14.09.2018

Uhlig verrät

"RWE hat die meisten Sponsoren in der Liga"

Foto: Michael Gohl

Beim Fußballtalk der WAZ und der Privatbrauerei Stauder verriet Essens Vorsitzender Marcus Uhlig, was er von der Pröger-Sperre hält und warum es richtig war, keine Verstärkung mehr zu holen.


Uhlig über…

…den Saisonstart: „Wir wollten nicht so schnell der Musik hinterherlaufen, wie in den letzten Jahren. Ein Fünftel der Saison ist jetzt gespielt, wir sind gut reingekommen, nicht mehr und nicht weniger. Jetzt wollen wir alles unternehmen, um das auszubauen und lange oben dabei zu bleiben.“

…die Personalsituation: „Vor ein paar Wochen hieß es noch: ‚Habt ihr nicht zu viele Offensivspieler?‘ Heute muss man sagen: Gott sei Dank haben wir das so gemacht. Wir haben nun aber Dinge erlebt, die man nicht planen kann. Unser Trainer Karsten Neitzel hat trotzdem betont, dass dieser Kader das totale Vertrauen bekommt. Jeden Tag beobachten wir den Markt. Auf der anderen Seite kommen die jetzt ausfallenden Spieler irgendwann auch wieder zurück. Dann haben wir einen großen Kader, in dem alle bewegt werden wollen. Die Wahrscheinlichkeit unzufriedener Spieler ist dann sehr groß. Es ist allerdings auch richtig, dass nicht all zu viel mehr passieren darf. Stand jetzt werden wir personell nichts machen.“

…die vier Spiele Sperre für Kai Pröger: „Ich glaube auch, dass man da keine Rote Karte geben muss. Wir diskutieren, ob und welche Möglichkeit wir ergreifen werden.“

…die finanzielle Situation: „Wir haben viele Freunde, Partner und Sponsoren. Wir gehören allerdings zu den ganzen wenigen Klubs, die sich aus dem operativen Geschäft finanzieren. Wir haben halt keinen großen Onkel an der Seite wie andere. Ein klassischer Mäzen, wie wir ihn bei anderen Vereinen auch in unserer Liga erleben, würde in Essen jedoch nicht funktionieren und das kann auch nicht das Ziel sein.“

…Sponsoren: „Rot-Weiss Essen hat sicherlich die meisten Sponsoren in der Liga, aber in der Spitze fehlen uns Partner mit einem größeren Volumen. Draußen scheint es ein Bild zu geben, dass wir schlafen. Sponsoren-Akquise ist ein knallhartes Geschäft. Was wir erlösen, ist schon ganz gut. Trotz der schwierigen Jahre sind die Einnahmen recht konstant, vielleicht sogar leicht steigend. Aber es ist nicht so einfach, dass wir irgendwohin fahren und sofort für 50.000 Euro eine Bande verkaufen. Die Jungs im Vertrieb sind dran und machen da gute Arbeit.“

RWE in fünf Jahren: „Das Ziel muss sein - und da braucht man nicht zu diskutieren - alles dafür zu tun, zeitnah aufzusteigen. Aber das kann man nicht planen, sondern nur daran arbeiten, die Wahrscheinlichkeit für den sportlichen Erfolg zu erhöhen. Dieses Jahr gibt es für die gesamte Liga eine Riesenchance dadurch, dass der Meister direkt aufsteigen darf. Auf der anderen Seite sind wir gut damit gefahren, eins nach dem anderen zu erledigen. Das heißt: Gegen Verl wollen wir uns die Punkte zurückholen, die wir gegen Lippstadt liegengelassen haben. Wir denken Schritt für Schritt.“

…die Ausgliederung: „Wir haben das Thema ausgebremst, ohne zu sagen, dass es eine Kehrtwende gibt. Auf Dauer haben Vereine ohne strategischen Partner keine Chance. Dafür müssen wir jedoch auch erst mal Lösungen haben. Es gab immer wieder Interessenten, aber nichts Konkretes.“

…den Kontakt zu seinem Vorgänger Michael Welling: „Der Kontakt ist ganz gut, obwohl wir jetzt zwei, drei Wochen nicht mehr gesprochen haben. Hin und wieder telefonieren wir und schreiben uns.“

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14.09.2018 - 14:21 - Frankiboy51

10021 Sponsoren an jedem Heimspieltag

14.09.2018 - 13:22 - rwebvb

Alles richtig mit Viktoria. Man darf aber nicht vergessen, das der große Wurf bei uns nur gelingen wird, wenn man das Geld hat um nicht nur aufzusteigen, sondern auch genug Geld hat, um dann in der dritten Liga zu investieren. Was da dann auf uns zukommt, ist schon geldmäßig heftig siehe Uerdingen. Ich glaube nicht, das die Mannschaft gut genug ist für die dritte Liga, auch wenn vielleicht 3-4 neue Spieler verpflichtet werden. Es wird nicht ohne Großsponsor gehen. Viele kleine sind gut, aber damit kann man heute nicht mehr viel reißen, ist leider so. So ein Typ wie Wernze würde uns gut tun. Ausserdem kann die dritte Liga nur eine Zwischenstation sein. Oder will der Verein oder wir RWE-Fans 5-6 Jahre in der dritten Liga rumdümpeln? Der große Geldgeber muß jetzt kommen und nicht erst, wenn man vielleicht aufgestiegen ist. Ausserdem ist das Hoch-3-Projekt keine linke Sache um den Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. So ein Quatsch! Die dritte Saison läuft gerade, oder heisst der Schreiberling in Wahrheit Doc Emmett Brown?

14.09.2018 - 12:01 - Gutessen

Muß hier immer dieses möchtegern clübchen genannt werden. Bah ich bekomme Pickel wenn ich nur Viktoria höre. Bitte nicht mit Rot-Weiss-Essen in Zusammenhang bringen.

14.09.2018 - 11:44 - Du schöner RWE

100 % Zustimmung an Bahnschranke, das spüren im Moment auch die Fans. Sie kommen wieder in Scharen und wenn es so positiv weitergeht, ist da noch viel Luft nach oben, das macht uns so besonders.

14.09.2018 - 11:20 - Bahnschranke

Sehe ich anders .... wir sind dran .... der Aufstieg wird greifbar und wir sind eine Spitzenmannschaft. Dahin hat uns es gebracht und dies ist eine Entwicklung die nach Beständigkeit schreit. Falls es dieses Jahr nicht klappen sollte, weil die Viktoria den einen Platz vor uns stehen könnte, sind wir halt nächstes Jahr dran .... aber wir sind kein Mittelmaß mehr, wir spielen um den Aufstieg und steigen zwangsläufig in Kürze auf. Die Bewegung Hoch3 war definitiv eine Signalwirkung .... darf man nicht schlecht reden, nur weil sie die ersten 2 Jahre nicht gezündet hat.

14.09.2018 - 10:41 - Franky4Fingerz

Wenigstens gibt er zu, dass das HOCH3-Projekt nur eine linke Masche war den Fans die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Quasi ein Marketing-Gag, der von vielen ernst genommen wurde. „Das Ziel muss sein (...) alles dafür zu tun, zeitnah aufzusteigen. Aber das kann man nicht planen (...)".

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