Mit dem Saisonabbruch der Oberliga Westfalen steht fest, dass der RSV Meinerzhagen trotz Tabellenplatz zwei nicht in die Regionalliga West aufsteigen wird. Obwohl die Enttäuschung darüber groß ist, herrscht im Sauerland Aufbruchsstimmung. 

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RSV Meinerzhagen: So geht es beim Oberligisten weiter

Tizian Canizales
21. Juni 2020, 10:27 Uhr
Mutlu Demir, Trainer des Oberligisten RSV Meinerzhagen, weist sein Team an. Foto: FUNKE Foto Services

Mutlu Demir, Trainer des Oberligisten RSV Meinerzhagen, weist sein Team an. Foto: FUNKE Foto Services

Mit dem Saisonabbruch der Oberliga Westfalen steht fest, dass der RSV Meinerzhagen trotz Tabellenplatz zwei nicht in die Regionalliga West aufsteigen wird. Obwohl die Enttäuschung darüber groß ist, herrscht im Sauerland Aufbruchsstimmung. 

Die aktuelle Spielzeit verlief für den Westfalen-Oberligisten RSV Meinerzhagen denkbar bitter. Bis zur Corona-Pause stand der Klub auf Platz zwei, hatte den Aufstieg in die Regionalliga offenkundig als Ziel ausgegeben. Dann jedoch kamen Pandemie und Saisonabbruch, und die Blau-Weißen standen mit leeren Händen da. Der Tabellendritte Rot Weiss Ahlen hat einen besseren Punktedurchschnitt und schob sich dadurch am RSV Meinerzhagen vorbei. 


Während der ehemalige Zweitligist aus der Wersestadt also den unverhofften Aufstieg feiern durfte, blieb Meinerzhagen nur die Oberliga. Kurz nach der inoffiziellen Entscheidung Anfang Mai zeigte sich RSV-Trainer Mutlu Demir im Gespräch mit RevierSport maßlos enttäuscht. 

Mittlerweile hatte Demir rund sieben Wochen Zeit, um den Nicht-Aufstieg zu verarbeiten. "Natürlich ist es sehr, sehr schwer, diese Entscheidung hinzunehmen. Wir müssen da jetzt durch und nehmen das ganze dann eben im nächsten Jahr in Angriff", erklärte der 50-Jährige gegenüber Meinerzhagener Vereinsmedien. 

Raphael Gräßer: "Größte A-Karte gezogen"

Auch innerhalb der Mannschaft wurde der verpasste Regionalliga-Aufstieg notgedrungen akzeptiert. "Wir sind in der Ober- und Westfalenliga vielleicht die Mannschaft, die die größte A-Karte gezogen hat", sagte Mittelfeldspieler Raphael Gräßer mit Blick auf die Tabellenkonstellation mit dem SC Wiedenbrück und Rot Weiss Ahlen. "Wir wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder angreifen und es uns selbst und den anderen beweisen. Wir wollen in die Regionalliga aufsteigen", erklärte er. 


Torhüter Johannes Focher sieht im RSV Meinerzhagen einen der Aufstiegsfavoriten der kommenden Spielzeit, weiß aber auch um die ambitionierte Konkurrenz. "Ich denke, dass wir Favorit sind und auch sein müssen", sagte Focher, der schon besonders auf einen Gegner schielt. "Ich freue mich auf das Spiel in Wattenscheid, das ist ein guter Name", sagte der 30-Jährige mit Blick auf den Traditionsverein SG Wattenscheid 09, der nach seiner Insolvenz in der Oberliga Westfalen antreten wird. 

Vorbereitung rund sechs Wochen vor Saisonstart

Wann die kommende Saison genau losgeht, steht noch in den Sternen. Auch Trainer Demir warte noch auf offizielle Terminbestätigungen, um seinen Vorbereitungsplan gegebenenfalls anzupassen, wie er sagte. "Wir haben schon ein paar Testspiele absolviert, werden aber nur rund einmal pro Woche trainieren, bis wir den Starttermin der neuen Saison kennen. Sechs Wochen davor beginnt dann die offizielle Vorbereitung", so der 50-Jährige. 

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