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RWE-Torjäger beendet Mini-Krise: Hohe Belastung ist keine Ausrede

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Gegen Lotte erzielte Simon Engelmann seinen 28. Saisontreffer.
Foto: Tillmann.

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen feierte beim 5:2 gegen die Sportfreunde Lotte einen gelungenen Heimabschluss. Torjäger Simon Engelmann erzielte seinen 28. Saisontreffer.

Simon Engelmann ist der beste Stürmer bei Rot-Weiss Essen seit dem Abgang von Sascha Mölders, der zwischen 2008 und 2009 satte 42 Treffer in 55 Partien für RWE erzielte. Engelmann hat ebenfalls eine beeindruckende Statistik vorzuweisen. In 47 Pflichtspielen traf er 36 Mal. Insgesamt war er an 47 Treffern direkt beteiligt.

Doch wie bei einigen anderen Spielern, ist auch beim Stürmer ein Leistungsabfall gegenüber der Hinrunde zu erkennen. Während der 32-Jährige vor der Winterpause 18 Liga-Treffer erzielte, waren es in der Rückrunde “nur“ noch zehn – zwei davon per Elfmeter. Ein Spiel steht noch aus – am 05. Juni ist RWE zu Gast bei Wegberg-Beeck.

Top-Torjäger wirkte überspielt - über 4000 Minuten in den Knochen

Der Top-Torjäger der Regionalliga West wirkte in den letzten Wochen etwas überspielt. Er ließ in der Rückrunde einige Groß-Chancen ungenutzt und verschoss gleich drei Elfmeter. Man merkt, dass dem Routinier das Selbstvertrauen aus der ersten Saisonhälfte fehlt. Trotzdem ist der Goalgetter stets an vielen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt und glänzte auch als Vorbereiter.

Dass Engelmann nicht mehr an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen konnte, liegt auch an der hohen Belastung. Der Angreifer stand in 47 von 48 Pflichtspielen unter Trainer Christian Neidhart in der Startelf und spielte insgesamt über 4000 Minuten – einzig beim 5:0-Sieg in Wermelskirchen wurde er geschont. Nur Abwehrchef Daniel Heber hat in diesem Zeitraum noch mehr Minuten absolviert als Engelmann.

Beim letzten Liga-Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte platzte der Knoten bei Engelmann. Nach einem Steilpass von Dennis Grote erzielte er den Treffer zum 5:2-Endstand. Zuvor hatte der Stürmer drei Liga-Spiele in Serie nicht getroffen. „Die letzten Wochen habe ich schon die eine oder andere Chance liegen lassen. Da hatte ich nicht mehr die Leichtigkeit vor dem Tor. Vielleicht haben auch die nötigen Körner gefehlt, weil ich jedes Spiel gemacht habe. Das möchte ich aber nicht als Ausrede gelten lassen, wir sind Profisportler“, erklärte der Torjäger. „Ich kann das schon ganz gut einschätzen. Davor hatte ich eineinhalb Jahre eine überragende Quote und fast mehr Tore als Spiele. Mir war klar, dass irgendwann auch mal eine Phase kommt, wo ich ein paar Spiele nicht treffe.“

Engelmann schoss RWE bis ins DFB-Pokal-Viertelfinale – lieber Aufstieg als Torjägerkanone

Insgesamt ist der 32-Jährige in seiner ersten Saison bei Rot-Weiss Essen voll eingeschlagen. Wenn die RWE-Fans an die Leistungen von Engelmann in der Spielzeit 2020/21 zurückdenken, werden wohl nicht die verschossenen Elfmeter oder vergebenen Groß-Chancen in der Rückrunde im Gedächtnis bleiben, sondern die zahlreichen wichtigen Tore – gerade in den Pokal-Wettbewerben.

Mit einem Dreierpack gegen den 1. FC Kleve schoss er seine Mannschaft zum Niederrheinpokal-Sieg und trug maßgeblich zur Qualifikation für den DFB-Pokal bei. In diesem Wettbewerb folgte dann die Engelmann-Show: Gegen Arminia Bielefeld erzielte er das Siegtor, gegen Fortuna Düsseldorf den Führungstreffer, bevor er im Achtelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen mit seinem Tor in der 117. Minute eine der größten Pokal-Sensationen der letzten Jahre besiegelte.

Zudem führt Engelmann mit 28 Treffern mal wieder die Torschützenliste in der Regionalliga West an. Dass der Familienvater zum dritten Mal in Folge Torschützenkönig wird, ist nur noch Formsache. „Das ist mir nicht wichtig. Ich würde viel lieber aufsteigen. So wie es aussieht, bekomme ich wieder die Torjägerkanone und nicht den Aufstieg. Das ist schon bitter. Wir hoffen natürlich, dass Dortmund gegen Homberg oder Bergisch Gladbach patzt. Wenn am letzten Spieltag noch alles möglich ist, wird es ein heißer Tanz. Leider haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand“, sagte Engelmann.

Top-Torjäger der Regionalliga West: Platz 1: Simon Engelmann (RWE) 28 Tore Platz 2: Steffen Tigges (BVB II) 20 Tore Platz 3: Serhat Koruk (Bergisch Gladbach) 19 Tore

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Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Borussia Dortmund II 40 27 12 1 94:31 63 93
2 Rot-Weiss Essen 40 27 9 4 90:28 62 90
3 SC Preußen Münster 40 23 9 8 70:39 31 78
4 SC Fortuna Köln 40 18 12 10 66:48 18 66
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Rot-Weiss Essen 20 18 2 0 62:13 49 56
2 SC Preußen Münster 20 15 4 1 41:14 27 49
3 Borussia Dortmund II 20 12 7 1 51:21 30 43
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Borussia Dortmund II 20 15 5 0 43:10 33 50
2 Rot-Weiss Essen 20 9 7 4 28:15 13 34
3 SC Wiedenbrück 20 9 7 4 33:21 12 34
4 SC Preußen Münster 20 8 5 7 29:25 4 29

Rot-Weiss Essen

42 A
FC Wegberg-Beeck
Samstag, 05.06.2021 14:00 Uhr
0:2 (0:2)
42 A
FC Wegberg-Beeck
Samstag, 05.06.2021 14:00 Uhr
0:2 (0:2)

Torjäger

Rot-Weiss Essen

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