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Podcast: Wattenscheids Probleme "sind nicht überraschend"

RevierSport
10. Oktober 2019, 20:57 Uhr

Foto: dpa

In unserem Podcast "Fußball Inside" diskutieren wir über die Ruhrgebietsvereine. In dieser Woche stehen vor allem Borussia Dortmund und Wattenscheid im Fokus.

Eine Länderspielpause ist langweilig?

Oh nein!


In der neuen Folge unseres Podcasts "Fußball Inside" beweisen wir das Gegenteil. Wir reden nicht nur über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die in Dortmund stark ersatzgeschwächt auf Argentinien traf und sich nach einer 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen musste. Die Fragen sind vielfältig: Wie ist das Spiel zu werten? Welche der nachgerückten Spieler können auf Dauer bei Joachim Löw bleiben?

Aber auch rund um die Profivereine aus dem Ruhrgebiet gibt es genug Themen! Borussia Dortmund ist bisher die große Enttäuschung in der aktuellen Bundesliga-Saison. Ist Trainer Lucien Favre das Problem? Hilft BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit den Auszügen aus seiner Biografie seinem aktuell angeschlagenen Trainer?


Beim BVB läuft's nicht, auf Schalke schon - kann S04 aber auch nach der Länderspielpause überzeugen? Der VfL Bochum hat gerade seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Doch im Tabellenkeller der 2. Bundesliga steht der VfL immer noch. Der MSV Duisburg vergab zweimal leichtfertig die Chance, die Tabellenführung in der 3. Liga zu übernehmen. Folgt nach zwei Pleiten in Folge nun eine Krise?

Die SG Wattenscheid 09 hätte solche Probleme gern. Dem Traditionsklub droht erneut das Aus. War dies absehbar?

Es diskutieren Moderator Christian Hoch sowie die Funke-Sport-Redakteure Sebastian Weßling und Andreas Ernst.

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13.10.2019 - 14:35 - Stauder09

Auch das darf gerne noch erwähnt werden:
"Die Mannschaft um Cheftrainer Farat Toku hat am gestrigen Samstagnachmittag beim 2:2 bei Spitzenreiter SV Rödinghausen beeindruckt. Trotz aller bekannten Widrigkeiten zeigten Kapitän Nico Buckmaier und Co. eine starke Leistung und verpassten den möglichen Auswärtssieg nur knapp.

Nun setzen Mannschaft und Trainerteam auch neben dem Platz einen drauf: Als Solidarbeitrag für die finanzielle Sanierung des Vereins verzichten sie von Oktober bis zum Saisonende auf jegliche Prämienzahlungen. Im Gegenzug soll im Falle der Fortsetzung des Spielbetriebs und dem Erreichen des Klassenerhalts trotz 9 Punkten Abzug eine noch auszuhandelnde Nichtabstiegsprämie gezahlt werden.

Insolvenzverwalterin Frau Dr. Commandeur sieht in dieser Entscheidung ein „starkes Zeichen von Mentalität und Einstellung zum Verein“."

Danke.

12.10.2019 - 20:06 - Stauder09

Für Euren nächsten Podcast:
"Es wurde ein monatlicher Liquiditätsbedarf von 70.000 – 100.000 Euro benannt. Wie kommt diese schwankende Summe zustande und wieviel Geld fehlt realistisch bis zum Saisonende?
Der monatliche Liquiditätsbedarf schwankt je nach Anzahl und Ausgang der Spiele wegen der Prämienregelung für die erste Mannschaft. Die Grundgehälter der Spieler sind eher unterdurchschnittlich. Derzeit fehlen bis zum Jahresende (Oktober bis Dezember) für den Fall, das alle Spiele gewonnen werden insgesamt noch ca. 230.000 €. Der Liquiditätsbedarf für die gesamte restliche Saison beträgt je nach Spielergebnissen ca. 500.000 – 700.000 € (Oktober bis Juni). In diesen Gesamtkosten sind neben den Gehältern für die erste Mannschaft und den Trainerstab auch alle sonstigen Kosten, z.B. für die Jugendabteilung, die Platzpflege, die Ordnungsdienste, Fahrtkosten, Mieten etc. enthalten. Der Verein hat insgesamt 38 Festangestellte. Evtl. Kosteneinsparungen, die auf der Strecke umgesetzt werden könnten, sind hier noch nicht berücksichtigt."

11.10.2019 - 07:27 - Außenverteidiger

Leider muss jedes Mitglied aus Fehlern lernen. Wir haben vor langer Zeit die Schrift eingeführt. Somit ist das gegebene Wort schweiß egal und seriöse Menschen unterschreiben Verträge. Nur wer einen Vertrag vorlegen kann, wird seine Worte in Taten überführen.
Wenn mein Verein so hängen gelassen werden würde, wäre auch eine Steuerprüfung der Lügner garantiert.

