OL NR

Nur die Lizenz-Vergabe kann Homberg noch stoppen

Stefan Loyda
27. März 2019, 15:48 Uhr

Foto: MaBo Sport

Zwölf Punkte Vorsprung und sogar noch ein Spiel weniger. Der VfB Homberg marschiert nahezu in Richtung Regionalliga. Am Wochenende geht es zur SSVg Velbert.

„Wir werden alles dafür tun, dass wir den Platz nicht mehr abgeben“, sagt Stefan Janßen, Trainer des VfB Homberg. Dass dies so ist, ist auch einfach nur logisch. Der VfB Homberg ist Tabellenführer, hat erst eins der bisher 23 ausgetragenen Spiele verloren. Der Vorsprung auf den zweiten Platz beträgt zwölf Punkte, dabei haben die Homberger sogar noch ein Spiel in der Hinterhand. Alle vier Liga-Spiele in 2019 wurden zusätzlich noch gewonnen. Doch der Eindruck täuscht, zumindest wenn man Janßens Worten glauben darf.

Definitiv aufgestiegen, wie ein Amateurfußball-Portal in einer Umfrage behauptet, sei der VfB Homberg noch lange nicht. Janßen: „Es wäre schwachsinnig, sich dazu zu äußern. Wir mussten uns jeden Punkt bisher hart erarbeiten.“ Das zeigen unter anderem die Siege in der Nachspielzeit gegen den ETB (3:2) und vor allem am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Kleve, als die Schwarz-Gelben einen 0:2-Rückstand noch nach der 87. Minute drehen konnten. Janßen: „Das ist unser absoluter Wille. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich dieser Mannschaft je den Willen absprechen konnte.“ Alles aber nur ein Teil des Homberger Erfolgsrezepts: „Der Teamgeist steht über allem. Ansonsten geht alles nur über harte, kontinuierliche Arbeit.“ 


Zieht Baumberg den Lizenz-Antrag zurück?

Doch Janßens Worte sind eindeutiges Understatement. Klar ist: Sportlich ist der VfB Homberg nicht mehr zu stoppen. Im Kampf um den Aufstieg kommt aber ein letzter möglicher Stolperstein hinzu. Die Lizenzierung. Bis nächste Woche müssen die notwendigen Unterlagen für die Regionalliga beim Westdeutschen Fußballverband eingereicht werden. Im Vorjahr wurde den Duisburgern die Zulassung für die Regionalliga zumindest nicht verwehrt. Janßen: „Der Verein wird alles dafür tun, damit alle Unterlagen pünktlich beim Verband sind.“ Die Sportfreunde Baumberg, aktuell Zweiter der Oberliga Niederrhein, hatten in der letzte Saison auf einen Lizenz-Antrag verzichtet. Passiert das jetzt wieder, würde der Vorsprung des VfB Homberg auf einen Nicht-Aufstiegsplatz weiter anwachsen.

Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Am Sonntag geht es für die Homberger erst einmal zur SSVg Velbert. „Mannschaft, Trainer, Umfeld – alles ist dort regionalligatauglich“, warnt Janßen. Im Hinspiel war es Felix Clever, der auch dort erst in der 93. Minute den 1:1-Ausgleich für den VfB erzielen konnte. Harte Arbeit und absoluter Wille eben.

Autor: Stefan Loyda

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren