Seit wenigen Jahren ist Rene Lewejohann im Trainer-Geschäft. Schritt für Schritt hat er sich vom Landesliga-Coach zum U19-Assistenten im Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiß Oberhausen hochgearbeitet. Nun will er wieder ein wenig kicken - mit 36 Jahren in der Kreisliga A.

Comeback

René Lewejohann geht in der Kreisliga A auf Torejagd

01. September 2020, 10:59 Uhr
Rene Lewejohann will demnächst wieder auf Asche auf Torejagd gehen. Foto: Rainer Raffalski

Rene Lewejohann will demnächst wieder auf Asche auf Torejagd gehen. Foto: Rainer Raffalski

Seit wenigen Jahren ist Rene Lewejohann im Trainer-Geschäft. Schritt für Schritt hat er sich vom Landesliga-Coach zum U19-Assistenten im Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiß Oberhausen hochgearbeitet. Nun will er wieder ein wenig kicken - mit 36 Jahren in der Kreisliga A.

René Lewejohann dürfte nahezu jedem Fußball-Fan im Ruhrgebiet ein Begriff sein. "Lewe", wie ihn alle nennen, ist ein Ruhrpott-Original, der sich selbst als Kind des Ruhrgebiets und als Straßenköter bezeichnet. Er hat das Herz am rechten Fleck, wie man hierzulande gerne sagt. Und: Der Familienvater ist fußballverrückt.

Eigentlich hatte der Ex-Profi im Winter 2017 seine aktive Laufbahn beendet und sich fortan auf seine Trainer-Karriere konzentriert. Das soll auch so bleiben. Aber: Ab sofort wird der langjährige Spieler der Schalker Knappenschmiede auch für den Gelsenkirchener Kreisliga-A-Vertreter Sportfreunde Bulmke auf Torejagd gehen. "Das ist ein reiner Freundschaftsdienst. Mich juckt es aber immer noch in den Füßen. Soweit es mir die Zeit erlaubt und mit meiner Tätigkeit bei RWO nicht überschneidet, werde ich für Bulmke auflaufen", erzählt Lewejohann im RevierSport-Gespräch. Sein Zusatz: "Am liebsten laufe ich bei den Heimspielen auf. Da spielt Bulmke immer noch auf Asche und dann so richtig schön als Neuner alter Schule im Strafraum. Darauf habe ich richtig Bock."

Lewejohann speckte in den letzten Monaten rund 20 Kilogramm ab

Lust auf die Aufgabe machten "Lewe" seine alten Kumpel Ali Vural und Cahit Gündogan. Das Trio spielte einst im Nachwuchs des VfL Bochum und FC Schalke 04 zusammen. Nun werden Vural und Gündogan Lewejohann als Spieler unter ihren Fittichen haben. "Ich hoffe, dass ich ein, vielleicht zwei Spiele im Monat machen kann. Das wäre schon cool. Aber ich betone auch, dass das einfach nur ein 'Just-For-Fun-Ding' ist - ohne jeglichen Druck. Das wissen auch Ali und Cahit. Das ist alles mit den Jungs abgesprochen."

Trotz seiner mittlerweile 36 Jahre ist "Lewe" fit. Während der Corona-Pandemie, die seit Mitte März andauert, speckte der Oberhausener U19-Co-Trainer von Markus Kaya rund 20 Kilogramm ab. "Das musste sein. Für meine Gesundheit, aber auch für meinen Job als Trainer. Da muss man auch eine Vorbildfunktion haben und ich sehe es so, dass man da eher nicht mit einer dicken Wampe rumlaufen sollte", meint der 7-malige Zweitligaspieler im Trikot von LR Ahlen.

Neben Ahlen war Lewejohann in seiner aktiven Laufbahn auch für FC Schalke 04 II, SV Wilhelmshaven, Alemannia Aachen II, Westfalia Herne, Bonner SC, SV Meppen, Sportfreunde Siegen, 1. FC Kaan-Marienborn, DSC Wanne-Eickel und BV Herne-Süd aktiv. Hinzu kommen Auslands-Engagements in Australien, auf Zypern, in den Niederlanden und im Iran. Und nun kommt eine weitere Station hinzu: bei den Sportfreunden Bulmke.

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02.09.2020 - 09:45 - Lokutus

Bezeichnend, Bulmke kommt nach den Stationen im Ausland