Seit über 30 Jahren ist Dirk Kindsgrab Fan von RWE. Bei der Mitgliederversammlung am 2. Juli ist er als Fanvertreter im Aufsichtsrat bestätigt worden. Wir haben mit ihm vor dem Saisonstart gegen den BVB II gesprochen.

RL West

RWE-Fanvertreter Kindsgrab: "Fankredit ist neu vergeben"

Stefan Loyda
24. Juli 2019, 17:00 Uhr
Foto: Stefan Loyda

Foto: Stefan Loyda

Seit über 30 Jahren ist Dirk Kindsgrab Fan von RWE. Bei der Mitgliederversammlung am 2. Juli ist er als Fanvertreter im Aufsichtsrat bestätigt worden. Wir haben mit ihm vor dem Saisonstart gegen den BVB II gesprochen.

Dirk Kindsgrab, wie groß ist die Vorfreude bei Ihnen auf die neue Saison? 
Meine Vorfreude ist schon immens. Ich glaube, dass wir aktuell einen stärkeren Kader haben als in den letzten Jahren. Insbesondere in der Breite sind wir besser aufgestellt. Zusätzlich haben wir einige Spieler dabei, die tatsächlich den Unterschied ausmachen können. Ich habe richtig Lust auf die neue Saison.

Sie gelten als Kandidat der Ultras bei der Position um den Fanvertreter im Aufsichtsrat. Wie sind dort die Reaktionen auf den Neubau bei Rot-Weiss Essen?
Die Vorfreude im sportlichen Bereich überwiegt im Moment die Skepsis. Skepsis gibt es, weil die wirtschaftlichen Hintergründe teilweise unklar sind. Ich bin im Übrigen aber von der Abteilungsversammlung der FFA (Fanförderabteilung, d. Red.) gewählt worden.

Was haben die Fans zum Auftakt geplant? Dürfen Sie da etwas verraten?
Es ist schon veröffentlicht, dass der Freitag zum Fahnentag ausgerufen wurde. Die Rot-Weiss-Fans sind aufgerufen, ihre Fahnen mitzubringen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns choreomäßig auch auf einen schönen Einstieg in die Saison freuen können.

Im Sommer gab es einen kompletten Neustart bei RWE. Ist auch bei den Fans alles wieder auf null gestellt?
Ich denke schon, dass von Fanseite der Kredit völlig neu vergeben wird für die kommende Saison und dass ein Großteil der Leute die Vergangenheit zunächst mal Vergangenheit sein lässt. Aber dass uns die Vergangenheit unter Umständen irgendwann wieder einholt, wenn die Saison nicht so verläuft, wie wir uns das wünschen und erhoffen, beim besten Willen, das kann ich mir schon gut vorstellen.

Christian Titz dürfte der größte Name sein, der seit Jahren als Trainer an der Hafenstraße gearbeitet hat. Hat er dadurch mehr Vertrauen als seine Vorgänger?
Er hat natürlich ein anderes Renommee und kommt mit einem anderen Hintergrund nach Essen. Und man muss sagen: Er hat sich beim Hüttenabend vor einigen Wochen, bei dem er sich den Fans vorgestellt hat, hervorragend präsentiert. Da war wirklich zu merken, dass wir einen Trainer verpflichtet haben, der fachlich von hoher Qualität ist. Und allein das hat vielen Leuten Vertrauen für die Zukunft gegeben.

Möglich wurde der Umbruch durch den strategischen Partner Sascha Peljhan. Wie denken die Ultras darüber, dass zumindest vorerst eine Ausgliederung für dieses Modell verhindert werden konnte?
Wie die Ultras das bewerten, kann ich nicht sagen, weil es die eine Meinung sicherlich nicht geben wird. Insgesamt kann man sagen, dass zunächst mal Freude vorhanden ist, dass jemand da ist, der uns sein Geld anvertraut.

