Der 1. FC Monheim belegt mit 41 Punkten einen überragenden zweiten Platz. Aufgrund der Mega-Serie des SV Straelen bemerkt das jedoch keiner. Was Trainer Dennis Ruess schade findet.

Oberliga Niederrhein

Ruess vermisst Wertschätzung für Leistung des 1. FC Monheim

Stefan Loyda
05. Januar 2020, 09:00 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Der 1. FC Monheim belegt mit 41 Punkten einen überragenden zweiten Platz. Aufgrund der Mega-Serie des SV Straelen bemerkt das jedoch keiner. Was Trainer Dennis Ruess schade findet.

Dennis Ruess über…

…die Hinrunde des 1. FC Monheim

Wir sind mit der Hinrunde und eigentlich auch dem gesamten Spieljahr 2019 total einverstanden und als Verein auch stolz. Wir haben 69 Punkte im vergangenen Jahr geholt und standen im Halbfinale des Verbandspokal. Vor drei, vier, fünf Jahren konnten die arrivierten Vereine noch nichts mit dem 1. FC Monheim anfangen. Nicht zuletzt durch das Jahr 2019 haben wir uns positioniert. Was Straelen macht, nötigt mir den höchsten Respekt ab, diese Leistung muss man neidlos anerkennen. Das ist außergewöhnlich gut. Schade nur für unsere Mannschaft ist: Wir sind mit 41 Punkten richtig gut, das erfährt jedoch gar nicht die Wertschätzung, weil eine Mannschaft outstanding agiert. In jeder anderen Liga wären wir wohl mit dieser Bilanz erster.

…personelle Veränderungen in der Winterpause

Mit Philipp Lehnert kehrt ein Spieler nach langer Verletzung zurück, Marc Schipper hatte in Kleve erste Einsatzminuten. Das sind zwei Optionen, die wir bisher nicht hatten. Nikola Aleksic wird beruflich kürzertreten. Auf der anderen Seite werden wir sehen, ob sich da etwas ergibt.

…die Ziele für 2020
Ich finde, dass es auch nicht gut ist, wenn man immer nur nach höherem strebt. Wir müssen da vorsichtig sein. Es geht auch immer darum, das Erreichte zu festigen. Die Ziele, die man sich setzt, müssen auch erreichbar bleiben. Wenn man den Marker zu hoch setzt, ist die Enttäuschung auch deutlich größer. Wir haben uns Jahr für Jahr immer getoppt und verbessert, aber irgendwann wird auch schwierig, wenn es nur noch den ganz großen Sprung gibt. Und der wäre bei uns extrem groß. Vielleicht müssen wir auch mal damit zufrieden sein, uns auf Dauer im gehobenen Mittelfeld der Oberliga zu etablieren. Man darf nie vergessen, wo man herkommt. Wir haben lange Zeit Bezirksliga gespielt und sind jetzt im dritten Jahr Oberliga.

…die Vorbereitung
Wir haben am 3. Januar mit dem Training begonnen und dank eines Sponsors in ein Trainingslager geflogen. Ansonsten freuen wir uns auf die Tests gegen Berghausen, Schwarz-Weiß Düsseldorf, Fortuna Köln, Friesdorf, Deutz und Hürth.

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