Mit über 300 Spielen ist Mehmet Kara Rekordspieler des SC Preußen Münster. Bei RevierSport blickt er auf eine lange Karriere zurück, die ihn schon in die erste türkische Liga und die deutsche zweite Bundesliga führte. 

3. Liga

Preußen-Rekordspieler Kara: "Münster ist mein Herzensklub"

Tizian Canizales
06. Mai 2020, 08:00 Uhr
Mehmet Kara ging lange Jahre für den Drittligisten SC Preußen Münster auf Torejagd. Foto: Thorsten Tillmann

Mehmet Kara ging lange Jahre für den Drittligisten SC Preußen Münster auf Torejagd. Foto: Thorsten Tillmann

Mit über 300 Spielen ist Mehmet Kara Rekordspieler des SC Preußen Münster. Bei RevierSport blickt er auf eine lange Karriere zurück, die ihn schon in die erste türkische Liga und die deutsche zweite Bundesliga führte. 

Mit mittlerweile 36 Jahren ist Mehmet Kara heute immer noch aktiv. Er spielt beim Lüner SV in der Westfalenliga und will gerne ins Trainergeschäft wechseln. Die nötige Erfahrung dazu hat er, spielte er doch schon von der deutschen Kreis- bis zur zweiten Bundesliga und in der türkischen ersten Liga. "Ich bin sehr dankbar für alles, was ich erleben durfte", sagt Kara. 

Von der Kreis- in die zweite Bundesliga

Seine Karriere liest sich ein wenig wie im Bilderbuch. Kara startete im Jahr 2002 beim Kreisligisten SuS Oberaden, arbeitete sich seitdem nach oben. "Ich habe natürlich Talent, war aber auch immer schon sehr ehrgeizig. Für mich war wichtig, dass ich immer daran geglaubt habe, dass ich Profi werden kann", erklärt der 36-Jährige. 


Nach einigen Jahren in der Türkei wechselte Kara im Winter 2007 zum Oberligisten Hammer Spielvereinigung und ein halbes Jahr später zum Ligakonkurrenten SC Preußen Münster. "Da sind wir dann direkt in die Regionalliga aufgestiegen, das war etwas ganz Besonderes", erinnert er sich. 

Kara spielte bis auf eine Unterbrechung von eineinhalb Jahren bis zum Sommer 2018 in Münster. Lediglich zwischen 2011 und 2013 kehrte er ihnen den Rücken. "Ich habe ein Angebot vom SC Paderborn aus der 2. Bundesliga bekommen. Das habe ich dann auch angenommen, es war einfach eine große Chance", erzählt der 36-Jährige, der in der Saison 2011/12 zum Stammpersonal der Zweitligamannschaft zählte. In 31 Spielen gelangen ihm vier Tore, sodass ihm die Ostwestfalen einen neuen Vertrag anboten. "Paderborn wollte mich über drei Jahre halten, aber ich habe abgelehnt. Ich wollte in der Türkei Profi werden."

So wechselte Kara zum türkischen Erstligisten Gencerbirligi. "Dort hat es aber leider nicht gepasst. Ich hatte kaum Zeit für meine Familie und auch einige Meinungsverschiedenheiten mit dem Trainer. Dazu kam, dass mich Preußen Münster unbedingt zurückholen wollte. Deswegen bin ich dann schon nach einem halben Jahr wieder zurück nach Deutschland gekommen", erklärt der Türke. 


Enttäuschender Abgang aus Münster

Bei den Preußen zählte er sofort wieder zum Stammpersonal in der 3. Liga, spielte bis zur Saison 2016/17 regelmäßig. Dann kam mit Benno Möhlmann jedoch ein Trainer, der nicht mehr auf ihn setzte. "Irgendwann müssen die alten Spieler natürlich gehen. Für mich war es jedoch sehr enttäuschend. Ich liebe die Fans, den Verein, die Stadt. Und auf einmal heißt es dann, dass sie nicht mehr mit mir planen und ich gehen könne. Das tut weh", erinnert sich Kara. 

Trotz allem blieb er beim SCP, absolvierte noch eine weitere Saison in der zweiten Mannschaft. "Viele haben gedacht, dass ich nur wegen des Geldes dageblieben wäre. Das stimmt aber nicht. Ich liebe diesen Verein einfach und habe gehofft, dass ich über die zweite noch einmal an die erste Mannschaft herankommen kann."

Das klappte allerdings nicht, und so wechselte Kara über die Station Rot Weiss Ahlen schließlich zum Lüner SV. Den SC Preußen Münster verfolgt er dennoch weiterhin, zittert auch in der aktuellen sportlichen Krise mit. "Ich hoffe, dass sie es schaffen, in der 3. Liga zu bleiben. Preußen Münster ist einfach mein Herzensklub."

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