Bei der Mitgliederversammlung hat der Vorsitzende Marcus Uhlig einige Vertragsdetails verraten. Warum sehen viele Ultras diese Partnerschaft dennoch so kritisch?
Es wurden lediglich einige Andeutungen gemacht. Näheres ist jedoch unbekannt geblieben. Es war von einem Darlehen die Rede, was aber notwendiger Weise zunächst eine Abhängigkeit in Form eines Rückzahlungsanspruchs ergibt. Diese bestehende Unsicherheit über die Einzelheiten erzeugt Ängste, die sich auch in der Fanszene breit machen. Gleichzeitig ist aber genauso klar, dass der Verein nicht alle Vertragsdetails offenlegen kann.

Auch dass sich Peljhan jetzt im Aufsichtsrat einbringt, wird kritisch gesehen. Warum?
Ich glaube, dass sich in diesem Zusammenhang zwei Problemkonstellationen ergeben haben. Zum einen hätte man im Vorfeld transparenter mit der Frage der Kandidatur an sich umgehen sollen. Zum zweiten hätte man die Möglichkeit zulassen müssen, Fragen zu stellen. Diese Unzulänglichkeiten im Prozedere wurden aber seitens der Gremien erkannt und können hoffentlich ebenfalls bei der "kleinen Mitgliederversammlung“ der FFA am 26. August behoben werden.

Im Gegensatz zu anderen Vereinen mit sogenannten Geldgebern hat Peljhan keine leitende Funktion. Da sind doch manche Ängste eigentlich übertrieben, oder?
Ich glaube, dass das Entscheidende war, dass im Vorfeld kommuniziert worden war, dass Sascha Peljhan keine Ämter anstrebt. Dann wurde er ohne Ankündigung als Kandidat für den Aufsichtsrat präsentiert. Dass er uns helfen kann mit seinem Know-How, davon bin ich ganz fest überzeugt. Ich glaube, man baut nicht so eine Marke wie Naketano auf, wenn man nicht sein Handwerk versteht. Von diesem Know-How können und sollten wir profitieren. 

Bei der Generalprobe gegen Offenbach waren Sie das erste Mal in der neuen Funktion im Stadion. Wie hat sich das angefühlt?
Ich habe das gemacht, was ich sonst auch gemacht habe. Ich hatte nur zusätzlich diesen Wichtigkeitsnachweis um den Hals hängen, was mir eher unangenehm war. Ich brauche kein Statussymbol in Form einer Arbeitskarte. Ich will weiter meinen Spaß haben und im Rahmen meiner Möglichkeiten den Verein unterstützen.

Haben Sie denn jetzt „mehr Freunde“, weil irgendwer heraushören möchte, was hinter den Kulissen passiert?
Das kann ich so nicht sagen. Es gab aber tatsächlich mehr Freundschaftsnachfragen bei Facebook (lacht).

Werden denn von Ihnen auch Berichte von den Sitzungen kommen, wie es Ihr Vorgänger Ralf Schuh immer gemacht hat?
Ich sehe mich weniger in der Position des Sprechers des Aufsichtsrates, sondern genau in der entgegengesetzten Richtung. Ich sehe mich eher als Vertreter der Faninteressen in dem Gremium, als nachher nach außen zu tragen, was denn intern besprochen wurde. Ich habe aber auch gesagt, wenn etwas Spruchreifes darzustellen ist, dann will und werde ich es in Absprache mit den anderen aus dem Gremium gegebenenfalls kommunizieren. Ansonsten werde ich aber meine Verschwiegenheitsverpflichtung wahren.

Glauben Sie, dass Ihnen diese Verschwiegenheitspflicht manchmal schwerfallen wird?
Ja. Es ist sicherlich nicht ganz leicht immer zwischen dem zu trennen, was man sagen kann und was man nicht sagen darf. Als Anwalt ist mir aber die Verschwiegenheitsverpflichtung durchaus bewusst. Meine Kumpel werden sich sicherlich in Teilen umstellen müssen, weil ich von Hause aus ein recht offener Typ bin und ich mich künftig in manchen Bereichen sicherlich etwas zugeknöpfter geben muss.

