04.12.2018

Bochum

Riemann und Lee fehlen beim VfL

Foto: firo

Den Bochumer Torwart und den Mittelfeld-Mann des VfL Bochum plagen Adduktoren-Probleme. „Es ist aber nichts Schlimmes“, sagt Trainer Dutt

Zwei Tage nach dem 0:0 beim 1.?FC Magdeburg scheint beim VfL Bochum die Dezember-Sonne. Zumindest beim Training am Dienstagvormittag. Und nach einer Dreiviertelstunde ist es auch Tim Hoogland auf dem Leichtathletik-Platz so warm, dass er sich von seiner Wollmütze trennt. Zwar gönnt Trainer Robin Dutt seinen Spielern am Mittwoch einen freien Tag, die Vorbereitung auf das sehr interessante Jahresfinale in der 2.?Fußball-Bundesliga hat für den Tabellenfünften aber begonnen.


„Das ist super, da freuen wir uns alle drauf“, sagt Robin Dutt. Also auf den Tabellenvierten FC St.?Pauli, der am nächsten Montag (10. Dezember, 20.30 Uhr) ins Ruhrstadion kommen wird, sowie die Auswärtspartien gegen den Tabellendritten Union Berlin am 15. Dezember und den Tabellenzweiten 1.FC Köln am 21. Dezember. „Ich denke, wir haben uns in den vergangenen Wochen so entwickelt“, sagt der 53-jährige VfL-Cheftrainer, „dass wir gegen solche Gegner auch mit Selbstbewusstsein reingehen können.“ Klar: Die Bochumer wollen in diesen drei Spitzenspielen viele Punkte sammeln, um sich im Rennen um die Erstliga-Aufstiegsplätze eine gute Position für 2019 zu verschaffen. „Unser Ziel ist es“, sagt Robin Dutt, „da gut rauszukommen.“

Für Kruse wird es eng

Gut reingekommen zu sein scheint am Dienstag Sebastian Maier, der nach seiner Leisten-Operation und in der Folge erneuter Beschwerden erstmals wieder eine komplette Einheit mit der Mannschaft hinter sich bringt, während Miloš Pantovi?, der sich am 31. August im Spiel beim SC Paderborn 07 bekanntlich eine Kreuzband-Verletzung zugezogen hat, fast einsam seine Laufrunden auf dem Rasen dreht. Aufbautraining nennt man das. Ist der 25-jährige Mittelfeld-Mann Sebastian Maier für das St.-Pauli-Spiel denn schon wieder eine Option? „Das kann ich nicht sagen, da muss man vorsichtig sein“, sagt Robin Dutt. „Sebastian hatte schon so viele Rückschläge. Wir müssen jetzt gucken, wie der Körper reagiert.“

Schauen muss Robin Dutt auch auf Robbie Kruse, der am Dienstag eine individuelle Einheit mit Fitnesstrainer Stefan Bienioßek absolviert und diese nach 50 Minuten beendet. Der Trainer rechnet damit, dass der australische Nationalspieler nach seinen Adduktoren-Beschwerden Ende dieser oder Anfang nächster Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren wird. Für den kommenden Montag scheint der 30-Jährige allerdings noch kein Kader-Kandidat zu sein. „Das wird eng“, sagt Robin Dutt.

Weil es an den Adduktoren zwickt, stehen Torwart Manuel Riemann und Chung-yong Lee, der gegen St. Pauli wegen seiner fünften Gelben Karte ohnehin gesperrt sein wird und seinen Vertrag beim VfL vorzeitig bis 2020 verlängert hat, überhaupt nicht auf dem Trainingsplatz. „Es ist bei beiden aber nichts Schlimmes“, sagt Robin Dutt, der sich darüber freut, dass Jannik Bandowski nach seinem im Mai erlittenen Kreuzbandriss immer mehr Fortschritte macht.
Der 24-Jährige trainiert auch an diesem Dienstag fast eine Dreiviertelstunde lang mit der Bochumer Mannschaft, ehe er sich zu Robbie Kruse und Stefan Bienioßek gesellt. „Solange es nicht voll in die Zweikämpfe geht, macht er schon mit“, sagt der VfL-Trainer.

Leitsch ist auf einem guten Weg

Robin Dutt hofft, dass Jannik Bandowski im Januar wieder voll belastbar sein wird. Das gilt übrigens auch für Maxim Leitsch, den 20-jährigen Innenverteidiger, der zuletzt am 29. September beim 2:3 beim FC Heidenheim das VfL-Trikot getragen hat und seitdem wegen gravierender Beschwerden am Schambein und an den Leisten fehlt. „Der ganze Apparat mit den Sehnen ist ja betroffen gewesen“, erklärt Robin Dutt. „Er ist aber auf dem Weg der Besserung.“ 
Autor: Andree Hagel

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