Kreisliga

Nach Jagd-Eklat: Gerichtsverhandlung am Mittwoch

RevierSport
17. Juni 2019, 14:10 Uhr
Foto: FFS

Foto: FFS

Am vergangenen Sonntag ist es in der Kreisliga-A-Relegation zu einem Eklat gekommen. Die Partie zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV wurde abgebrochen, der Schiedsrichter ins Krankenhaus gebracht. Nun drohen drastische Strafen, wie die "NRZ" berichtet. 

Schlimme Szenen spielten sich ab auf dem Asterlager Sportplatz an der Essenberger Straße in Duisburg. Sieben Minuten vor dem Spielende wurde die Partie abgebrochen. Der TuS führte mit 3:0, hätte jedoch mit 8:0 gewinnen müssen, um den Aufstieg einzufahren. Diese aussichtslose Situation ließ scheinbar bei einem Spieler sämtliche Sicherungen durchbrennen. 


Die genauen Vorkommnisse von Sonntag können Sie hier nachlesen.

Schiedsrichter Samet Alpaydin wurde nach dem zweiten Platzverweis der Partie gegen den gerade einmal zehn Minuten zuvor eingewechselten Kerim Kücük (Asterlagen) von einem Schlag im Gesicht getroffen. Sein Assistent ging ebenfalls zu Boden. Auch er wurde gewaltsam von mindestens einer weiteren Person attackiert. Die Folgen: Spielabbruch, die beiden Schiedsrichter landeten im Krankenhaus, vier Streifenwagen und ein ziviles Fahrzeug der Polizei – von einem neutralen Zuschauer alarmiert – mussten die Platzanlage komplett abriegeln. 

Entscheidung am Mittwoch denkbar

Bereits am anstehenden Mittwoch verhandelt das zuständige Sportgericht über den Fall. Dem TuS sowie den Spielern drohen heftige Strafen. Die "NRZ" berichtet weiter, dass laut dem Fußballverband Niederrhein alle Beteiligten als Zeugen geladen sind. Nach Verbandssprecher Henrik Lerch könnte sogar am Mittwochabend eine Entscheidung getroffen werden. Denkbare Strafen wären eine Geldstrafe für den Verein sowie Spiel- und Platzverbote für einzelne Spieler.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

18.06.2019 - 08:43 - elfmeterkiller

Was zu erwarten ist steht schon fest. Geldstrafe für den Verein (die wird aus der Portokasse bezahlt und Sperren für die Schläger, die nächste Woche auf anderem Spielerpass weiter schlagen.
Der einige Profiteur ist der Kreis, der seine Kasse aufbessert.
Und der Verein Asterlagen lacht sich halb tot.

17.06.2019 - 21:02 - Tief_im_Westen

Eine Strafe vom Verband ist das eine, aber es muss vor allem zivil- und strafrechtlich Konsequenzen haben. Solche Leute sollten sich zudem gar nicht mehr auf Anlagen der Vereine aufhalten dürfen bzw keine andere Funktion übernehmen können. Der Ausschluss aus einer Gruppe wiegt nämlich schwerer als irgendwelche Spielsperren allein.

17.06.2019 - 16:12 - bonanzarad

man weiss genau, von welch großem medailen und öffentlichen Interesse das ganze ist, daher denke ich schon, dass hier sehr hart durchgegriffen wird, schließlich kämpft man um das letzte bissel Glaubwürdigkeit

17.06.2019 - 14:46 - Lackschuh

Es werden viele Menschen gespannt sein, was das königliche Amtsgericht verkünden wird - alles denkbar und eventuell halt Tagesform!