Was glauben Sie denn, wie das Spiel am Freitag ausgehen wird?
Wir hauen Dortmund weg: 4:1!

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Kommentieren

25.07.2019 - 12:52 - D.Ullmann

Fanfreundschaften? Was für ein Blödsinn. Die allermeisten RWE-Fans interessiert nur der eigene Verein und nicht ein abgehobener Bundesligist wie BxB.

25.07.2019 - 10:44 - rotweissliebe

Und wie kann ich einen Verein und seine Fans nicht mögen, der die gleiche Leidenschaft zu meinen blauen Freunden teilt? Das ist schon Grund genug!

25.07.2019 - 10:41 - rotweissliebe

Also ich bin seit 1972 leidenschaftlicher RWE - Fan und ob in Dortmund jemand Sympathien hat für uns, ist sch...ss egal. Trotzdem mag ich den BVB, ihre Art Fissball zu spielen, die kompetente Vereinsführung und viele Spieler aufgrund ihrer Art zu spielen. Deshalb liebe ich meinen RWE nicht einen deut weniger. Ich bin auch ab und zu bei Spielen in Dortmund oder Gladbach, deswegen fühle ich mich nicht als Verräter! Ab Freitag zählt nur der RWE, und trotzdem werde ich mich weiterhin am Erfolg des BVB erfreuen.

25.07.2019 - 08:38 - westkurver

Könnt erzählen was Ihr wollt, RWE und BVB sind sich gegenseitig gewogen. Dann liegt auch noch am Wegesrand zu den Anderen das für beide verachtenswerte kleine blauweisse Ungetüm. Ich zumindest fühle seit meiner Kindheit 1. RWE, 2. BVB, 3. ne, die eben nicht mehr seit sie uns verkauft haben. Und ich bin sicher nicht der Einzige dem es so geht. Aber weghauen würde ich den BVB II auch gerne am Freitag mit 4:1. Und ich fühle mich sehr wohl bei dem Gedanken, dass jeder BVB Fan sich das Ergebnis für sein Team auch, und uns zum Teufel wünscht. So ca. 90 Minuten. So wie Mann und Frau nicht zusammenpassen, ausser in der Mitte, so hoffe ich mögen sich RWE und BVB, ausser auf´m Platz. Nur der RWE!

25.07.2019 - 07:01 - Rattenfänger

Hallo Leute, das ist ein Artikel über den Fanvertreter im Aufsichtsrat DIRK KINDSGRAB!
Und ihr schwafelt stundenlang über Fanfreundschaften etc. - ich halte es da wie die
Aufschrift einer RWE-Fahne aus den 70'er-Jahren: WIR GEGEN ALLE (und besonders
gegen die Meineidbande) !

Ansonsten: Viel Erfolg bei Deiner neuen Aufgabe, Dirk!

Grüße von Westkurve 1973 und Loge 8 (2012)

25.07.2019 - 03:17 - Vandalz

@refn

Zum Punkt 6000+ Zuschauerschnitt,
Du kannst doch die 1 nicht mit der 4 Liga vergleichen, glaubst du nicht das wenn wir in der 1'ten ( worauf ich gar keinen Bock persönlich habe, ausser doch vielleicht gegen das ..Sindel ;) mir reicht schon 2'te obwohl da auch immer mehr der Kommerz und der raffgierige DFB eingreift, nichts desto trotz, würde wenn wir in der 1'ten Liga wären Ausverkauft ;) In Dortmund bekommt man keine Karten weil...? Schau dir's doch an wie viel wahrer Fussball steckt noch in Dortmund generell in der 1 2 Liga? Der Kommerz und der Konsum fördert Form und und das fördert wiederum Dortmund Investoren u.s.w und jetzt stell dir vor nur weil ein paar kleine Wixer euch nicht mehr in der Liga haben wollen, bricht eure Stabilität eure Investoren euer Geld wo wärt ihr dann,vielleicht nie wieder erste Liga?

