Rot-Weiss Essen hat eine lange und ereignisreiche Anreise ins spanische Trainingslager hinter sich. Nach einer Tour von gut zehn Stunden traf der rund 50 Mann starke RWE-Tross gegen 15 Uhr im Hotel Elba Costa Ballena in Rota, nahe Cadiz, ein. Doch nicht alle Koffer waren in Jerez gelandet.

In Spanien

RWE: Die Koffer sind da - nur der Torwart-Trainer ist sauer

13. Januar 2020, 22:00 Uhr

Ein RWE-Mannschaftsbetreuer ist glücklich: Die vermissten Koffer sind eingetroffen. Foto: privat

Rot-Weiss Essen hat eine lange und ereignisreiche Anreise ins spanische Trainingslager hinter sich. Nach einer Tour von gut zehn Stunden traf der rund 50 Mann starke RWE-Tross gegen 15 Uhr im Hotel Elba Costa Ballena in Rota, nahe Cadiz, ein. Doch nicht alle Koffer waren in Jerez gelandet.

15 bis 20 Personen der Essener Reisegruppe, inklusive des RevierSport-Reporters, staunten nicht schlecht als das Gepäck-Laufband am Flughafen von Jerez plötzlich stoppte und kein Gepäck mehr herauskam. Der Flughafen-Mitarbeiter gab zu verstehen, dass keine weiteren Koffer mehr kommen würden. Die Verwunderung war groß, der Ärger hielt sich in Grenzen. Am Abend folgte dann die Erlösung - aber nicht für alle.

Gegen 21 Uhr trafen die vermissten Koffer im Hotel ein - alle, die bis dahin ihr Gepäck vermissten, freuten sich - bis auf den Torwart-Trainer. Denn dieser sollte ein besonders großes Pech haben. Manuel Lenz konnte nur einen seiner zwei beim Check-In in Düsseldorf aufgegebenen Gepäck-Stücke entgegennehmen. "Unfassbar. Mir fehlen die Worte", war die Reaktion des verärgerten 35-Jährigen.

Anders fiel die Reaktion bei Dirk Kindsgrab, dem Fanvertreter im Aufsichtsrat aus: "Endlich konnte ich duschen. Jetzt fühle ich mich wie ein neuer Mensch. Am Dienstag startet dann auch für mich das Trainingslager. Ich kann dann endlich joggen und ins Meer springen."

Für Dienstag sind zwei Trainingseinheiten geplant

Nach den Reisestrapazen und dem lockeren Aufgalopp am Montag, beginnt ab Dienstag dann auch für die RWE-Profis das Trainingslager so richtig. Trainer Christian Titz bittet dann um 10 und 16 Uhr zweimal zum Training. Auch am Mittwoch, vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers (16 Uhr, im RevierSport-Liveticker) wird morgens trainiert.


Bei diesem Spiel wird RWE dann von rund 200 Fans unterstützt. Ein Großteil, rund 60 Anhänger, reist am Mittwoch an und bleibt bis Sonntag. Das ist dann die Gruppe, die die offizielle Fan-Reise im Altenessener Reisebüro "Ohagen" gebucht hat. Die weiteren angekündigten gut 130 bis 140 Essener reisen auf eigene Faust an und sind im Umkreis des RWE-Teamquartiers verteilt. Sie haben sich für die beiden Testspiele gegen Würzburg und am Freitag gegen Karlsruhe (16 Uhr) im vom Mannschaftshotel 170 Kilometer entfernten Estepona angekündigt. 

Bleibt den RWE-Fans zu wünschen, dass sie bei Ihrer Anreise keine Schwierigkeiten bezüglich ihres Gepäcks bekommen werden.
  

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14.01.2020 - 14:39 - S04forever

Sorry @ Anton

14.01.2020 - 14:36 - S04forever

@Anti Leopold...Volle Zustimmung, da so die Marktmechanismen funktionieren. .Glück auf

14.01.2020 - 11:33 - Außenverteidiger

@Anton: Top. Denke, deine Ausführung wird schon zu lang für die Kritiker sein. Deine Erklärung ist wirklich für jeden verständlich. Selbst Gelsenkirchener, Wuppertaler oder Schalker aus Essen dürften den Mechanismus verstehen.

Mich wundern hier so einige Kommentare. Wir leben jetzt seit über 100 Jahren in einer Marktwirtschaft. Es gab zwar in der DDR den Sozialismus, allerdings gibt's in der westlichen Welt keine Veränderung. Genug Bücher und Artikel über unsere Wirtschaft sind massig vorhanden. Positiv, als auch negativ. Äußerungen über Sponsoren oder Medien in einem Wettbewerb kann ich nicht verstehen. Wer die Vorzüge einer Marktwirtschaft privat nutzt und abgesichert wie im Sozialismus leben will, wird überall Probleme haben. Wie der Medienverlag Geld verdient, hast du schon beschrieben. Mein Zusatz: Wer dauerhaft kritischen Journalismus will, der muss langfristig bezahlen. Keine Abos für ein oder zwei Jahre. Fünf bis zehn Jahre sollten schon dein sein. Warum? Erst einmal muss ein Team mit fähigen Journalisten aufgebaut werden und dann ausreichend Zeit für eine Recherche vorhanden sein. Gleichzeitig sind Misserfolge möglich und müssen trotzdem akzeptiert werden. Manchmal steckt auch einfach menschliches Versagen und keine Korruption hinter einem Problem.

