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Ratingen 04/19: Hasenpflug hofft wieder auf Zuschauer

Stefan Loyda
28. Dezember 2020, 08:00 Uhr
Ratingen 04/19s Trainer Martin Hasenpflug. Foto: Thorsten Tillmann

Ratingen 04/19s Trainer Martin Hasenpflug. Foto: Thorsten Tillmann

Martin Hasenpflug hat bei Ratingen 04/19 die U19 trainiert und nun im Sommer die erste Mannschaft übernommen. In seinem ersten halben Jahr führte er den Klub auf Platz vier. Wir haben mit ihm über das vergangene halbe Jahr und die Zukunft gesprochen.

Martin Hasenpflug, die Saison wurde erneut unterbrochen. Wie lautet Ihr Fazit für die Hinrunde?
Wir hatten eine durchwachsene Vorbereitung nach der langen Pause und wussten nicht wirklich, wo wir stehen. Die Kaderplanung war schwierig. Aber dann haben wir uns immer besser zurecht gefunden. Vor dem neuerlichen Abbruch waren wir in Top-Form. Von daher bin ich mit dem Saisonverlauf zufrieden. Wir haben uns kontinuierlich gesteigert. Das war so nicht zu erwarten. Zwei Wochen vor dem Saisonstart hatten wir 16, 17 Spieler im Kader.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Für das Fußballjahr hoffe ich einfach, dass alles wieder normal wird, dass die Corona-Geschichte langsam beendet wird , wir wieder langsam normal spielen können und die Zuschauer wieder zurückkommen dürfen. Unser Spiel gegen die SSVg Velbert war ein Spitzenspiel und es durften nur 100 Zuschauer rein, das hätten auch ungefähr 600 sein können.

Wie soll die Saison beendet werden??

So wie es ins Auge gefasst wird, damit kann ich mich identifizieren. Bis zum 30. Juni geht die Saison, das steht ja schon fest. Wenn wir bis dahin spielen und die komplette Hinrunde geschafft haben, ist das in Ordnung.

Wie erleben Sie diese unfreiwillige lange Fußballpause?
Wir haben zweimal die Woche Zoom-Trainings gehabt. Mit Laufeinheiten dann drei Einheiten pro Woche. Das war ganz gut, vor allem, dass man sich untereinander sieht, dadurch die Gemeinschaft pflegt und ein bisschen die Grundfitness beibehält.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist. Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?
Wenn es wieder normal losgeht, werden sich die Leute alle freuen. Man merkt schon, dass es die Leute nervt, immer nur zuhause zu sein. Die Spazierwege sind voll ohne Ende. Ich glaube, dass es noch stärker wird als vorher, weil alle zu schätzen wissen werden, was sie daran haben. Auch was die Zuschauer angeht. Im Sommer war das erste Testspiel auf 300 Zuschauer begrenzt und es war schon so voll, dass die Rheinische Post über unser angeblich schwaches Hygienekonzept berichtet hat.

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