Oberhausen hahaha naja Kleeblatt Fresser halt, dazu braucht man nicht viel zu erzählen einfach tragisch Unfälle der ..Selschaft halt ..Sindel ;)

In Essen ist jeder Wilkommen der denn Fussball liebt vielleicht trifft man sich ja mal auf'en Stauder am Freitag ;)

Bis dahin Nur der RWE

25.07.2019 - 02:59 - Vandalz

@refn

Stimmt ja mein Fehler ?? T9wollte nicht so wie ich wollte, sollte Northside heissen nicht die Karls ;)

25.07.2019 - 01:16 - refn

@Vandalz
Die Karlsbande ist ja bekanntermaßen aus Aachen, oder? Ich bin gebürtiger Dortmunder und nicht verbunden mit Aachen. Weder persönlich noch sportlich.

Ich lese meist hier nur mit, finde aber witzig, wie man sich gewisse Dinge schönredet. Als Essener 6000+ Zuchauerschnitt ist ja oft darin begründet, dass man in Dortmund keine Karten bekommt.

Als Oberhausener, ... ach hören wir auf, das endet tragisch. Gegen RWE alle am Start, die weder in Gelsenkirchen noch in Dortmund Karten bekommen.

Überheblich bin ich nicht, sondern eher gelangweilt vom Zustand in Dortmund. Deswegen fahre ich gerne zum RWE. Echter Fußball, bis man dem erwächst und einen Erfolgszuschlag fordert.

Mit den Kölnern verbindet mich nichts.

25.07.2019 - 01:02 - Vandalz

@refn

Bist du von der Karlsbande? Falls du dich fragen solltest wie ich drauf kommen sollte, dich zu fragen ob du einer von denn Jungs bist, nur so aus Intresse Halber, hab mich schon mit denn ein oder anderen gut unterhalten dürfen, und deine hier textlichen Aussagen erinnern mich doch sehr stark an die ein oder andere nette Unterhaltung die ich führen durfte ;), ich kann mit guten Gewissen behaupten das es sehr wohl noch ein paar Treue Jungs aus Dortmund gibt ;) ( die sich auch gern mal die Fresse einschlagen lassen würden für unseren RWE nur so als kleine Randnotiz ;), genauso gibt es aus Dortmund und Essen einige gute Kontakte zum Fc. Köln ;), Überheblichkeit kommt immer vor dem Fall mein Freund ;) meinst du wirklich der BVB hätte wirklich so viele " Treue Anhänger " wenn dein heiss geliebter Verein in unsere mom Situation stecken würde,? Bis auf die Derbys würde euer Stadion bis auf ne durchnittliche Quote von 500-max 2-3 Tausend " sogenannter Fans " schrumpfen, wir in Essen Leben und Lieben noch denn Fußball nicht den Kommerz ;)

Bis dahin Nur der RWE

Rot Weiss Essen : Borussia Dortmund ....3:1

25.07.2019 - 00:51 - refn

Das bestreitet niemand. Ausbleibender Erfolg suggeriert das zumindest. Dass S04 mit Gazprom wirbt, mit einem chinesischen Verein quasi fusioniert und im Ruhrgebiet in Anglizismen wirbt, in einer bildungsfremden und wirtschatsschwachen Region, ist dir aber hoffentlich nicht entgangen. Nicht der schlimmste, aller Strolche zu sein, verbessert keine Position.

25.07.2019 - 00:43 - Hüller

Ich hasse nicht RWE. RWE und S04 haben jedenfalls mehr Fannähe als der BVB.

25.07.2019 - 00:02 - refn

Kurios wird es spätestens dann, wenn in Oberhausen Schalker und Dortmunder zusammen stehen, was das Publikum ganz gut abbildet. Schicksal Geburtsort Oberhausen. Als Schalker hasst man RWE, als Dortmunder teilt man sich einen Fanshop. Das ist der Inbegriff der Perspektivlosigkeit. Da halte ich es mit RWE: Keine Schalker im Stadion!

24.07.2019 - 23:47 - refn

Nun ja, RWO wäre dann tendenziell eher S04. Irgendwie mitspielend, um Bedeutungslosigkeit. Die bronzene Ananas. Bzw. bronzen gefärbt.

24.07.2019 - 23:36 - Rweharry 1907

Sorry. Bin jetzt 56. Fanfreundschaft mit BvB das wahr einmal.
Richtige Fanfreundschaft habe ich 94 in Berlin mit Werder Fans erlebt und letzte Woche bei der Saisoneröffnung. Waren tatsächlich einige Werder Fans da.

24.07.2019 - 22:59 - refn

Was man RWE lasen muss: Man wird nirgendwo wirklich gemocht (subjektiv), Erzfeinde ohne Ende. So war der BVB auch mal, bis der Erfolg Einzug hielt und man sich, in den 90ern, fast allen um den Hals wurf. Das hatte zum Glück dann irgendwann wieder ein Ende, während man heutzutage aber wieder "hip" ist, da man als Gegenentwurf zu Bayern München gilt. Gleichzeitig aber die Heimatstädte neuer Fans/Sympathisanten verwüstet. Und zum Beispiel in Berlin Mitgliedsanträge verteilen lässt. Schöne neue Welt!

24.07.2019 - 22:44 - Ostwestfale

@refn
D‘accord beenden wir es. Was du schreibst, ist schon richtig. Und jetzt alles auf Sieg für RWE!

24.07.2019 - 22:40 - refn

@wb
Das habe ich nicht vergessen und ich bin nicht auf Wolke 7. Mir gefällt sehr, sehr viel nicht.

Dass du uns nicht magst gefällt mir. Denn: Ja, ich mag den RWE, mein Vater ist Essener, aber zusätzliche Sympathien brauchen wir erst recht nicht. An Spieltagen versteht man voller unterschiedlicher Akzente kaum ein Wort!

24.07.2019 - 22:36 - refn

@Ostwestfale
Es ist kein Verbrechen, selber sprach ich von Sympathien für RWE. Und zu den Ultras ist vermutlich alles gesagt. Persönlich finde ich es peinlich, sich über 15 überhaupt so zu nennen. Das ist Geschmackssache: Ich mag auch "Fan" nicht, da es nichts aussagt und jene Mechanismen bedient, die ich nicht mag.

Mit Bayern München 2 ecke ich ständig an, teile den standpunkt zu 100 Prozent. Es ist als gebürtiger Dortmunder aber eben meine natürliche Wahl, der Heimatverein!

Und es ist eben ein Unterschied, Vereine von oben oder unten zu mögen. Das klingt vermutlich arrogant, aber als Dortmunder RWE zu mögen, finde ich besser, als umgekehrt. Denn es entgeht dem Vorwurf, dass der Erfolg ausschlaggebend ist. Und ja: Hier wäre mehr Demut gefragt. Vor allem, weil es immer auch eine Momentaufnahme ist.

Um eine statistische Wahrheit nachzuschieben: Der vorhin zitierte Haufen hat außerhalb Gelsenkirchens seine meisten Mitglieder, in ... Essen. Das noch zum Lokalpatriotismus.

Eventuell sollten wir das hier beenden.

24.07.2019 - 22:28 - wb.

@refn:habt ihr vergessen,dass bei euch die lichter mal fast aus waren?kommt mal runter von eurer wolke7.
wir brauchen keine zusätzlichen symphatien. wie gesagt,ihr seid mir egal und das ist noch was
positives im vergleich zu anderen die ich hier nicht nennen werde.
ach so, gute sponsoren habt ihr auch genug von uns abgezogen.ist ja nett,dass ihr euch jetzt
sorgen macht.

