14.09.2018

RL West

RWE gibt Sieg in Verl aus der Hand

Foto: Michael Gohl

Regionalliga-Spitzenreiter Rot-Weiss Essen ist am Freitagabend nicht über ein 1:1 (1:0)-Remis beim SC Verl hinausgekommen. In der zweiten Halbzeit spielte RWE schwach.

Rot-Weiss Essen bleibt Tabellenführer - aber das war auch schon vor dem Anpfiff klar. Ob die Führung nach dem 1:1 (1:0) beim SC Verl auch noch den Samstag übersteht, hängt von den Ergebnissen der Konkurrenz ab. Wenn die Kölner Viktoria im Spitzenspiel den SV Rödinghausen besiegen sollte, findet sich das Neitzel-Team in der Verfolgerrolle wieder.


Als die Partie um 19 Uhr losgehen sollte, standen noch vier Fanbusse der Rot-Weissen auf der A2 in einer Vollsperrung, die Gastgeber schenkten ihnen noch ein akademisches Viertelstündchen. Als dann endlich angepfiffen wurde, rissen die Gäste das Geschehen gleich an sich. Mit freundlicher Unterstützung von Verls Torhüter Robin Brüseke, der einen Flachabstoß genau in den Fuß von Benni Baier passte, der aus 25 Metern das leere Tor aber knapp verfehlte. Aber der Spitzenreiter machte auch in der Folgezeit die gegnerische Hälfte zur Haupt-Verkehrszone, der Tabellensechste begegnet dem Gast aus Essen mit gehörigem Respekt.

Baiers beherzter Abschluss bringt RWE in Führung

Erst nach 20 Minuten änderten sich ein wenig die Kräfteverhältnisse, begünstigt durch Essener Nachlässigkeiten: Einen zu kurzen Rückpass von Kevin Grund klärte Philipp Zeiger in höchster Not ins Seitenaus (23.), drei Minuten später verfehlte der Lange einen Pass in den Strafraum, Patrick Kurzen schlug einen Haken um Grund, sein Schuss landete aber am Außenpfosten. Glück gehabt.

Doch danach riss Rot-Weiss das Spiel wieder an sich. Mit Erfolg: Schneller Konter über Scepanik, links rausgespielt auf Baier, der mit seinem linken Vollspann beherzt abschloss: 0:1 (34.). Nun ging die Verler Ordnung in der hochgelobten Abwehr etwas verloren, nur zwei Minuten später hätte Baier fast noch eins draufgelegt, doch sein Effetschuss aus 20 Metern verfehlte das Ziel hauchdünn. Nach 40 Minuten die zweite gefährliche Chance für Verl, der zweite Alutreffer: Diesmal traf Daniel Hammel aus rechtem Winkel die Latte. Dennoch, die Führung von RWE war aufgrund des dominanten Auftretens zur Pause verdient.

Zu passiv nach der Halbzeit

Etwas mutiger und entschlossener kehrten die Verler aus der Kabine zurück, aber ihr Angriffsspiel war zu durchsichtig, um die RWE-Abwehr vor ernsthafte Probleme zu stellen, in der Daniel Heber nach seiner Gehirnerschütterung rechtzeitig wieder fit geworden war und eine tadellose Leistung bot. Die Roten setzten nun mehr auf Konter. Als sich Florian Bichler auf der rechten Seite mal gegen Drei behaupten konnte, fand seine Flanke aber nur Torhüter Brüseke (53.). Aber der Druck vor dem Tor von Lukas Raeder nahm nun zu, eine Anzahl von Ecken flogen vor sein Tor. Und nach 63 Minuten war es passiert: Nach einem Eckball rutschte Timo Brauer aus, dahinter lauerte Ron Schallenberg und vollendete ins linke Eck: 1:1. Die Quittung für eine etwas passivere Spielweise nach dem Wechsel.

Auch in der Folgezeit fiel es den Essenern schwer, wieder einen Gang hoch zu schalten, der Weg zum gegnerischen Tor blieb versperrt. In der Schlussphase fighteten beide Teams verbissen um den einen Punkt. Ein Zähler, mit dem die Rot-Weissen am Ende leben konnten.

Autor: Ralf Wilhelm

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17.09.2018 - 13:37 - Du schöner RWE

Keine Einwände dazu, neigefraiche. Der 1 FC Köln, S 04, BVB, E. Framkfurt, Kaisreslautern und ein paar mehr hätten auch vermutlich vergleichbare oder sogar noch höhere Zuschauerzahlen in der Regionnalliga. Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Leidesnweg vom RWE unglich länger ist wie bei allen verleichbaren Traditionsvereinen, die in der Regionnalliga oder noch tiefer versunken sind und dafür ist der Zuschauerschnitt phänomenal. Und die armen RWO-Fans, die uns darum beneiden und dafür haten, sehen zu ihren Verein in Sachen Tradition keinen Unterschied. Unsere Gegner in der Regionalliga West schon, das sieht man bei den Zuschauerzahlen heim wie auswärts.

