Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat in einem Interview mit Sport1 seinem Unmut gegenüber dem Bayerischen Fußballverband freien Lauf gelassen. Türkgücü München nimmt er von seiner Kritik aus.

Nach Pokal-Absage

Schalke: Sportchef Schneider stinksauer auf bayerischen Verband

Stefan Loyda
13. September 2020, 09:22 Uhr
Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider kritisiert den BFV für seine DFB-Pokal-Teilnehmerauswahl. Foto: RHR-Foto

Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider kritisiert den BFV für seine DFB-Pokal-Teilnehmerauswahl. Foto: RHR-Foto

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat in einem Interview mit Sport1 seinem Unmut gegenüber dem Bayerischen Fußballverband freien Lauf gelassen. Türkgücü München nimmt er von seiner Kritik aus.

Mehrere Wochen hatte der FC Schalke 04 auf das erste Pflichtspiel hingearbeitet. Bis Freitag. Dann kam die überraschende Meldung: Das Spiel wird abgesetzt. Der Grund ein kurioser: Türkgücü München geht gerichtlich gegen die Entscheidung vor, dass der Bayerische Fußballverband den 1. FC Schweinfurt als besten Amateurverein in den Wettbewerb gehievt hat. Das Landgericht München I hatte zuvor entschieden, dass der Drittliga-Aufsteiger anstelle des Regionalligisten als Vertreter gegen den FC Schalke 04 antreten dürfe. Dies sei „natürlich ärgerlich“, beschreibt Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider die Situation im Interview mit Sport1.

Dort kritisierte er auch die Reaktion des BFV auf das gerichtliche Vorgehen von Türkgücü München. „Ausdrücklich betonen möchte ich an dieser Stelle, dass sich meine Kritik nur auf den Verband, nicht aber auf Türkgücü München bezieht“, sagte Schneider. „Deshalb kann ich auch nicht nachvollziehen, warum der Bayerische Fußballverband jetzt versucht, den Fehler bei Türkgücü zu suchen. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum der bayerische Vertreter erst eine Woche vor Austragung der erste DFB-Pokal-Runde bestimmt wurde.“

Eröffnungsspiel gegen FC Bayern München

BFV-Vizepräsident Reinhold Baier hatte der Deutschen Presse-Agentur als Reaktion auf den ersten Unmut der Schalker gesagt: „Warum Türkgücü München erst jetzt, also 72 Stunden vor Anpfiff, Rechtsmittel eingelegt hat, anstatt dies in den vergangenen vier Monaten zu tun, ist eine Frage, die Herr Schneider Türkgücü stellen sollte.“

Nun müssen die Königsblauen eine weitere Woche auf das erste Pflichtspiel warten. Am Freitag bestreitet die Mannschaft von Trainer David Wagner das Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen den FC Bayern München. Darauf hatten sie sich mit einem internen Trainingsspiel vorbereitet: „Die Bayern spielen ja auch nicht im Pokal. Das muss man jetzt so hinnehmen“, sagte Schneider. „Wir jammern nicht. Dafür gibt es keinen Grund. Vielmehr bereiten wir uns nunmehr intensiv auf den Bundesligaauftakt in München vor.“ sl mit dpa

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13.09.2020 - 16:20 - Nathan

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13.09.2020 - 16:18 - Nathan

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13.09.2020 - 15:20 - Schalker1965

Schneider wäre gut beraten, zunächst einmal seine Hausaufgaben (ordentlich) zu machen, bevor er sich zu Sachverhalten äußert, die er schlicht nicht beurteilen kann. Ob die hier streitgegenständliche Regelung nun wirksam ist oder nicht, mögen die zuständigen Gerichte klären.

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13.09.2020 - 15:14 - Stan56

Na ja - wie sang Westernhagen schon in den Siebzigern: "Gib Bayern zurück an die Bayern, sonst wird uns ganz Deutschland versaut".....

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13.09.2020 - 10:02 - TSG 1899

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13.09.2020 - 09:31 - KB1904

"BFV-Vizepräsident Reinhold Baier hatte der Deutschen Presse-Agentur als Reaktion auf den ersten Unmut der Schalker gesagt: „Warum Türkgücü München erst jetzt, also 72 Stunden vor Anpfiff, Rechtsmittel eingelegt hat, anstatt dies in den vergangenen vier Monaten zu tun, ist eine Frage, die Herr Schneider Türkgücü stellen sollte.“


Für mich ist diese Frage mehr als berechtigt. Mit Ruhm hat sich am Weißwurstäquator mit Sicherheit keiner bekleckert. Leitragender dieser Posse ist der FC Schalke 04. Leider

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