DSC Wanne-Eickel

Ruppert: Mit Rückendeckung zum Stammspieler

Stefan Stobbe
08. September 2019, 21:23 Uhr

Foto: Kerstin Buchwieser

Nach einer langen Verletzungspause und einer durchwachsenen letzten Saison, hat sich Stürmer Nick Ruppert seinen Stammplatz erobert.

Ein Jahr brauche man schon, um nach einer ernsten Verletzung wieder in die Gänge zu kommen, hatte Ex-DSC-Trainer Holger Flossbach noch vergangene Saison über Nick Malvin Ruppert gesagt. Seine Worte scheinen sich zu bewahrheiten. Der 20-jährige Stürmer ist beim DSC aktuell gesetzt.


Die Saison 2017/18 verpasste Ruppert aufgrund einer schweren Verletzung komplett. In der Folgespielzeit kam er zwar regelmäßig als Joker zum Einsatz und erzielte dabei immerhin sieben Tore, doch der richtige Durchbruch wollte ihm nicht gelingen. „Flossbach hat einfach nicht auf ihn gesetzt“, erinnerte sich der jetzige DSC-Trainer Sebastian Westerhoff, der in den vergangenen Jahren noch zusammen mit „Ruppi“ auf dem Platz gestanden hatte.

Eine Eigenschuld Rupperts an dieser Nichtberücksichtigung sei allerdings nicht von der Hand zu weisen. „Er hat sich dann auch nicht so reingehängt, wie er es hätte machen können“, lautete Westerhoffs Fazit. Das hatte sich im Vorlauf zu dieser Saison geändert. „Wir haben vorher miteinander gesprochen. Ich weiß, dass er ein guter Stürmer ist und keinesfalls nur eine Alternative. Er hat das ja auch in der Vorbereitung und den ersten Saisonspielen gezeigt“, beschrieb er Rupperts Entwicklung.

Gefährlichste Offensive der Liga

Zusammen mit Dawid Ginczek bildet Ruppert nun das Sturmduo des DSC. Zwölf Tore haben die beiden in den ersten vier Spielen der Westfalenliga nun schon zusammen erzielt, allein sieben davon beim 8:0-Sieg gegen den FC Lennestadt. Die gefährlichste Offensive der Liga (17 Tore) hat zwei prägende Gesichter. Als quirliges Gegenstück zum kopfball- und zweikampfstarken Ginczek, ergänzen sich beide bisher prima.


Die Stürmer sollen aber nicht nur für Tore gut sein. „Ginczek und Ruppert sind die ersten Verteidiger. Wenn die vorne früh draufgehen, haben wir es bei Ballgewinn nicht mehr so weit bis zum Tor“, erklärte Westerhoff seine Taktik. Diese Fähigkeit und Aktivität hatte Ruppert in der vergangenen Saison noch zu oft vermissen lassen. 

Das hat sich mit dem Beginn dieser Spielzeit geändert. Auch wenn es momentan gut läuft, tritt Westerhoff ein wenig auf die Bremse. „Er ist noch ziemlich jung. Er kann sich noch viel weiter entwickeln“, schaute er positiv in die Zukunft. Dass das am besten funktioniert, wenn einem Spieler Rückendeckung und Spielpraxis gegeben werden, zeigt sich bei Ruppert bisher par excellence. Und er zahlt es seinem Trainer und seiner Mannschaft mit der besten im Fußball möglichen Währung zurück: Mit Leistung und Toren. 

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