09.09.2018

Landesliga

Niederwenigern mit Derby-Sieg gegen ESC

Foto: Funke Foto Services

Niederwenigern braucht lange, um in das Spiel gegen Rellinghausen zu kommen - doch die taktischen Kniffe greifen, Niederwenigern gewinnt 2:1 (1:1). Das Glück spielt an diesem Tag auch eine große Rolle.

Die Sportfreunde Niederwenigern etablieren sich als erster Verfolger von Topfavorit FC Kray in der Fußball-Landesliga. Im Heimspiel gewannen die Schwarz-Gelben gegen den ESC Rellinghausen mit 2:1 und festigen damit den zweiten Tabellenplatz. Der Sieg gegen starke Gäste war aber schon etwas glücklich. Einen Punkt wäre für die Rellinghausener sicherlich nicht unverdient gewesen.


Gerade die Anfangsphase gehörte klar dem ESC. Die Gäste erwischten einen tollen Start und gingen nach drei Minuten in Führung. Ein langer Ball aus dem Halbfeld über die zentrale wennische Abwehr hinweg reichte, um die ganze Hattinger Defensive auszuhebeln. ESC-Stürmer Julian Haase erreichte die Kugel und beförderte mit der Spitze über den herausgeeilten Keeper Alexander Golz.

 Der Fehlstart für die Hattinger war also perfekt. Und es wurde nicht besser. Rellinghausen verteidigte geschickt, stellte Innenverteidiger Sergej Stahl zu, und wartete in der eigenen Hälfte auf die Angriffe der Gastgeber. Die Elf von Jürgen Margref hatte arge Probleme ins Spiel zu finden, lange Bälle auf den schnellen Frederick Gipper waren bis zur 30. Minute das einzige Mittel, um mal vor das ESC-Tor zu kommen.

Taktische Umstellung vonnöten

Auch das Pressing funktionierte nicht wie gewohnt, häufig waren die Wennischen zu spät dran und einfach zu weit weg von den Gegenspielern. Trainer Jürgen Margref reagierte auf das Spiel und wechselte schon in der 27. Minute. Für Innenverteidiger Malte Eckert kam Stürmer Simon Bukowski. „Wir mussten mehr ins Risiko gehen“, sagte Margref. „Denn wir haben zuvor einfach nicht stattgefunden.“ Aus der Viererkette wurde eine Dreierreihe und mit Bukowski gab es nun einen zweite Anspielstation ganz vorne. 

Bis die Umstellungen fruchteten dauerte es etwas, aber letztlich wurde das Spiel besser. Mit viel Dusel schaffte die Margref-Elf kurz vor der Pause den Ausgleichstreffer. Torwart Golz schlug den Ball in den gegnerischen Strafraum, wo sich ESC-Keeper und sein Abwehrspieler uneins waren. Letztlich blieben beide dem ball fern und Florian Machtemes schnappte sich die Kugel und schon ins verlassene Tor ein.

Nach dem Seitenwechsel waren die Sportfreunde aktiver und schienen dem nächsten Treffer näher als die Gäste. Und in der 61. Minute geschah das, was sich ein wenig andeutete. Paul Beyer schüttelte einem sensationellen Dribbling auf der linken Seite gleich drei Bewacher ab, und legte von der Torauslinie zurück auf Machtemes, der aus kurzer Distanz den Ball ins Netz hämmerte. Da Niederwenigern es verpasste die Führung auszubauen, blieb es spannend bis zum Schluss. Doch mit einer großen Portion Glück und Alexander Golz im Tor brachten die Sportfreunde das knappe Ergebnis über die Zeit.

„Für Siege muss man sich nicht entschuldigen, aber heute war es der Erfolg schon ziemlich glücklich“, sagte Jürgen Margref. „letztlich ist alles gut und wir können uns nicht beschweren.“

Autor: Julian Resch

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