25.09.2018

RL

Punktabzug gegen Mannheim - weitere Schritte?

Foto: dpa

Sportlich läuft die Saison bislang gut für den SV Waldhof Mannheim. Doch ein Urteil des DFB-Bundesgerichts infolge des Spielabbruchs in der Relegation im Mai bedroht den komfortablen Vorsprung auf Verfolger Ulm. Der Klub prüft nun weitere juristische Schritte.

Regionalliga-Südwest-Tabellenführer Waldhof Mannheim ist mit seiner Berufung gegen den Punktabzug infolge der Ausschreitungen im Relegationsspiel um den Aufstieg in die 3. Liga gescheitert. Das DFB-Bundesgericht bestätigte am Dienstag in einer mündlichen Berufungsverhandlung die drei Punkte Abzug für die laufende Saison, reduzierte aber die Höhe der Geldstrafe. Statt 40 000 Euro müssen die Mannheimer nur noch 25 000 Euro bezahlen und dürfen einen Teil davon in Maßnahmen zur Sicherheit und Gewaltprävention investieren. Der Vorsprung in der Regionalliga Südwest auf Verfolger SSV Ulm 1846 betrüge dann nur noch drei statt bislang sechs Punkte.

Der Fußball-Klub prüft nach Angaben seines Geschäftsführers Markus Kompp nun weitere juristische Schritte. Man werde das schriftliche Urteil abwarten und dann entscheiden, ob man noch eine weitere Runde gehe, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Statt vor das ständige Schiedsgericht möchte der Verein in diesem Fall gerne vor das Landgericht Frankfurt.

Ansatz dafür ist ein Formfehler, auf den das Gericht in der mündlichen Verhandlung nach Angaben von Kompp nicht eingegangen ist. Demnach bekamen die Mannheimer einen nicht vom Kontrollausschuss unterschriebenen ersten Antrag über neun Punkte Abzug zugestellt.


Verurteilt wurde Mannheim im Juli dann zu drei Punkten Abzug, einer Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro und mehreren Auflagen. In der Berufung gab es nun Anpassungen der Strafe. «Das Ausmaß der Vorfälle während der Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen Uerdingen war so exorbitant, dass in der Ahndung neue Wege beschritten werden müssen», begründete der Vorsitzende Richter des DFB-Bundesgerichts, Achim Späth, laut DFB-Mitteilung den Punktabzug. Anerkannt worden seien aber auch von der neuen Mannheimer Vereinsführung eingeleitete Maßnahmen. Kompp hält es weiter für falsch, die Spieler für ein Fehlverhalten der Fans zu bestrafen.

Im Playoff-Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga am 27. Mai hatten Mannheimer Anhänger Rauchbomben und Böller auf das Spielfeld geworfen. Die Partie war in der 82. Minute beim Stand von 2:1 für Uerdingen unter- und schließlich abgebrochen worden. (dpa)

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