Oberliga Westfalen

Oberliga-Wahnsinn in Schermbeck

Anika Haus
11. August 2019, 18:15 Uhr

Foto: Gerd Hermann

Zum 1. Spieltag der Oberliga Westfalen empfing der SV Schermbeck die Elf von Westfalia Herne. 3:3(1:0) hieß es am Ende einer denkwürdigen Begegnung.

Der SV Schermbeck und Westfalia Herne haben sich zum Start in die neue Oberliga-Spielzeit mit einem 3:3-Unentschieden getrennt.

"Das war eine tolle Werbung für den Amateurfußball", waren sich Schermbecks Cheftrainer Thomas Falkowski und Hernes Übungsleiter Christian Knappmann nach dem Abpfiff des ersten Oberliga-Spieltages der Saison 2019/20 einig. In einem - um es mit Falkowskis Worten zu beschreiben - "geilen Fußballspiel" hatte Dominik Milaszewski den SV vor heimischer Kulisse zunächst vom Elfmeterpunkt in Front gebracht (25.). Kurz nach dem Seitenwechsel egalisierte Hernes Angreifer Michael Smykacz (52.) den Schermbecker Führungstreffer mit einer sehenswerten Direktabnahme. Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Dominik Hanemann dann mit dem Kopf für die erneute Führung der Rot-Weißen. Wenige Minuten später avancierte Smykacz jedoch abermals zum Spielverderber und traf erneut zum Ausgleich für die Herner Westfalia (80.).

Hernes Torwart trifft zum Endstand

Bis dorthin eigentlich schon kurios genug, sollte der absolute Wahnsinn aber erst in den Schlusssekunden folgen: Nachdem der eingewechselte Gökhan Turan sämtliche unter den 250 Zuschauern weilende Schermbecker Anhänger mit seinem späten Treffer zum vermeintlichen Siegesjubel aus den Sitzschalen riss (87.), kam der SCW ganz kurz vor dem Ende ein drittes Mal zum Ausgleich. Der absolute Höhepunkt: Torschütze war Hernes Schlussmann Ricardo Seifried. Nach einem Eckball sorgte der Torhüter mit einem Kopfballtreffer für den 3:3-Endstand.

"Nach der Leidenschaft, die beide Mannschaften gezeigt haben, hatte es auch keines der beiden Teams verdient, dieses Spiel zu verlieren", fasste Westfalia-Trainer Knappmann das nur schwer in Worte zu fassende Geschehen rückblickend zusammen. "Mein Trainerkollege hat vieles richtig gesagt", schloss sich SV-Trainer Falkowski seinem Gegenüber in seinem Statement zur Begegnung an. "Beide Mannschaften haben alles gegeben."

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