RL

Rödinghausen gliedert Profis aus

27. März 2019, 17:20 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Der SV Rödinghausen dürfte in diesem Bereich der Vorreiter in der Regionalliga West sein.

Da, was bei den Traditionsklubs Rot-Weiss Essen und Wuppertaler SV im Raum steht, ist in Rödinghausen entschieden worden. Der SV Rödinghausen wird seine erste Mannschaft ausgliedern.


Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, wurde einstimmig die Ausgliederung der ersten Mannschaft des SV Rödinghausen in eine Fußball GmbH beschlossen. Hierfür wurde bereits in der letzten Jahreshauptversammlung der Grundstein gelegt.

"Grund für diesen Schritt ist im Allgemeinen die Entwicklung des SV Rödinghausen in den vergangenen Jahren, der damit verbundene gestiegene Aufwand, sowie die hohe Professionalität in allen Bereichen. Zusammensetzen wird sich die SV Rödinghausen Fußball GmbH zu 51% aus dem SV Rödinghausen e.V. als Gesellschafter, sowie der Sportmarketing am Wiehen GmbH & Co.KG als Gesellschafter mit 49% der Anteile", heißt es auf der Rödinghausener Internetseite.

Überwacht werden die Tätigkeiten der Geschäftsführung der neu zu gründenden GmbH durch einen ehrenamtlichen Aufsichtsrat. Die Gründung der SV Rödinghausen Fußball GmbH soll zeitnah erfolgen.

Rödinghausen verzichtete in dieser Saison auf die Drittliga-Zulassung

Obwohl der SV Rödinghausen bei nur fünf Punkten Rückstand auf Viktoria Köln realistische Chancen auf einen Drittliga-Aufstieg besitzt, verzichtete der Verein bereits vor Wochen auf die Zulassung für die 3. Liga. Der Klub sei noch nicht so weit, heißt es.


"Natürlich spricht ein Blick auf die Tabelle eine klare Sprache. Viktoria ist der Favorit auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Der Hauptgrund für diese Entscheidung sind jedoch die Situation rund um unser Stadion, sowie die Stadioninfrastruktur", erklärte SVR-Geschäftsführer Alexander Müller auf der Internetseite der Ostwestfalen.

Lesen Sie auch: Wettrüsten in der RL: Auch Verl hat große Ziele

Sowohl die Kapazität (3140 Plätze) des Häcker Wiehenstadions, als auch die Infrastruktur würden einer Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga nicht gerecht. Der DFB schreibt eine Mindestkapazität von 10.001 Zuschauern vor. "Auch wenn wir ein hochmodernes Stadion besitzen, reicht dieses bei weitem nicht für die 3. Liga aus. Wir haben lange Gespräche über einen Ausbau geführt und eine seriöse Kostenplanung durch ein extern beauftragtes Ingenieursbüro erstellen lassen. Die kalkulierten Kosten für den Ausbau des Häcker Wiehenstadions und der Infrastruktur stellen sehr hohe Investitionen dar, die für uns derzeit nicht zu stemmen sind", sagte Müller.

"Ein Aufstieg wäre zurzeit unvernünftig. Der SV Rödinghausen ist in den letzten Jahren schnell gewachsen und steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen. Diese gesunde Basis wollen wir durch unverhältnismäßige Risiken nicht gefährden. Wir spielen eine sehr erfolgreiche Saison und werden sehen, welche Wege wir in den kommenden Jahren gehen können«", ergänzte der 2. Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Hettich.

Mit der Ausgliederung der ersten Mannschaft dürfte Rödinghausen wieder einen Schritt weiter sein und wird vielleicht schon in der kommenden Saison die 3. Liga in Angriff nehmen.

Autor: Krystian Wozniak

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

28.03.2019 - 18:21 - Errweeoo

"Der SV Rödinghausen dürfte in diesem Bereich der Vorreiter in der Regionalliga West sein."

Nö, ist er nicht.
Den Schritt hat RWO bereits Ende 2014 vollzogen(https://www.waz.de/sport/fussball/rwo/rwo-gliedert-profis-aus-um-sich-vor-insolvenz-zu-schuetzen-id10156799.html?displayDropdownTop=block&displayDropdownBottom=none=).