Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat am 28. Spieltag einen 2:1 (0:0)-Sieg über Holstein Kiel gefeiert. Damit machte der Revierklub einen weitern Schritt aus der Gefahrenzone. Entsprechend erleichtert waren Spieler, Trainer und Verantwortliche nach der Partie.

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Nach Befreiungsschlag gegen Kiel: Erleichterung beim VfL

Dominik Hamers
27. Mai 2020, 22:07 Uhr
Bochums Milos Pantovic (l.) glänzte gegen Kiel als Vorbereiter. Foto: firo

Bochums Milos Pantovic (l.) glänzte gegen Kiel als Vorbereiter. Foto: firo

Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat am 28. Spieltag einen 2:1 (0:0)-Sieg über Holstein Kiel gefeiert. Damit machte der Revierklub einen weitern Schritt aus der Gefahrenzone. Entsprechend erleichtert waren Spieler, Trainer und Verantwortliche nach der Partie.

Mit Blick auf die Tabelle ließ sich nach den 90 umkämpften Minuten tatsächlich von einem
Befreiungsschlag sprechen. Ausgehend von einer starken Defensivleistung mit einem großartig aufgelegten Torhüter Manuel Riemann feierte Fußball-Zweitligist VfL Bochum einen 2:1 (0:0)-Sieg über Holstein Kiel.

Sechs Punkte Vorsprung hat die Mannschaft von Trainer Thomas Reis auf den Relegationsrang, bis zur 40-Punkte-Marke, die gemeinhin als rettendes Ufer im Abstiegskampf gilt, sind es noch fünf Zähler. In Summe tragen diese Zahlen ein wenig zur Beruhigung der Lage an der Castroper Straße bei. Entsprechend fiel auch der Tenor der Beteiligten nach der Partie aus.

Pantovic warnt, sich auszuruhen

Doch Milos Pantovic warnte nach dem Abpfiff: „Es waren drei verdiente Punkte, aber es waren auch sehr wichtige Punkte. Genau so muss es jetzt weitergehen. Wir dürfen uns auf keinen Fall auf dem Sieg oder auf dem Polster, das wir uns aufgebaut haben, ausruhen.“ Der Serbe hatte den Treffer von Jordi Osei-Tutu zum 1:0 (48.) mit einem feinen Pass vorbereitet.

Lob von Sportvorstand Schindzielorz

Dafür gab es Lob vom Sportvorstand: „Es waren zwei klasse Tore, beide waren wunderbar herausgespielt“, fand Sebastian Schindzielorz. Trainer Thomas Reis schob nach: „Wenn man sieht, wie wir die Tore herausgearbeitet haben, dann glaube ich schon, dass wir gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind.“ Silvere Ganvoula legte nach (63.), Jonas Meffert ließ den VfL noch einmal zittern. „Das hat uns hinten raus ein paar Schwierigkeiten gebracht“, merkte Sportvorstand Schindzielorz an, und hob anschließend die Leistung des VfL-Keepers hervor: „Wie schon in Karlsruhe war Manuel Riemann zur Stelle. Er hat den Sieg für uns festgehalten.“

Obschon seine Elf in der zweiten Hälfte zittern musste, hatte Trainer Reis eine deutliche Steigerung festgemacht: „Die Köpfe waren freier, die Beine leichter - bei uns herrscht große Freude über den Sieg“, sagte der 46-Jährige. Und abschließend fügte er hinzu: „Es war eine tadellose Leistung, ich bin einfach stolz.“

dh/gp

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28.05.2020 - 18:06 - MMM

"mit einem großartig aufgelegten Torhüter Manuel Riemann". Was hat der Verfasser für ein Spiel gesehen? Riemann hat in der ersten Hälfte eine Parade gemacht. Gut!

In der zweiten Hälfte unterläuft er desaströs eine Flanke (wie schon gegen Heidenheim im Halbzeit 1), die Soares zur Ecke klärt. Beim Tor für Kiel hioppelt der Ball durch seinen Fünfer, ohne dass eine Präsenz des Herrn Riemann zu sehen ist.

Ganz großer Sport ist es, wenn er nach seinen Fehlern seine Vorderleute anmotzt. Gegen Karlsruhe "seid ihr behindert oder was?". Herr Riemann sollte seinen Mitspielern mit Respekt entgegentreten. Besonders dann, wenn Herr Riemann mit 46 (sechsundvierzig!) Gegentoren bei 28 Spielen gerade dabei ist, der VfL Torwart mit den meisten Gegentoren in einer Saison überhaupt zu werden.

Traurig, dass man so einem noch den Vertrag verlängert.