24.07.2019 - 22:23 - Ostwestfale

@refn
Wenn andere Vereine zu „mögen“ bereits ein „Verbrechen“ darstellt, dann teile ich deine Position dazu nicht. Es ist ja gerade die Unart der von dir verurteilten Ultras, den eigenen Verein als einzigen zu akzeptieren. Daraus resultiert häufig auch mangelnder bis nicht vorhandener Respekt. Fanfreundschaften haben interessanterweise ein Ende, seit die Ultras die Stadien als ihr Eigentum ansehen. Ich sehe mir zum Beispiel auch Arminia Bielefeld an. Deutlich unaufgeregter als bei RWE, aber hin und wieder schaut man sich auch mal gerne höherklassigen Fußball an. Das resultiert schon aus Interesse an der Sportart. Ich persönlich mag den BVB nicht (mehr). Er ist eher zu Bayern 2 mutiert. Aber es wird off-topic.

24.07.2019 - 22:14 - refn

@Ostwestfale
Der fehlende Lokalpatriotismus bezog sich darauf, wie viele Essener nur, oder als RWE-Fan, auch den BVB mögen. Hier in Dortmund gibt es nur zwei Vereine. BVB und BVB Amateure.

24.07.2019 - 22:11 - chippolueg

Einmal Zecke immer Zecke

24.07.2019 - 22:11 - refn

Interessant übrigens, wie oft die Ultras genannt werden. Hoffen wir, dass sich RWE weder von diesen Selbstdarstellern noch von einem Sponsor abhängig macht. Fast gruselig, dass man davon nichts hier liest, rühmen sich doch alle damit, so alt zu sein
...

24.07.2019 - 22:08 - Ostwestfale

Ich glaube, mit den Zentimetern vor dem Ruin hat wb. einen anderen Verein gemeint. Zudem ist es erstaunlich, von fehlendem Lokalpatriotismus in Essen zu sprechen. Oder wird der erst bei einem Zuschauerschnitt von 20.000 in Liga 4 ein solcher sichtbar?

24.07.2019 - 21:43 - refn

Dass der Verein kurz vor dem Ruin stand, macht Rot-Weiss Essen aber nicht sympathischer. Das Argument teile ich nicht. Ansonsten stimme ich zu. Fußball ist "Lifestyle", da wird sich dann eben auch Trends hinterher geworfen, ohne zu reflektieren. Sprach ja bereits davon, dies als eigentliches Problem wahrzunehmen. Bei RWE finde ich eben schade, dass den Verein kaum etwas vom BVB trennt - außer der Erfolg. Und da finde ich fehlenden Lokalpatriotismus extrem unangenehm. Dieser Verein spielt fast eins-zu-eins vor der Haustür, man fährt aber nur oder zumindest auch nach Dortmund, wo man heutzutage doch sowieso überrannt wird, von Ossis, Norddeutschen und Co. - ohne Bezug zur Stadt, was ich deutlich wichtiger finde, als den Bezug zum Verein. Denn da kennt man tausend absurde Geschichten: "Fand die Farben gut", "habe ich immer bei Fifa genommen".

24.07.2019 - 21:31 - wb.

das ist eben eine eventgesellschaft. darum hat dortmund die bude voll.da sind dortmunder bvb-fans und jede
menge andere fussball-fans, die sich als bvb-fans verstehen.,sich aber genauso als bspw. fortuna düsseldorf-fans verstehen
würden, gäbe es dort vergleichbare ERFOLGE.dannn würden sie dahin fahren.
Übrigens ergibt sich die Verbindung zu Dortmund auch aus der Abneigung zu einem anderen Haufen aus der
Nähe.
alles in allem sollte dortmund kein grund zur beschwerde haben,da dieser verein schliesslich von den
gegebenheiten profitiert. Es ist aber auch bezeichnend,dass andere vereine dann nicht interessieren. Gerade ein Verein
der Zentimeter vor dem Ruin stand sollte so eine Haltung nicht haben.

24.07.2019 - 21:15 - Shels

Echt netter Jung! Mit ihm kann man die alte Ruhrgebietsfotzelei über unterschiedliche Revierclubs leben. Er geht respektvoll mit anderen z.B. MSV Fans um.

24.07.2019 - 20:58 - refn

@Gregor
Könnte daran liegen, dass es nirgendwo auf Dortmunder Boden solch einen Schal kaufen kann, den es auch online beim BVB nicht gibt. Nur in Essen. Das sagt halt viel aus.