16.09.2018 - 19:45 - neigefraiche

Zitat: "Eine Übermannschaft gibt es diese Saison nicht. Auch V. Köln ist davon weit entfernt." - Kann ich so zu diesem Zeitpunkt unterstreichen. Viktoria ist aus bekannten Gründen leistungsmäßig derzeit bei grob geschätzt 60%. Können diese Leistungshemmer abgestellt werden, das tut i.d.R. die Zeit von selbst, dann nähert sich Viktoria zweifelsohne an die Form der beiden letzten Saisonendphasen an. Wer heute in der Liga noch nicht am Limit spielt, kann mithalten. Sehe aber niemanden, der sich aufdrängt. Dazu ist das Verfolgerfeld, in dem jeder jeden schlagen kann, zu dichtgedrängt Zitat: "Der einzige Vorteil den Rot-Weiss hat, ist das sie die tollen Fans im Rücken haben, nur das müssen sie auch nutzen. Das wird der komische Kölner club auch nie haben" - Die einen sagen, Geld schießt keine Tore, man kann aber auch sagen, Fans schießen gleichfalls keine Tore, selbst wenn sie besonders sein sollen. Zitat: "Hört doch mal auf mit 3 Club in Essen oder 10 größte Stadt. Der Zuschauerzuspruch beim RWE ist sensationell für die 4. Liga und sucht seines Gleichen" - Ein 1. FC Köln würde auch in der Regionalliga die Hütte voll bekommen, ein Zuschauerdurchschnitt von 40.000+, darunter 20.000 Dauerkarteninhaber. Dem Kölschen ist es an sich egal in welcher Liga er abfeiert. Lediglich die Erwartung besserer Zeiten muss vom Verein erfolgreich suggeriert werden. Ist das so, dann kann der Kölsche extrem leidensfähig sein.

15.09.2018 - 17:37 - Du schöner RWE

Hört doch mal auf mit 3 Club in Essen oder 10 größte Stadt. Der Zuschauerzuspruch beim RWE ist sensationell für die 4. Liga und sucht seines Gleichen. Heute in Aachen 4100, man könnte hier zig andere Beispiele nennen. Ich verstehe nicht, dass das von allen Fans gleichermaßen anerkannt wird. Jeder generische Trainer siehst als Spiel des Jahres, die gegnerische Teams freuen sich wie Hulle und bei jedem Auswärtsspiel machen wir die gegnerischen Stadion voll, alle profitieren, dass ist aber gleichermaßen unser größtes Handicap.Wir haben gegen V. Köln alle Nachteile auf unserer Seite (weniger Geld, ein Spiel gegen V. Köln ist für die gegnerischen Mannschaften weniger motivierend, die Schiedsrichetr lassen sich beeindrucken von der Kulisse, gegen V. Köln sind bei den Spielen kaum mehr Zuschauer ). Und unsere Fans sind einfach besonders, besonders leidensfähig, besonders emotional, besonders hungrig nach mehr, besonders treu. mehr aber auch nicht, aber was bitte schön ist daran zu relativieren oder wofür sollen wir uns da entschuldigen.

15.09.2018 - 12:36 - Frömberg6

Wenn man das auftaktprogramm sieht, ist RWE im Soll. Nicht mehr und nicht weniger. @Gutessen.: sehr dumme Bemerkung. Wieviele Fans hat den der 3. Club in Essen?

15.09.2018 - 10:59 - Sch'tis

Und wenn ich schon wieder das fettgedruckte oben lese: Regionalliga-Spitzenreiter Rot-Weiss Essen ist am Freitagabend nicht über ein 1:1 (1:0)-Remis beim SC Verl hinausgekommen. //// Meine Güte, der Regionalliga Spitzenreiter befindet sich erst am 8. Spieltag. Nicht über ein, Gott, in und gegen Verl lassen auch andere gute Teams noch Punkte. Dazu, warum nur über ein 1:1 ??? Verl steht nicht umsonst mit oben, hat noch kein Spiel verloren.

15.09.2018 - 10:56 - Sch'tis

@OtmarStangl, hast Du in den letzten Jahren so viel Frust aufgebaut, weil Eure Truppe immer wieder in Sachen Saison Ziel "versagt" hat ?! Oder warum kommt zu jedem RWE Punktverlust dieser nix aussagende Mist ?! Kümmere Dich um Deine eigene Rama Truppe, falls trotzdem noch Zeit für sinnloses ist, gehe in den Kölner Dom und stecke ein paar Kerzen an.

15.09.2018 - 10:46 - Bahnschranke

Es gibt schon einen entscheidenden Unterschied. RWE ist ein Team und tritt auch so auf. Und vom Trainer bin ich jetzt schon völlig überzeugt ... der lebt und passt zu uns. Offensichtlich sehen das auch die meisten Fans so. Man hat das Gefühl, der Rückhalt ist nicht nur dem Tabellenplatz geschuldet, sondern der sichtbaren Einstellung. Und das ist m.M. schon lange nicht mehr so gewesen.

