachdenken um seinen eigenen Arsch zu retten.

08.11.2019 - 18:53 - RWE_OB

Titz bester Mann

08.11.2019 - 18:43 - wb.

Was für Hilfe?Die Entwicklungen zeigen doch dass innerhalb der Vereine eine
funktionierende Kontrolle notwendig ist wenn es um Ausgaben geht.
Eine Solidarkasse,Versicherung etc.?Ja,könnten dann die Trainer,Spieler und
die Berater zuerst mal alle einzahlen.

08.11.2019 - 15:16 - rotweissmarkus

Essen bezahlt alles, kommt mir bekannt vor .