Oguzhan Kefkir (28) ist mit sechs Treffern der erfolgreichste Essener Torschütze in der laufenden Regionalliga-West-Saison. Für den 28-Jährigen ist ein richtig gutes Halbjahr zu Ende gegangen, wie er im RevierSport-Interview erzählt. 2020 soll noch einmal eine Steigerung her.

RL West

RWE: Kefkir über den Aufstiegskampf, die Fans und das KFC-Trainingscamp

15. Januar 2020, 08:45 Uhr

Oguzhan Kefkir vor dem Essener Mannschaftshotel Elba Costa Ballena. Foto: Wozniak

Oguzhan Kefkir (28) ist mit sechs Treffern der erfolgreichste Essener Torschütze in der laufenden Regionalliga-West-Saison. Für den 28-Jährigen ist ein richtig gutes Halbjahr zu Ende gegangen, wie er im RevierSport-Interview erzählt. 2020 soll noch einmal eine Steigerung her.

Oguzhan Kefkir, als Beobachter bekommt man den Eindruck, dass die RWE-Spieler die harten Trainingseinheiten locker wegstecken. Ist das wirklich der Fall?
Nein. Wir ziehen alle die Einheiten richtig gut durch. Dass es am Dienstag richtig hart wird, hatte der Trainer schon prophezeit. Ich denke, dass wir aber trotzdem mit viel Spaß bei der Sache sind. Es ist eine positive Anstrengung, positives Leiden. Aber am Abend fallen wir todmüde ins Bett.

Trainer Christian Titz hatte den Spielern nach den Vormittagseinheiten einen kurzen Schlaf empfohlen. Wie verfahren Sie mit dem Tipp des Trainers?
Ich gehöre nicht zu den Spielern, die ein Nickerchen halten. Klar, ich lege mich auch auf das Bett und gönne meinem Körper die notwendige Erholung, schlafe aber nicht ein. Wenn ich das tun würde, dann wäre ich noch kaputter und müder (lacht). Wir sind nach den Einheiten dann mit mehreren Leuten auf dem Zimmer. Jeder hat da seine Gruppe. Es können ja nicht alle 26 Mann auf einem Zimmer hocken. Ich habe für die Jungs sogar eine PlayStation mitgebracht, aber der Fernseher spielt nicht so mit, wie wir es wollten. Das ist schade. Aber so viel Freizeit haben wir ja sowieso nicht (lacht).

Haben Sie eigentlich mitbekommen, dass Ihr Ex-Klub KFC Uerdingen nach nur zwei Tagen sein Trainingscamp abgebrochen hat?
Ja, ich habe das mitbekommen. Ich selbst habe da nur noch sporadisch Kontakt zu Rene Vollath, Alexander Bittroff oder Christian Dorda. Das sind ja beim KFC noch die einzigen Spieler, mit denen ich in die 3. Liga aufgestiegen bin. Wie auch immer: Ich freue mich jedenfalls, dass wir hier perfekte Möglichkeiten zum Trainieren haben.

Wie wichtig kann so ein Auslands-Trainingslager am Ende der Saison werden? Es ist ja nicht Ihr erstes Trainingslager.
Wir waren mit dem KFC in der Regionalliga-Saison unter Michael Wiesinger in der Türkei. Ich würde immer ein Trainingslager beziehen, wenn es finanziell möglich ist. Diese Woche schweißt eine Mannschaft noch enger zusammen. Vielleicht lernt man den einen oder anderen noch anders, besser kennen. Dadurch kann ein Trainingslager am Ende ein paar Prozente Unterschied ausmachen.

Zu Beginn der Rückserie stehen direkt drei wichtige Spiele an. Sind das schon sozusagen Partien mit Endspiel-Charakter?
Klar, der Heimspiel-Doppelpack ist sehr wichtig. Rödinghausen und Oberhausen gehören ebenfalls zur Spitzengruppe. Aber wir konzentrieren uns erst einmal auf das Spiel gegen Köln II. Es macht keinen Sinn schon jetzt auf Rödinghausen oder Oberhausen zu schauen. Es ist aber kein Geheimnis, dass wir in der Restrunde die direkten Duelle für uns entscheiden wollen. Wenn wir die Lücke schließen wollen, dann sollten wir in den diesen Duellen drei Punkte holen.

Fünf Siege, drei Niederlagen: Die Heimbilanz hört sich nicht gerade stark an. Wie erklären Sie sich diese Heimschwäche?
Mir ist es eigentlich egal, ob wir zuhause oder auswärts drei Punkte holen. Die Hauptsache ist doch, dass wir die Siege einfahren - egal wo. Ich schaue sowieso nicht auf die Heim- oder Auswärtstabelle. Es gibt nur die Gesamttabelle. Aber natürlich wollen wir daheim an der Hafenstraße stabiler werden. Unsere Fans haben im eigenen Stadion noch mehr Punkte verdient.





Wie lange hat Sie die Niederlage im letzten Spiel des Jahres gegen Homberg noch beschäftigt?
Das habe ich schon eine Woche lang mit mir herum getragen. Das Spiel hat richtig genervt, es nervt immer noch. Deshalb können wir den Start auch noch kaum abwarten. Wir wollen mit einem positiven Erlebnis in das neue Jahr starten und das Homberg-Spiel vergessen machen.