15.09.2018 - 10:13 - Herry 1907

Anhand des Spielplans könnte man vor Beginn der Saison erwarten, dass RWE bis etwa Ende September/ Anfang Oktober ganz oben mitspielen wird. Danach wird man sehen, ob es auch weiterhin für die oberen Ränge, denn dann kommen ausnahmslos Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. Meine Hoffnung ist, dass man Ende des Jahres noch in Reichweite von Patz 1 sein wird. Das wäre schön ein großer Fortschritt.gegenüber den letzten Jahren. Auch ist es absolut möglich aufzusteigen. Eine Übermannschaft gibt es diese Saison nicht. Auch V. Köln ist davon weit entfernt.

15.09.2018 - 10:05 - Gutessen

Der einzige Vorteil den Rot-Weiss hat, ist das sie die tollen Fans im Rücken haben, nur das müssen sie auch nutzen. Das wird der komische Kölner club auch nie haben.

15.09.2018 - 07:11 - Bacardicola

@OtmarStangl RWE hat selbstverständlich keine Übermannschaft, und bewegt sich auf ähnlichen Niveau wie 7 bis 8 andere Mannschaften, und mit aktuellem Personal sowieso. Eine Chance diese Saison ganz oben dran zu schnuppern, ist/war eh nur vorhanden wenn Viktoria auch nicht konstant punktet. Das mit den für RWE Verhältnisse schwerwiegenden Ausfällen ist schade, ausgerechnet jetzt :( Da ist jetzt erstmal durchmogeln angesagt !:)

15.09.2018 - 00:36 - OtmarStangl

Fakt ist: Angesichts eines in der Breite (allein gegen drei Aufsteiger) doch recht leichten Auftaktprogrammes ist zu konstatieren, dass RWE definitiv keine Spitzenmannschaft ist, und das wird sich auch nicht durch die Rückkehr der fehlenden Spieler ändern, denn auch deren Mitwirken (außer Freiberger) hat nicht die zwei Niederlagen verhindert. RWE ist guter Durchschnitt. Wenn Viktoria auch nur halbwegs zur Form findet, ist der Aufstiegszug bereits in der Winterpause längst abgefahren.

14.09.2018 - 22:32 - Red-Whitesnake

Man hat auch in der zweiten Hälfte nicht mehr viel gemacht. Und so um das Tor gebettelt. Was auch heute oft sehr schade war, dass es da immer wieder viele, leichte Abspielfehler gab und Angriffe nie richtig zu Ende gespielt werden. Schade eigentlich... denn heute war in Verl mehr drin. Man muß aber auch sagen, dass die Verler in der zweiten Hälfte am Drücker waren. Zur Nummer 13 vom RWE... anfangen dürfte der die nächste Zeit bei mir nicht mehr. So gut oder soviel besser kann der doch gar nicht im Training sein, dass es eine Startaufstellung gegenüber anderen Spielern gerechtfertigt. Ist aber auch nur meine Meinung. Und ich habe auch mal gegen den Ball getreten.

14.09.2018 - 22:27 - Bacardicola

Die 2.Hz war nicht gut, daher war ein Unentschieden auch das höchste der Gefühle. Leider erinnerte dies wieder an die Vergangenheit, aber aufgrund z.Zt mangelnder personeller Alternativen wohl auch logisch, schade. Den Ausfall von drei etatmässigen Stürmern, würde man mit Sicherheit jeder Mannschaft anmerken.

14.09.2018 - 22:11 - Gutessen

Schade das alte Bild kommt immer wieder durch, es reicht nicht für 90 min.. Immer wieder lässt man nach und bekommt das Gegentor. Warum Lukas immer den Vorzug bekommt ist schon merkwürdig, langfristig ist es auch nicht gut für die Stimmung in der Mannschaft. Offentlich recht sich das nicht am Ende der Saison. Andere junge Talente kommen in den letzten 2 min. erst rein. Das ist doch ein Witz.

14.09.2018 - 21:57 - rotweissmarkus

Es zeigt sich mal wieder ohne Verstärkungen ist alles wie immer am Ende werden die Punkte abgegeben. Das warten auf die Verletzen ergibt keinen Sinn da sie zu lange brauchen um sich ein zu spielen .

14.09.2018 - 21:38 - Brückenschänke

Die dargebotene Leistung in der 2. Halbzeit war einfach schlecht. Wenn man als Tabellenführer zum Wechsel auswärts führt, muss man ganz einfach anders auftreten. Zum Spieler Lucas habe ich mich bislang noch nicht geäußert. Seinen Kritikern muss man leider aber recht geben. Trotz vieler Möglichkeiten in der Startelf zu spielen sieht man absolut keinen Fortschritt. Sein Zweikampfverhalten ist mangelhaft, ein Spielverständnis nicht wirklich erkennbar. Er schadet der Mannschaft mehr als er ihr hilft.

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