Zu den Sponsoren: Der Bereich betrifft ebenfalls unser Wirtschaftssystem. Jeder will und soll bezahlt werden. Der Staat setzt Rahmensbedingungen für die Wirtschaft. Ob als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer bewegen wir uns darin. Jeder zieht sein Gehalt gerne ein, geht zu Banken und nimmt Kredite auf etc...Rechnet vor euren Aussagen doch mal durch, was ihr kritisiert. Jede Branche listet ihr Marktvorlumen auf. Gleichzeitig sind die Gesetze bekannt. Wieso sollen wir als kleiner Fisch die Revolution starten?

Anton, wir werden weltfremde Aussagen für unseren RWE weiter anfechten. Ich freue mich über die Berichterstattung. Würde dies auch anderen Vereinen gönnen. Nur der RWE!

14.01.2020 - 09:48 - Du schöner RWE

100% Zustimmung, Anton. Ich möchte mich auch nochmal ausdrücklich über die ausführliche Berichterstattung über unseren RWE bedanken. Ich lese jeden Bericht zum RWE. Und wer es nicht mag, braucht es nicht zu lesen, so einfach ist das.

14.01.2020 - 08:47 - Anton Leopold

Matthew BPoint
Wozniak ist bei der Mannschaft. Das kostet Geld. Also muss er seine Anwesenheit rechtfertigen, indem er liefert. Wenn es nichts zu berichten gibt - Sport findet ja am Anreisetag nicht statt - dann schreibt er eben eine human interest story. Niemand muss das lesen.
Wenn Sie sich z.B. beim WDR über eine nach Ihrer Meinung erfolgte Verschwendung der Gebührengelder, oder ein im Vergleich zu den 70ern mieses Programm, eine einseitige Berichterstattung, hässliche Moderatoren, Satiresendungen, die an den Stil des DDR-Fernsehens erinnern oder was auch immer ärgern, haben Sie die Möglichkeit der Programmbeschwerde. Ich kenne viele, die das regelmäßig nutzen, aus beiden politischen Lagern übrigens. Öffentlich-rechtliches Fernsehen unterliegt den Bindungen des Staatsvertrages. Deshalb gab es letztes Jahr einen langen Bericht über Herkenrath.

Das hier ist aber Privatwirtschaft. Das einzige, was die Familie von Frau Grotkamp interessiert ist, ob das Geschäftsmodell aufgeht. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Artikel über RWE werden von den Mitgliedern (knapp 6.000) und den vielen Fans gelesen. Das bringt Klicks. Was Klicks bringt, ist gut für das Geschäft.

Die Anhänger anderer Vereine ärgern sich über den Fokus auf RWE. Das ist nachvollziehbar. Und - ich verweise auf oben - würde in einer öffentlich-rechtlichen Struktur auch berechtigten Grund zur Beschwerde geben. Hier aber geht es ums Geld. Es ist - siehe oben - Privatwirtschaft. Andere Vereine interessieren hier einfach weniger Menschen. Die Artikel werden seltener geklickt. Wäre es anders, würde der Verlag reagieren. Würden RWE-Artikel nicht geklickt, auch.

Ich lese sehr gerne alle Artikel über meinen Verein RWE und bin RS deshalb sehr dankbar für diese vorzügliche Unterhaltung.
Ihnen steht es frei, nicht hinzuschauen.
Eine Programmbeschwerde gibt es hier nicht. Vielleicht erklärt das die Aggression der Anhänger der anderen Vereine.

14.01.2020 - 08:13 - Matthew BPoint

Meine Herren... ist es nötig 4 bzw 3 UNNÖTIGE Artikel über rwe und die Hafensänger zu schreiben?? Willi Lippens in allen Ehren, dass macht noch Sinn. Aber es interessiert keine S.. ob irgendwer von denen den String auf Links ziehen muss, nur weil irgendwelche Koffer verschwunden sind.

Aber da die Funke Media Gruppe ja den Sponsor gibt muss man halt die Lücken füllen... *facepalm*

14.01.2020 - 08:06 - Anton Leopold

Warum sich hier so viele über die Artikel aufregen, verstehe ich nicht. Als Gert Bommersheim vor 30 Jahren für die waz aus Wimbledon berichtete (oder nrz, vergessen), waren die Artikel auch nicht gehaltvoller. Leser mussten für den Genuss bezahlen, beschwert hat sich niemand. Vielleicht liegt es daran, dass es hier kostenlos ist. Man muss es ja nicht lesen. Nur der RWE.

13.01.2020 - 23:46 - den'gi

Na Gott sei Dank, dann kann morgen früh der Unterhosen Tausch normal vollzogen werden.
Ich hatte schon Bedenken, der Tausch würde anders laufen: Helf tauscht mit Uhlig, Nowak mit Titz und Sascha Peljhan mit Wozniak.
Man hätte da der Wozi Artikel schreiben können.