Seit Freitagabend rollt auch im polnischen Fußball der Ball wieder. Die ersten drei Profiligen setzen ihre Saison nach der Corona-Pause fort.

Als erstes Land

Polnische Liga: Ab dem 19. Juni mit Zuschauern im Stadion

29. Mai 2020, 21:35 Uhr
Die Fans von Legia Warschau dürfen ab dem 19. Juni ihre Mannschaft wieder im Stadion unterstützen. Foto: firo

Die Fans von Legia Warschau dürfen ab dem 19. Juni ihre Mannschaft wieder im Stadion unterstützen. Foto: firo

Seit Freitagabend rollt auch im polnischen Fußball der Ball wieder. Die ersten drei Profiligen setzen ihre Saison nach der Corona-Pause fort.

Die polnische Ekstraklasa sowie das Unterhaus feiern den Re-Start der Saison. Der Ball rollt wieder. Wie in Deutschland wird auch in Polen unter strengsten Hygienevorschriften und ohne Zuschauer gespielt. Noch ohne Zuschauer.

Ab dem 19. Juni 2020 werden die Klubs um Tabellenführer Legia Warschau wieder von ihren Anhängern unterstützt. Das bestätigte am Freitag Polens Premierminister Mateusz Morawiecki. Demnach dürfen die Stadien jeweils mit 25 Prozent des Fassungsvermögen gefüllt sein. Bei Legia Warschau wären dies beispielsweise 7999 Fans. Bei einem Zuschauerschnitt unter knapp 20.000 Fans pro Heimspiel dürfte das Verfahren, wer ins Stadion darf, nicht leicht sein. Auf die Frage welche Fans das Stadion betreten dürfen, haben die Klubs noch keine Antworten. Jedoch bis zum 19. Juni noch reichlich Zeit ein Konzept auszuarbeiten.

Polen will sich von seiner besten Seite zeigen - 16 Länder übertragen die Ligaspiele

"Der polnische Staat unterstützt die polnischen Fußballklubs mit 25 Millionen Zloty (umgerechnet 5,6 Millionen Euro, Anm. d. Red.). Ich freue mich, dass die Ekstraklasa in 16 Ländern im TV übertragen wird. Der Fußball ist eine Werbung und ein Geschäft für unser Land. Wir haben noch heute mit Verbandspräsident Zbigniew Boniek gesprochen und uns geeinigt, dass die Fans ab dem 19. Juni in die Stadien zurückkehren dürfen. Natürlich unter strengsten Hygienevorschriften", wird Premierminister Morawiecki in den polnischen Medien zitiert.

Verbandschef Boniek, einst ein europäischer Topspieler bei Juventus Turin an der Seite von Michel Platini, freut sich über das Entgegenkommen des Premierministers und verrät, wie er sich die Spiele mit Fans vorstellt: "Die Karten wird man nur online erwerben können. Für viele Vereine sind die 25 Prozent Auslastung des Stadions völlig ausreichend. Es wird auch nicht so sein, dass alle Fans auf einer Tribüne sitzen werden. Und wir reden auch nur von Fans der Gastgeber-Mannschaft. Aktuell sind Gästefans kein Thema."

Die Nachricht aus Polen könnte durchaus auch den deutschen Fußballfans Hoffnung machen...

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