Borussia Dortmund hat mit Thomas Meunier einen Rechtsverteidiger mit internationalem Ruf verpflichtet. Gegenüber der Deutschen Presseagentur erzählte er nun aber, wie schmutzig sein Abschied vom französischen Meister Paris Saint-Germain lief.

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"Realitätsverlust": BVB-Neuzugang Meunier ledert gegen PSG

Tizian Canizales
16. Juli 2020, 09:35 Uhr
Thomas Meunier (rechts) im Zweikampf mit Borussia Dortmunds Erling Haaland. Foto: firo

Thomas Meunier (rechts) im Zweikampf mit Borussia Dortmunds Erling Haaland. Foto: firo

Borussia Dortmund hat mit Thomas Meunier einen Rechtsverteidiger mit internationalem Ruf verpflichtet. Gegenüber der Deutschen Presseagentur erzählte er nun aber, wie schmutzig sein Abschied vom französischen Meister Paris Saint-Germain lief.

128 Pflichtspiele für den französischen Champion Paris Saint-Germain waren den dortigen Verantwortlichen offenbar genug: Der Belgier Thomas Meunier wechselt zur neuen Saison zum deutschen Vizemeister Borussia Dortmund und soll dort den abgewanderten Senkrechtstarter Achraf Hakimi beerben. Im Interview mit der Deutschen Presseagentur trat Meunier nun jedoch gegen seinen alten Arbeitgeber PSG nach.

Meunier sollte "gratis für PSG auflaufen"

Speziell den Paris-Sportdirektor Leonardo nahm Meunier ins Visier. „Leonardo hat sich zu keinem Zeitpunkt um ein Agreement mit dem BVB, geschweige denn mit mir bemüht! Er wollte, dass ich praktisch gratis für PSG auflaufe“, kritisierte er mit Blick auf das anstehende Champions-League-Turnier im August, an dem die Pariser teilnehmen. 


Der BVB hätte Meunier wohl unter Auflagen für das CL-Turnier mit seinem alten Arbeitgeber freigestellt. Daran hatten die Pariser allerdings offensichtlich kein Interesse, was Meunier in seiner Entscheidung, den französischen Meister zu verlassen, bestätigte. Ein Modell, wie beispielsweise eine August-Leihe, wird es demnach nicht geben. 

Meunier soll sich fernhalten - "Realitätsverlust"

Stattdessen habe der Klub weitere Geschütze aufgefahren, um Meunier auf Distanz zu halten. So hätten die PSG-Verantwortlichen ihm per anwaltlichem Schreiben mitgeteilt, dass er dem Trainingsgelände fernbleiben solle. Weiterhin wurde sein Gesuch, nach der Corona-Krise dort wieder trainieren zu dürfen, abgelehnt. 


"(Mir wurde) telefonisch mitgeteilt, ich solle bloß nicht den Weg von wem auch immer kreuzen, weil ich verstörende Geschichten erzählen könnte. Typischer Fall von Realitätsverlust“, monierte Meunier, der direkt eine weitere Behauptung Leonardos bestritt. „Leonardo hat der Presse in Frankreich erzählt, dass ich eine Vertragsverlängerung abgelehnt hätte. Das stimmt so aber nicht, das will ich ganz deutlich sagen“, erklärte Thomas Meunier.

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