Kulawik nimmt seinen Hut

Nächster Rücktritt beim WSV

26. April 2019, 09:50 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Unruhige Zeiten beim Wuppertaler SV: Am Mittwoch hat es den nächsten Rücktritt im Verein gegeben.

"Heute Vormittag bin ich als Mitglied des Verwaltungsrats und Mitglied des Medienteams zurückgetreten", verkündete Carsten Kulawik gegenüber der Wuppertaler Rundschau. Weil ihm der Verein am Herzen liege, habe er jedoch angeboten, seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Stadionsprecher fortzuführen. "Dem Vorstand und Verwaltungsrat wünsche ich viel Erfolg für die die schwierige Herausforderung mit der hoffentlich bestmöglichen Lösung für den Wuppertaler Sportverein", erklärte Kulawik.


Der 27-Jährige war erst auf der Mitgliederversammlung am 8. April in den Verwaltungsrat gewählt worden. Zuvor hatte er bereits einige Jahre in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins mitgewirkt. 

Kulawiks Rücktritt ist nicht die erste personelle Veränderung in den WSV-Gremien in den letzten Monaten. Auch die Vorstände Lothar Stücker, Manuel Bölstler und Maria Nietzsche sowie weitere Mitglieder des Verwaltungsrats beendeten unlängst ihre Tätigkeiten für den Verein. 
 
Lage beim WSV weiter bedrohlich

Auch wenn der Klassenerhalt des Wuppertaler SV sportlich so gut wie gesichert ist, muss der Verein derzeit weiter bangen. Denn finanziell muss sich der Klub aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage von Woche zu Woche hangeln.

Zuletzt hatte Wuppertals Vorstandssprecher Alexander Eichner der Wuppertaler Rundschau bestätigt, dass eine Insolvenz weiter nicht ausgeschlossen werden kann. Eichner betonte: "Wir retten uns von Woche zu Woche über die Runden. Um es klar zu sagen: Die Saison ist momentan nicht gesichert."

Sollte es tatsächlich zu einer Insolvenz kommen, würden dem Klub neun Zähler abgezogen. Derzeit drücken den WSV knapp 1,4 Millionen Euro Schulden. Daher geht es nur ums Überleben. Sollte das gelingen, würde die erste Mannschaft in der kommenden Saison mit einem Etat von rund 300.000 Euro auskommen müssen. Abstiegskampf vom ersten Tag an wäre quasi garantiert.

Doch zuletzt gab es auch positive Nachrichten für den Wuppertaler SV. Wie am Mittwoch offiziell verkündet wurde, findet das Finale des RevierSport-Niederrheinpokals nun doch im Stadion am Zoo statt. Die Einnahmen muss sich der WSV zwar mit dem Finalgegner aus Uerdingen teilen, doch bei einem Heimspiel darf der Klub wohl mit deutlich mehr Zuschauern rechnen als bei einer Austragung in einem anderen Stadion. Zudem würde ein Sieg und damit der Einzug in den DFB-Pokal weitere Einnahmen garantieren. fn

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Kommentieren

26.04.2019 - 16:05 - escapado

WSV soll sich selbst einen Gefallen tun, und den Spielbetrieb einstellen.

26.04.2019 - 14:41 - Abpraller

@van melk
Vom 8. April bis zum 25. April Mitglied im Verwaltungsrat.
Das nennt man Ausdauer.

26.04.2019 - 14:00 - zivilpolizei

Endet mit Konkurs in der Landesliga

26.04.2019 - 10:56 - van melk

Ist der Wupperputz doch noch nicht zu Ende.