Kommentar

Restprogramm macht dem MSV wenig Mut

Fabian Kleintges-Topoll
11. April 2019, 13:07 Uhr

Foto: Firo

Sechs Spieltage bleiben dem MSV Duisburg noch, um nach dem spektakulären 4:4-Remis gegen den 1. FC Köln den dritten Drittliga-Abstieg seit 2013 zu verhindern. Ein Kommentar.

Im Spiel nach vorne zeigte der MSV Duisburg seine wohl beste Saisonleistung. Es war ein couragierter und kämpferischer Auftritt der Gastgeber, die nach zweifacher Führung im ersten, und drei Gegentoren innerhalb von sieben Minuten im zweiten Durchgang, am Ende immerhin einen Zähler für die Moral feiern konnten.

Wie viel der vierte Punkt in dieser Saison gegen den Ligaprimus sportlich gesehen wirklich wert ist, wird sich zeigen. Fest steht: Der MSV Duisburg braucht ähnlich beherzte und leidenschaftliche Leistungen. Tugenden, die die Zebras zuletzt nicht nur beim so wichtigen Abstiegskrimi gegen Ingolstadt (2:4) vermissen ließen. Bei nach wie vor vier Punkten Rückstand auf die Plätze 15 und 16 sowie dem schlechtesten Torverhältnis aller Abstiegskonkurrenten droht dem MSV der erneute sportliche Untergang, der auch erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringen würde. Hinzu kommt, dass in der 3. Liga mit dem KFC Uerdingen oder 1860 München alles andere als Laufkundschaft warten würde.

Vier von sechs Gegnern aus den Top sieben

Wichtig: Die Fans stehen hinter der Mannschaft, der Glaube an den Klassenerhalt lebt. Aber reicht das? Ausschlaggebend für den traditionsreichen MSV, der im vergangenen Jahr als Aufsteiger und Tabellensiebter noch souverän die Klasse halten konnte, sind definitiv die kommenden zwei Partien beim SC Paderborn sowie gegen den SV Sandhausen.

Nach dem darauffolgenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld stehen mit Holstein Kiel (A), Heidenheim (H) und dem HSV (A) im Saisonfinale weitere schwere Aufgaben vor der Tür. Alle Teams kämpfen weiter um den Bundesliga-Aufstieg. Der Auftritt vom Mittwoch macht Hoffnung, die Tabellensituation und das Restprogramm eher weniger. Den Zebras steht das Wasser bis zum Hals. Ab Samstag müssen dringend Punkte her, sonst stehen dem MSV Duisburg auf lange Sicht schwierige Jahre bevor.


Autor: Fabian Kleintges-Topoll  

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11.04.2019 - 19:24 - PushingItTooHard

Wolze, Souza, Stoppelkamp, Fröde, Schnellhardt werden nach dem Abstieg sicherlich ohne Probleme bei einem anderen Zweitligisten unterkommen und wären ansonsten schon wegen des nicht vorhandenen Budgets nicht zu halten.
Alle anderen sollte man tatsächlich versuchen für die 3. Liga zu halten. Denn: gute neue Spieler wird sich der Verein eh nicht leisten können und dann zählt es eigentlich nur noch, dass man wenigstens ein eingespieltes Team hat, um nicht weiter abzurutschen und überhaupt eine Chance zu haben im Mittelfeld der dritten Liga mithalten zu können.

11.04.2019 - 18:45 - lapofgods

Julius.Oppermann erzählt mal wieder Unsinn. Braunschweig hatte 31 Zugänge und 33 Abgänge, davon ein Großteil vor der Saison. Da hat diese Saison kaum noch einer aus der letztjährigen Mannschaft gespielt.

11.04.2019 - 14:10 - Julius.Oppermann

Am wenigsten Hoffnung für den MSV macht der abgebildete Herr. Man sollte mal in Braunschweig nachfragen, was er dort hinterlassen hat. Man kämpft verzweifelt gegen die Durchreichung in die 4. Liga.

Für Duisburg dürfte die 3. Liga auch nur Zwischenstation sein, um endlich mit RWE, RWO, Aachen, Wuppertal wieder vereint zu sein wie zu seligen Regionalliga-West-Zeiten - jetzt aber in der 4. Liga.