09.11.2018

OL WF

RW Ahlen dank Polizist zurück in der Spur

Foto: Micha Korb

Nach dem Fehlstart in die neue Saison und dem Rücktritt von Ex-Trainer Michael Schrank läuft es für Rot-Weiss Ahlen seit dem Amtsantritt von Coach Christian Britscho sportlich endlich wieder gut.

Der Ex-Wuppertaler übernahm den abstiegsbedrohten Verein vor dem zehnten Spieltag auf dem 16. Tabellenplatz. Acht Partien in Folge waren die Wersestädter ohne Sieg – gegen den ASC 09 Dortmund folgte mit einem 4:0 endlich der lang ersehnte Befreiungsschlag. Auch die zwei darauffolgenden Spiele konnte die Mannschaft gewinnen und erzielte in den letzten drei Partien insgesamt ganze 14 Treffer. „Es sind verschiedene Dinge, die jetzt besser laufen. Wir hatten ein gewisses Matchglück und außerdem eine gute Chancenverwertung. Die Mannschaft hat definitiv Qualität und die Handbremse ist jetzt endlich gelöst“, erklärt Britscho den Grund für den derzeitigen Erfolg.

Mittlerweile haben sich die Rot-Weissen bis auf den achten Platz hochgearbeitet und sich damit von dem Tabellenkeller entfernt. Damit das auch so bleibt, soll am Freitagabend der nächste Dreier geholt werden. Die Ahlener empfangen im Wersestadion die Zweitvertretung des SC Paderborn 07. Die Mannschaft belegt aktuell mit 15 Zählern den 13. Rang. Trotz der guten Serie seines Teams und der besseren Platzierung mahnt Britscho zur Vorsicht: „Paderborn ist sehr spielstark und sie spielen taktisch sehr ausgeprägt. Ich denke, dass sie schwer zu spielen sein werden“, ist er von der Qualität des kommenden Gegners überzeugt.


Morgens Uniform, abends Trainingsanzug 

Bevor Britscho das Amt des Chef-Coaches bei den Ahlenern übernahm, trainierte er den Regionalligisten Wuppertaler SV. Trotz der unterschiedlichen Spielklassenangehörigkeit sieht er aber keinen großen Unterschied zwischen den beiden Vereinen: „Aus meiner Sicht ist es hier in Ahlen ähnlich professionell. Die Zuschauerzahlen sind nur weniger, vor allem bei Auswärtsspielen“, stellt er fest.

Seinen Beruf als Polizeibeamter geht der 48-Jährige weiterhin ganz normal nach: „Auch als ich Trainer in Wuppertal war, habe ich meinen Job weiterhin ausgeführt. Ich bin lediglich von der Stundenanzahl aus familiären Gründen etwas kürzer getreten“, betont der A-Lizenz-Inhaber.

Nicht nur mit seinem Job bei der Polizei, sondern auch mit seiner neuen Aufgabe beim Oberligisten ist er mehr als zufrieden. Über eine erneute Anstellung als Profi-Trainer macht er sich zurzeit noch keine Gedanken, wie er verrät: „Über so etwas denke ich jetzt nicht nach. Ich bin hier sehr zufrieden und bin mit meiner Aufgabe in Ahlen sehr glücklich“, freut sich der Coach.

Autor: Charmaine Fischer

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