Nächste Überruhr-Pleite bei Kartenfestival

24.02.2019

Landesliga

Nächste Überruhr-Pleite bei Kartenfestival

Foto: Michael Gohl

Der FC Blau-Gelb Überruhr unterliegt dem SV Scherpenberg im Kellerduell der Landesliga Niederrhein II mit 2:4 (1:2). Die Analyse des Spiels.

Die Ausgangslage: Blau-Gelb Überruhr muss sich erneut in einem Kellerduell beweisen. Nach der deftigen 1:4-Niederlage gegen Arminia Klosterhardt hat sich die Situation des Tabellen-Vierzehnten weiter zugespitzt. Nun wartet mit dem SV Scherpenberg ein direkter Tabellennachbar, der mit Rückenwind aus dem 2:1-Erfolg gegen den VfB Frohnhausen auf die Ruhrhalbinsel reist. 


Das Spiel: Der SV Scherpenberg kam zunächst besser ins Spiel. Das Team von Trainer Timo Barbeln hatte mehr Ballbesitz und attackierte BG Überruhr früh in deren eigener Hälfte. Aus dem Spiel heraus ließ Scherpenberg wenig zu. Etwas überraschend die Führung der Hausherren dann in der elften Spielminute. Nach einem Eckball fällt der Ball vor die Füße von Marius Topolko, der aus kurzer Distanz den Ball ins Netz knallt. 

Scherpenberg erholte sich jedoch schnell und glich in der 14. Minute durch Kapitän Almir Sogolj aus. Daraufhin kombinierte Scherpenberg sicherer. Im Mittelfeld zog El Houcine Bougjdi geschickt die Fäden und setzte seine Mitspieler gut in Szene. Folgerichtig erzielte Philipp Undi in der 39. Minute mit einem Distanzschuss aus 20 Metern die 2:1-Führung für den Gast. Die Führung hätte bis zur Halbzeit noch ausgebaut werden können, doch die Chancen wurden nicht genutzt. Nach der Pause zeigte sich Überruhr elanvoller mit dem Willen zum Ausgleich. Dieser fiel dann auch durch den zweiten Treffer von Topolko in der 63.Minute. 

War das Spiel bis dahin einigermaßen fair, so kam es danach zu vielen kleinen Nickeligkeiten auf beiden Seiten. Nach einer undurchsichtigen Foulsituation kam es zu einer Rudelbildung, nach deren Ende der Schiedsrichter drei Gelbe Karten zeigte. In der 78. Minute handelte sich Yassin Bougjdi nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte ein. Doch auch in Überzahl gelang es Überruhr nicht, für Entlastung zu sorgen. Stattdessen traf Maximilian Stellmach in der 83. Minute nach Flanke von El Houcine Bougjdi zur Gäste-Führung. Überruhr warf in den letzten Minuten alles nach vorne. Bei einem seiner schnellen Flügelläufe wurde Dasilva Matondo in der 88. Minute durch zu hartes Einsteigen von Lucas Borstelmann gestoppt, der daraufhin mit einer Roten Karte vom Platz gestellt wurde. In der Nachspielzeit machte El Houcine Bougdji nach Vorarbeit von Maximilian Stellmach alles klar und traf zum 2:4-Endstand.

Das sagen die Trainer:
Stefan Lorenz (BG Überruhr): "Fazit ist, dass wir mit leeren Händen dastehen. Ich glaube, das ist erstmal das Schlimmste. Im Endeffekt haben wir uns mit zu naiven und egoistischen Dingen auf die Verliererstraße gebracht. Anstatt den einfachen Ball zu spielen, versuchen wir da irgendwie mit der Hacke durchzukommen. Wir stellen uns dann einfach zu dämlich an. So deutlich muss man das sagen."

Timo Barbeln (SV Scherpenberg): "In der ersten Halbzeit müssen wir eigentlich den Sack schon zumachen. Wir haben uns richtig gute Torchancen herausgearbeitet, haben dann aber in der zweiten Halbzeit nicht mehr so richtig Zugriff bekommen. In Unterzahl haben die Jungs Moral bewiesen und ich glaube, am Ende war der Sieg auch verdient.

Der Aufreger des Spiels: Eher viele kleine Aufregerchen. Insgesamt griff der Schiedsrichter neunmal in seine Brusttasche und zückte seine Karten. Davon siebenmal Gelb, einmal Gelb-Rot und einmal Rot. Abstiegskampf pur.

Konsequenzen aus dem Spiel: Durch die zweite Niederlage in Folge fällt Überruhr auf den 16. Platz zurück und steht damit auf einem Abstiegsplatz. Scherpenberg hingegen konnte sich um einen Platz verbessern und befindet sich jetzt mit 24 Zählern und noch zwei Spielen in der Hinterhand auf Rang zwölf.

Autor: Daniel Ferlings

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25.02.2019 - 06:47 - Super Fan

Eigentlich heißt es doch,, neue Besen kehren gut ",aber hier sieht man das nicht alle Sprichwörter stimmen. Vielleicht hätte BG Überruhr besser daran getan den alten Trainer nicht zu entlassen und mit dem alt bewährten weiter zu machen.

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