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Neururer: "Bei Schalke ist alles schiefgelaufen"

Thomas Tartemann
28. März 2019, 07:49 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Kult-Trainer Peter Neururer spricht vor dem Abstiegszonen-Knaller zwischen Hannover und den Königsblauen Klartext.

Schalkes Ex-Trainer Peter Neururer, der aktuell als Sportchef für den Regionalligisten Wattenscheid 09 arbeitet, verfolgt die Geschehnisse bei den Königsblauen auch in dieser Saison intensiv. „Ich rechne damit, dass der neue Trainer Huub Stevens den Klassenerhalt schafft. Huub weiß, wie man Schalke lebt.

 
Allerdings gilt das nicht unbedingt für die anderen Protagonisten, die da unten auf dem Platz stehen“, stellt der 63-Jährige fest. Nur von Lippenbekenntnissen hält der Kult-Trainer nichts: „Es reicht nicht, nur zu sagen: Ich muss Schalke 04 leben. Damit es mit diesem Klub funktioniert, brauche ich auch Qualität und Knowhow.“

Neururer: Heidel ein Manager für Mainz 05, aber nicht für Schalke
 
Aus seiner Sicht war der vor wenigen Wochen zurückgetretene Manager Christian Heidel ein „großartiger Manager für Mainz 05, aber eben nicht für Schalke 04.“ Neururer: „Schalke ist eine ganz andere Hausnummer.“ Aus Neururers Blickwinkel ist beim Malocherklub „alles schiefgelaufen.“ Er stellt fest: „Da waren Transfers dabei, bei denen man blind Spieler verpflichtet hat.“ Neururer hält Mittelfeld-Mann Sebastian Rudy zwar für einen „absoluten Top-Mann“, sagt aber unmissverständlich: „Für das, was Ex-Trainer Domenico Tedesco bei Schalke spielen lassen wollte, passte Rudy nicht.“ So sei das Spiel nicht auf Rudy zugeschnitten gewesen, sondern der Nationalspieler mit langen Bällen überspielt und so als eigentliche Anspielstation jeglicher Effektivität beraubt worden.

Peter Neururer sieht Schalke trotz aller Schwierigkeiten gegenüber dem nächsten Auswärtsgegner Hannover 96, bei dem die Königsblauen am Sonntag um 15.30 Uhr ran müssen, und dem Tabellenletzten 1. FC Nürnberg im Vorteil. „Die beiden Klubs bleiben hinter Schalke. Hannover kann es nur durch ein Wunder schaffen, noch in der Bundesliga zu bleiben. Wenn sie gegen Schalke gewinnen, könnte damit der erste Schritt zum Wunder aber zum Tragen kommen“, so Neururer, der in seiner Laufbahn zweimal bei den 96ern das sportliche Kommando hatte. Ein drittes Engagement scheiterte am Veto seines damaligen Klubs VfL Bochum.

Für den abgeschmierten Vizemeister, der mit vielen Positionswechseln und großer Rotation für Unverständnis bei Neururer sorgte („So kann sich keine Mannschaft finden“), könnte es am letzten Spieltag der Saison 2018/2019 zum großen Showdown kommen. Am 18. Mai (15.30 Uhr) kommt der aktuelle Drittletzte VfB Stuttgart in die Veltins-Arena. Eine Partie, die Potenzial für ein Hitchcock-Finale um den rettenden viertletzten Platz besitzt. Neururer: „Wenn die Konstellation bis zum Ende so bleibt wie sie aktuell ist, dann herzlichen Glückwunsch.“

Autor: Thomas Tartemann

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28.03.2019 - 19:36 - Noah1

Wieso darf dieser armselige Zeitgenosse immer wieder hier mit längst abgedroschenen Themen, in denen er zwar nichts groß falsches, aber doch hinlänglich bekanntes los wird, zu Wort kommen. Vor geraumer Zeit hat her doch schon "Tedesco und Heidel zerlegt". Lt. eigenen Aussagen ist er doch S04 Mitglied. Man sollte sich langsam mal von Seiten des Vereins überlegen, ob man ihn nicht gem. 4 .Abs. 4 der Vereinssatzung aus dem Verein ausschließt, denn was er in der Öffentlichkeit sucht dient nur seinem eigenen Ego und sollte nicht unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit laufen.

28.03.2019 - 12:25 - marlekin

wenn er alles richtig gemacht hat,warum ist dann ueberall gefeuert worden.kult was an dem kult er ist eins chwaetzer mehr nicht.wenn das kult ist?

28.03.2019 - 10:52 - vanbasten

Der Neururer hat soviel Ahnung vom Fussball wie ich vom Fliegen.
Und ich bin kein Pilot und habe auch keinen Führerschein.
Wattenscheid geht so eben noch.

28.03.2019 - 09:25 - Robby04

Der Neururer hat sich um WAT zu kümmern, wir haben genug eigene Probleme. @Herr Tartemann, wieso ist Neururer ein Kulttrainer, der hat nirgendwo was wirklich erreicht und ist überall rausgeflogen. Sein größter Erfolg war 2004 als er mit Bochum 5. wurde, ein Jahr später allerdings abstieg bzw. vorher schon entlassen wurde. Schlimm damals seine blöden Tänze vor der Fankurve.Kultrainer, also mehr als übertrieben.

28.03.2019 - 09:09 - ernest004

Neururer beschreibt die Lage schon richtig, man kann nur hoffen, dass Huubb die Mannschaft noch hinbekommt.
Die 96er könnte man schaffen, weil S04 eben doch mehr über Qualität verfügt. Glück auf!!!

28.03.2019 - 08:57 - NorbiNig

Ich dachte PN hätte in WAT und nicht in angefangen. Hab ich wohl was verpasst.
Peter macht ja mehr Gedanken über Schalke als über Wat.

28.03.2019 - 08:48 - Hüller

Der Peter....... ich denke mal, er wird bei WAt hinschmeißen und der neue Kaderplaner auf Schalke werden.......... immerhin ist der Peter ein Akademiker.