FC Kray

Neu-Trainer Kruppe: "Nicht mein Anspruch, alles zu verändern"

Tim Rother
12. August 2019, 14:45 Uhr

Foto: Michael Gohl

Im Interview mit RevierSport sprach FC Krays neuer Trainer Philip Kruppe über den Oberliga-Auftakt gegen den 1.FC Kleve (2:0), seine Ziele und Vorgänger Michele Lepore.

Herr Kruppe, zum Einstand gab es für Sie am Sonntag einen 2:0-Auswärtssieg beim 1.FC Kleve. Wie fällt ihr Fazit aus?
Total positiv. Der erste Sieg, die ersten drei Punkte – das war natürlich ein sehr schöner Einstand für mich. Die Mannschaft hat es bei einem unangenehmen Gegner hervorragend gemacht und auf dem Feld genau das gezeigt, was wir vorher besprochen haben.

Sie sind erst seit ein paar Tagen im Verein. Welche Eindrücke konnten Sie bislang sammeln?

Ich bin von wirklich allen Leuten im Verein total nett aufgenommen worden. Und das in einer Situation bzw. zu einem Zeitpunkt, der alles andere als optimal war. Ich bin sehr dankbar, dass mir der Verein die Möglichkeit gegeben hat, mit so einer jungen Mannschaft in einer so ausgeglichenen Liga zu arbeiten. Das möchte ich an der Stelle auf jeden Fall nochmal betonen.

Die Zielvorgabe wird sich auch nach dem Auftaktsieg nicht verändert haben.

Genau. Der Klassenerhalt ist nach wie vor das Ziel. Da werden wir nicht übermütig sein. Ich bin der Meinung, dass man seine Ziele immer aus Demut entwickeln sollte. Wir sind Aufsteiger, müssen von Spiel zu Spiel denken. Dann werden wir unsere Punkte holen und können für die ein oder andere Überraschung sorgen.

Am Mittwoch trifft ihre Mannschaft auf Union Nettetal. Wie schätzen Sie den Gegner ein?
Es ist ein unangenehmer Gegner. Wir werden uns noch mit Videomaterial versorgen und Nettetal analysieren. Ich glaube, es wird ein enges Spiel, in das wir alles reinwerfen müssen. Aber wir werden wieder gut vorbereitet sein.

Sie starten gleich mit einer Englischen Woche, denn bereits am kommenden Sonntag ist ihre Mannschaft beim TVD Velbert gefordert. Kann man in ihrem Fall von einem intensiven Einstieg sprechen?

Definitiv. Optimal wäre es natürlich gewesen, wenn wir sechs Wochen Vorbereitungszeit gehabt hätten, um Inhalte zu vermitteln. Aber die Mannschaft hat eine hohe Qualität und wirkt auf mich charakterlich einwandfrei. Wir werden schnell dieselbe Sprache sprechen.

Hat ihr Vorgänger Michele Lepore eine intakte Mannschaft hinterlassen?
Die Mannschaft ist unter Lepore aufgestiegen. Von daher werde ich den Teufel tun und hier alles umwerfen. Ich habe der Mannschaft bei der ersten Ansprache gesagt, dass wir auf die hervorragenden Leistungen aus dem Vorjahr aufbauen wollen und noch an der ein oder anderen Stellschraube drehen werden. Es ist nicht mein Anspruch, alles zu verändern.

Und wo wollen Sie als erstes ansetzen?
Mein Ziel ist es, in den nächsten Tagen mit jedem Spieler Einzelgespräche zu führen. Ich möchte jeden Spieler kennenlernen und ihnen zeigen, dass sie von mir wertgeschätzt werden. Dadurch wird sich, glaube ich, vieles entwickeln. Je mehr ich kenne, desto besser und schneller kann man eine gemeinsame Erfolgsformel finden. Wir wollen den Schwung aus dem Aufstiegsjahr mitnehmen und uns die Emotionen und die Leidenschaft, die Kray auszeichnen, zu Nutze machen.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren