Bundesliga

Rummenigge fordert: Frauenfußball „in die Unabhängigkeit entlassen“

02. April 2021, 11:26 Uhr
Foto: firo

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Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom Rekordmeister Bayern München hat sich deutlich für neue Strukturen im deutschen Frauenfußball ausgesprochen.

„Um in Deutschland die nächste Stufe zu nehmen, sollte man sich analog zum Männerfußball neu aufstellen“, sagte der 65-Jährige in einem Interview auf der Vereinshomepage. Dies sei „dringend nötig, um im internationalen Bereich wettbewerbsfähig zu sein“.

Der deutsche Frauenfußball müsse „insgesamt schleunigst höherschalten“, bisher sei er „im Grunde ein Stiefkind“, sagte Rummenigge, der eine nachhaltigere Entwicklung fordert, als sie „in den letzten Jahren beim DFB möglich war“. Dies sei keine Kritik am Verband, „aber es sollte jetzt einfach als Interesse und als Aufgabe von allen gesehen werden, die Frauen gemeinsam mit dem DFB analog zum Vorbild Männerfußball in die Unabhängigkeit zu entlassen.“

Aus Rummenigges Sicht kann der Männerfußball als Beispiel dienen. „Als sich die Profi-Vereine vor 21 Jahren in der DFL unabhängig aufgestellt haben, hatte das eine nachhaltig positive Entwicklung zur Folge“, sagte er. Eine eigenständige Struktur sei allerdings „sinnvoller, als an die DFL angedockt zu werden, sonst würden sich die Frauen als fünftes Rad am Wagen Männerfußball fühlen.“

Bayerns Sportdirektorin Bianca Rech hatte den DFB mit Blick auf die Professionalisierung der Bundesliga zuletzt kritisiert. Dabei warf sie die Frage auf, „ob wir unter einem anderen Dach besser aufgehoben wären“. Die stellvertretende DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich sprach sich jüngst jedoch gegen eine Ausgliederung aus. Der DFB sei der „richtige Ligaträger“. sid

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03.04.2021 - 08:26 - Micki1805

immer wieder dieses Thema Frauenfußball - geht doch gar nicht.
Der Frauenfußball wird doch voll überbewertet.
Wenn man sich die Spiele anschaut, dann kannst Du direkt bei einschlafen. So was langsames und technisch schwaches - geht doch gar nicht.
Keine Zweikämpfe - echt schlimm - dann kann man sich eher die Kreisliga anschauen im Herrenfußball.
Also hängt bitte das Thema Frauenfußball nicht so hoch auf.
Schlimm genug, dass nun der BVB eine Frauenmannschaft auf macht - geht doch gar nicht. UNd dann och einen teuren sportlichen Leiter holt - Christian Timm - der passt auch gut zum Frauenfußball - so weich wie der auf dem Platz war passt er zum Frauenfußball. Das Geld hätte man lieber ins NLZ stecken sollen.

02.04.2021 - 16:44 - asaph

...
Als sich die Profi-Vereine vor 21 Jahren in der DFL unabhängig aufgestellt haben, hatte das eine nachhaltig positive Entwicklung zur Folge“
...
vom finanziellen und Kommerz für Millionäre in kurzen Hosen ja, aber von Fussball für die Fans - NICHT!