Wie blicken Sie auf das Jahr 2019 zurück und welche Ziele verfolgen Sie für 2020?

Das Jahr begann sportlich mit einem Tief. Beim KFC lief es für mich nicht mehr gut. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass der Wechsel nach Essen geklappt hat. Wie man sieht, war das genau der richtige Schritt. Ich fühle mich in Essen pudelwohl und muss im Nachhinein froh sein, dass Uerdingen mich nicht mehr wollte. Privat war das Jahr natürlich sehr gut. Ich habe geheiratet und eine schöne Feier gehabt. Etwas Schöneres als eine Hochzeit gibt es fast nicht. Ich hoffe, dass es privat weiter so gut läuft und das Jahr 2020 sportlich gesehen noch besser sein wird. Ich will meine Torquote weiter verbessern und noch mehr Tore vorbereiten.

Damit können Sie schon am Mittwoch im Testspiel gegen Würzburg anfangen. 200 Fans werden RWE dann wohl unterstützen...
Das ist Wahnsinn! Es hört sich unnatürlich an. Dass 200 Fans zu einem Testspiel im 2600 Kilometer entfernten Andalusien aus Essen anreisen - das ist schlichtweg unfassbar. Das habe ich bisher noch in keinem Trainingslager so erlebt. Wir haben bei RWE verrückte, geile Fans. Ich bin stolz darauf, dass ich diesen tollen Verein repräsentieren kann.

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15.01.2020 - 19:17 - Labernich

Hömma ihr drei Knalltüten vonne Tankstelle, wat maßt ihr euch eigentlich an? Velleicht dürft ihr bei Rewe, in eurer krefelder Provinz, die Regale auffüllen, für mehr wird es bei doch nicht reichen. Von so einem Talent wir Kefgier es hat, könnt ihr nur träumen, ihr armen Würstchen.

15.01.2020 - 19:02 - fragorn

Also lieber grüner oder auch grauer IT vom REWE, ohne Telefon, der sein zu Hause sucht, was für ein Körperteil bist du eigentlich offiziell? Die Vagina einer Ziege? Oder der Anus eines Schafes? Bitte verrate es uns? Wir sind schon ganz gespannt auf deine Antwort dazu!

15.01.2020 - 18:47 - Doc RWE

Der äußert sich in erster Linie über sich selber. Und da Kefkir bis vor einem halben Jahr in Uerdingen gespielt hat auch darüber. Weiß nicht wo da ein Problem ist. Aber mit deinem komischen Rewe Geschwafel kommst Du Dir ja ganz schön toll vor. Find's nicht besonders kreativ und witzig schon garnicht. Aber hauptsache Du kannst drüber lachen. Wenigstens einer. War auch mein letzter Kommentar den ich Dir widme Ingo. Viel Spaß noch bei Deinen weiteren Versuchen witzig zu sein. Mehr als mein Mitleid gibt's nicht für Dich.

15.01.2020 - 16:55 - Ingo Thomas vom REWE

Nee WB da vertust du dich. Kefkir äußert sich, wie in der Überschrift unschwer zu kennen ist, über andere Vereine und wie froh er doch ist wieder in die Regionalliga spielen zu dürfen. Für die 3.Liga hat es nicht mehr gereicht sonst würde er nicht beim REWE kicken.

15.01.2020 - 16:03 - wb.

schön, dass immer wieder auswärtige kritiker zu uns
stoßen um ihre weisheiten loszuwerden .aber erst nachdenken,
dann schreiben!wo die leistung stimmt, gibt's keine leeren
floskeln, ne?

15.01.2020 - 14:16 - Ingo Thomas vom REWE

Dieser Kommentar wurde entfernt.

15.01.2020 - 14:12 - Ingo Thomas vom REWE

@Ronaldo20: Ja der ist bestimmt toooooootal froh jetzt endlich wieder in der Regionalliga zocken zu dürfen nachdem es in der 2. und 3.Liga nicht geklappt hat. Aber du hast recht, damit passt er ganz gut zum REWE!

15.01.2020 - 13:31 - Ronaldo20

Man ist der froh endlich bei einem richtigen Verein zu spielen
Und nicht bei der Russenmafia

15.01.2020 - 13:27 - Bierchen

Kaum in der "Modestadt" Düsseldorf parlen die vom Konstrukt Plasatikow Ürdingensbumms von "Haute Couture".
Scheint aber auch nötig um euer sackähnliches Trikot irgendwie tragbar zu bekommen.

15.01.2020 - 10:12 - chippolueg

...und wir sind stolz darauf, dass Du für uns kämpfst, lieber Oguzhan! (auch wenn die Nebenleute nicht immer mitziehen ;)

15.01.2020 - 10:06 - Vok

Mal im Ernst: Ötzi steht das Rot überhaupt nicht. Sieht aus wie eine dicke Halmafigur. Kein Vergleich zu den blau - roten Streifen, wahre Haute Couture!