Paderborn will den nächsten Coup gegen Köln

14.02.2019

Treffen der Tormaschinen

Paderborn will den nächsten Coup gegen Köln

Foto: firo

Der SC Paderborn ist kein normaler Aufsteiger. Das Team von Steffen Baumgart steht für Spektakel, jagt die Topteams - und will am Freitag im Duell mit dem 1. FC Köln mal wieder den Favoriten stürzen.

Steffen Baumgart spricht nicht so, wie er Fußball spielen lässt, und er tritt auch nicht so auf, wie er Fußball spielen lässt. Schnoddrig, grimmig, mit Sieben-Tage-Bart und tiefen Falten auf der Stirn erzählt der Trainer des SC Paderborn von der nächsten großen Aufgabe für seine Offensivmaschine: Am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) kommt der 1. FC Köln zum Flutlichtspiel nach Ostwestfalen, und die 2. Bundesliga frohlockt.

Der beste Angriff der Liga (51 Tore) besucht den zweitbesten (50), es messen sich zwei Mannschaften ohne Rückwärtsgang, schon das Hinspiel in Köln wurde zum Spektakel mit überraschendem Ausgang: Aufsteiger Paderborn gewann mit 5:3.

Es könnte also wieder ein "intensives", ein "schönes", vielleicht sogar "ein geiles Spiel" werden, sagt Baumgart, viel mehr an Schwärmereien möchte er sich aber nicht entlocken lassen.

Der Sieg in Köln sei eben nur ein Spiel von mittlerweile 21 seit dem Aufstieg gewesen, und das Team hat seine Stärken auch auf anderen Plätzen zur Genüge präsentiert: Paderborn geht als Tabellensiebter in das Spiel gegen Köln und würde bei einem Sieg vorerst auf Relegationsrang drei springen - nur zwei Punkte hinter dem Top-Favoriten.

Immerhin, das räumt Baumgart ein, eine wichtige Funktion hatte dieses große Spiel beim FC vor 50.000 Zuschauern doch. "Wir haben uns vom Spielverlauf nicht beeindrucken lassen, das war das Interessante", sagt der 47-Jährige, "wir haben das 3:3 bekommen und trotzdem weiter nach vorne gespielt, sind das Risiko eingegangen. Und die Erkenntnis war: Das funktioniert auch in dieser Liga."

Es war der 5. Spieltag, und erstmals zeigte der Aufsteiger diese beinahe bedingungslose Offensive, mit der er zuvor schon durch die 3. Liga marschiert war. "Dieses Spiel hat uns in der Art und Weise, wie wir Fußball spielen, bestätigt", sagt Stürmer Sven Michel.

Rund fünf Monate später wird der SCP längst ligaweit als eine Mannschaft wahrgenommen, die grundsätzlich jeden Gegner schlagen kann. Die gar in einem Atemzug genannt wird mit dem mit Erstligaprofis gespickten Kölner Team. Der FC und Paderborn seien durchaus vergleichbar in ihrer Spielweise was "Mut und Intensität angeht", sagt Baumgart, "auch wir wollen unser Spiel durchsetzen, unabhängig vom Gegner."

Am Freitagabend wird seine Mannschaft das vor ausverkauftem Haus versuchen, 15.000 Zuschauer sind dabei und hoffen, dass eine Serie hält: Paderborn hat auf eigenem Platz noch nicht verloren. "Wir wollen die Punkte hier behalten", sagte Baumgart. sid

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