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Philipp Zeigers Teamkollege: "Simon Engelmann ist ein Phänomen"

14. November 2020, 14:15 Uhr
Linus Meyer bestritt 52 Spiele (neun Tore) für den SV Rödinghausen. Foto: Micha Korb

Linus Meyer bestritt 52 Spiele (neun Tore) für den SV Rödinghausen. Foto: Micha Korb

Während die Regionalliga West weiterspielen darf, pausiert die Nordost-Staffel. Immerhin darf beim Berliner Klub Altglienicke der Trainingsbetrieb fortgesetzt werden. Wir haben mit dem ehemaligen Rödinghauser und heutigen VSG-Spieler Linus Meyer gesprochen.

In der Regionalliga Nordost waren bis zum Lockdown Anfang November 13. Spieltage absolviert. Tabellenführer ist Viktoria Berlin, das elf Partien bestritten hat - und alle elf Begegnungen gewann. Dahinter lauert der Berliner Klub VSG Altglienicke mit einem Acht-Punkte-Rückstand.

Den Regionalliga-West-Fans werden allen voran Philipp Zeiger (einst Rot-Weiss Essen) und Linus Meyer (SV Rödinghausen) aus der Altglienicker Mannschaft ein Begriff sein. Beide konnten bislang nicht alle elf Partien für die Berliner absolvieren, da sie jeweils einen Muskelfaserriss auskurieren mussten. Doch wenn das Duo fit ist, dann ist es auch gesetzt.

Starke Linus-Meyer-Bilanz: Sechs Spiele, sechs Tore, drei Vorlagen

Während Innenverteidiger Zeiger auf acht Einsätze kommt, liegt Offensivspieler Meyer bei sechs Einsätzen. Doch diese können sich sehen lassen. Der 28-jährige gebürtige Hamburger erzielte schon sechs Tore und legte drei weitere auf. "Ja, es läuft gut für mich. Ich bin auch in Berlin angekommen und fühle mich wohl. Auch wenn alles irgendwie einen Tick zu groß ist (lacht). Und das sage ich, obwohl ich aus der Großstadt Hamburg komme", erzählt Meyer im RevierSport-Gespräch.

Persönlich läuft es für Meyer in der Hauptstadt. Wären da nicht Viktoria Berlin und die Corona-Pandemie. "Der Acht-Punkte-Rückstand ist schon ein Brett. Aber wir werden, wenn es denn wieder losgeht, alles versuchen, um unsere Hausaufgaben zu erledigen und noch einmal heranzukommen. Ich glaube nicht, dass Viktoria Berlin alle Spiele gewinnen wird", sagt Meyer.

Der Blick geht immer noch Richtung Regionalliga West

Wie lange die Nordost-Staffel pausieren wird, ist noch offen. Zunächst einmal gilt wohl, dass bis Ende November nichts geht. Aktuell können immer noch nicht alle Vereine wieder trainieren.

Bis dahin gilt es für Meyer, Zeiger und Co., die Ruhe zu bewahren und den Trainingsbetrieb so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Da die Regionalliga West die einzige Viertliga-Staffel ist, die spielt, geht der Blick aktuell oft Richtung West-Staffel. "Ich fahre mit Philipp Zeiger auch mal zum Training und da sind Rödinghausen und allen voran Rot-Weiss Essen immer wieder Gesprächsstoff. Philipp hat ja viele Jahre bei RWE gespielt und ich kenne Felix Backszat und natürlich Simon Engelmann ganz gut. Da haben wir uns einiges zu erzählen", verrät Meyer.

Dass sein ehemaliger Rödinghauser Mannschaftskollege - Meyer erzielte in zwei Jahren an der Seite von Engelmann in 52 Spielen neun Tore für Rödinghausen - mit Essen auf Platz eins der Regionalliga West steht, überrascht Meyer keinesfalls. "RWE hat eine super Mannschaft beisammen und Simon Engelmann. Er ist ein Phänomen und macht überall seine Tore. Er ist der beste Regionalliga-West-Stürmer der letzten Jahre. Ich habe noch zuletzt mit ihm telefoniert und weiß, wie wohl er sich in Essen fühlt", sagt Meyer.

Er selbst hat mit Altglienicke auch noch einiges vor. Meyer: "Man spürt die Aufbruchstimmung im Verein. Hier ist alles neu und im Kommen. Der Verein wächst und wächst. Wir wollen, wie RWE auch, in die 3. Liga aufsteigen!" Wer weiß, vielleicht gibt es in der kommenden Saison ein Wiedersehen zwischen Engelmann und Meyer - dann in der 3. Liga.

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