24.07.2019 - 20:56 - Gregor

@Ostwestfale
Und im Frühjahr 1994, als RWE gegen TB Berlin im DFB-Pokalhalbfinale spielte, hatte der BVB fast zeitgleich ein Nachholspiel in der Bundesliga im Westfalenstadion. Nach dem Spiel von RWE habe ich zuhause die Ausschnitte vom BVB Spiel im TV gesehen. Auch dort wurde mehrfach von der Südtribüne „Rot-Weiss Essen“ skandiert. Der Hammer war damals der Fernsehreporter. Der hatte doch tatsächlich immer „Ottmar Hitzfeld“ anstatt „Rot-Weiss Essen“ herausgehört. Zu der Zeit konnte man noch von einer Fanfreundschaft reden. Heute ist da wohl von Dortmunder Seite nichts mehr. Nur bei RWE laufen noch einige mit einem Freundschaftsschal rum.

24.07.2019 - 20:42 - refn

Wobei ich auf das Thema "Fanfreundschaft" noch einmal zurück kommen will. Um jene ging es mir gar nicht explizit. Gefühlt findet man aber bei RWE-Spielen eben jeden fünften Anhänger, der es auch mit dem BVB hält, teilweise sogar als ersten Verein. In Dortmund interessiert sich kein Mensch für RWE. Das ist eben jenes Kompensieren und das eigentliche Ungleichgewicht.

24.07.2019 - 20:28 - refn

Persönlich habe ich große Sympathien für RWE, bin aber kein Freund von sogenannten Fanfreundschaften. Ich lasse mir weder vorschreiben, wen ich mögen darf, noch wen nicht. Man darf halt auch nicht vergessen, dass unsere Szene total vewässert ist. Was hat der Osi groß mit RWE zu tun, der sich aufgrund des Erfolges dem BVB angeschlossen hat. Das finde ich noch fürchterlicher, als sich Freitag mit Freundschaftsschal einer angeblichen Freundschaft zu widmen, die es so gar nicht gibt. Und 1993 war der Fußball eben noch unschuldiger, da gab es eben noch Solidarität. Heutzutage bestimmen Selbstdarsteller und reine (Fußball-)Konsumenten die Stadien.

24.07.2019 - 18:44 - wb.

@refn:vertretbar,bis auf den satz mit dem unvermögen. dortmund war
mir immer schon egal und einen schal würde ich mir nicht schenken lassen.
sportliche grüsse retour aus essen-bergeborbeck.

24.07.2019 - 18:03 - Ostwestfale

@refn
Im Herbst 1993 sang die Dortmunder Südtribüne während eines UEFA-Cup Spiels minutenlang „Rot-Weiss Essen“, um ihre Solidarität wegen des bevorstehenden Lizenzentzuges zu beweisen. Wir „älteren“ Essener, zu denen ich mich zähle, haben das nie vergessen. Heutzutage weiß man auf beiden Seiten im Nachwuchs nichts mehr von der einstigen Fanfreundschaft. Du kannst ganz beruhigt sein. Wir werden keine Freundschsftsschals tragen und euch 90 plus X Minuten auf dem Rasen und von den Rängen bearbeiten, wie es sich gehört. Sportliche Grüße aus OWL

24.07.2019 - 18:01 - wb.

immer aufpassen im haifischbecken, herr rechtsanwalt.

24.07.2019 - 17:42 - refn

Das 4-1 gefällt mir. Man sollte Gäste so behandeln, wie man selber auf fremden Plätzen behandelt wird: Als Gegner! Meine Vermutung geht aber soweit, dass die Essener mal wieder ihre Freundschaftsschals tragen, während die andere Tribüne "Rot-Weiss Essen, f..... und vergessen" skandiert. Da muss man das eigene Unvermögen eben nicht durch einen zweiten Verein kompensieren. Sportliche Grüße aus Dortmund(-Huckarde).