11.10.2019 - 07:10 - Stauder09

Genau so ist es.
In der Diskussion ist davon die Rede, wie viel Geld die SGW doch da über Prämien raushauen würde.
Wenn da jeden Monat 30.000 Euro fällig würden, dann würde sich der eine oder andere aber umgucken. Das hieße nämlich dann Monat für Monat volle Punkte. Satte 75 Punkte.
Mir soll es recht sein, aber: Wer glaubt daran?

11.10.2019 - 03:21 - Lackschuh

Ich rechne mir Zahlen auch gerne runter, damit sie ein Bild mit Zuordnung bekommen! Klar, da sind immer viel Spekulationen drin, denn wird z.B. von Etat geredet, dann wissen wir gar nicht, was alles drin ist: Benzingeld Auswärts, Betreuer, Waschgeld, medizinische Versorgung............. viele Fragezeichen und dann kommen ja oftmals noch externe Leute dazu, die den einen Spieler persönlich finanzieren. Ich will also nur sagen, dass wir mit den Zahlen eigentlich nix anfangen können!!

10.10.2019 - 22:30 - Stauder09

Wir können auch weiterrechnen:
Es geht gegen den Abstieg. Wie viele Punkte braucht man in etwa bei einer 19er Liga? 45? 12 Punkte sind erspielt abzüglich 9 Pkt verbleiben 3 Pkt. Also sind noch 42 Punkte zu holen. Bis Mai 2020. Also 8 Monate.
42 Punkte x 2500 Euro/Punkt / 8 Monate = 13125 Euro / Monat wie auch immer aufgeteilt auf das Team.
Und dass die 70.000 reine Gehaltszahlungen sind, wage ich zu bezweifeln. Es gibt weitere laufende Kosten wie Mieten, Bürokosten usw. Das darf man dann noch abziehen.
Bislang sprachen wir auch von Bruttozahlen. Das ist ja das was der Arbeitgeber (Verein) zu zahlen hat.
Von den 90 Euro Punktprämie und den 2500 Euro (ohne die Abzüge für Stadionmiete, Bürokosten, Einkauf von Getränken etc.) Grundgehalt gehen noch ein paar Steuern und Sozialabgaben ab. Arbeitgeberanteil? 50%?
< 45 Euro Prämie und < 1250 Euro Grundgehalt für jeden Beteiligten im Team (m.E. immer noch brutto) und davon ab dann die persönlichen Abgaben eines jeden...

10.10.2019 - 22:00 - Stauder09

Da sich so über die 30.000 Euro Prämiengelder ausgelassen wurde:
30.000 Euro / 4 Spiele/Monat = 7.500 Euro / Spiel/Monat. Da das der Maximalbetrag zu sein scheint, geht mal davon aus, dass es also 7.500 Euro / Sieg sind. Pro geholtem Punkt also 2.500 Euro aufgeteilt, von mir aus nur auf die eingesetzten Spieler und den Trainer. Aktuell werden meist 11 + 4 Spieler eingesetzt + Trainer = 16 Personen.
2.500 / 16 = 156,25 Euro pro erspielten Punkt. Und das nur für die eingesetzten Spieler und den Trainer. Der Kader umfasst 19 Spieler. Nimmt man noch Betreuer, Mannschaftsarzt, Co-Trainer, Torwart-Trainer etc. dazu sind es 28 Personen. Gerecht aufgeteilt wären das für alle ca. 90 Euro pro Punkt.
Vereinfacht gerechnet, ohne Torprämie. Aber maximal sind es ja so oder so 30.000 Euro.

Da haben die Spieler sicher nur deshalb bei den anderen Vereinen abgesagt und sind zu 09 gekommen. Nur aufgrund der immensen Punktprämie...

Ach ja, die 70.000 auf das Team aufgeteilt sind im Schnitt ca. 2.500 Euro für jeden im Monat. Wie sehen die Beträge bei den anderen Vereinen aus? Vielleicht gibt es darüber auch mal einen Artikel im Reviersport ähnlich den Zuschauerzahlenrankings…
Und das bitte für Grundgehalt und Prämienregelung.

Außerdem ist ein Geldgeber kurzfristig, trotz Zusagen abgesprungen. Das wurde zwar in Eurer Diskussion ganz kurz nebenbei erwähnt, aber nicht weiter darauf eingegangen. Worauf soll sich denn der Verein verlassen, wenn nicht auf Zusagen und Vereinbarungen?

Und zu der Eurer Meinung nach nur kurzfristigen Lösung, falls sich jemand finden sollte: Frau Dr. Commandeur erwähnte noch, was Ihr in Euren Artikeln bisher nicht mitgeteilt habt: "Es gibt bereits designierte Vorstandsmitglieder, die an einem neuen Konzept und einer professionellen Struktur arbeiten. Sofern es gelingt, die Einnahmenseite zu stabilisieren, ist eine Neuausrichtung und Sanierung des Vereins möglich."
Das liest sich zumindest wie ein Lösungsansatz. Ob es dann DIE Lösung ist, weiß natürlich niemand. Aber was soll der Verein mehr tun, als Lösungen zu suchen und zu probieren?