Beim 2:2 (0:0) gegen den VfR Krefeld-Fischeln vergab die U19 von Rot-Weiss Essen eine 2:0-Führung. Trainer Damian Apfeld richtete deutliche Worte an seine Mannschaft.

U19-Niederrheinliga

Nach 2:2: RWE-Trainer Apfeld bemängelt Naivität

Julian Preuß
08. Dezember 2019, 17:38 Uhr

Foto: Tillmann

Beim 2:2 (0:0) gegen den VfR Krefeld-Fischeln vergab die U19 von Rot-Weiss Essen eine 2:0-Führung. Trainer Damian Apfeld richtete deutliche Worte an seine Mannschaft.

Eigentlich lief für die RWE-Talente alles nach Plan. Bevor die Partie auf dem Kunstrasenplatz des Essener Nachwuchsleistungszentrums angepfiffen wurde, sickerte die Nachricht durch, dass der KFC Uerdingen nur ein Unentschieden verbucht hatte. Mit einem Sieg hätte das rot-weisse Punktepolster auf den zweiten Platz auf acht Zähler anwachsen können. Clinton Asare (57.) und Noel Futeu (60.) schossen RWE in der zweiten Halbzeit mit 2:0 in Führung. 


Apfeld: „Es geht nur darum, wer das nächste Tor schießt“

„Nach dem 2:0 müssen wir das dritte Tor machen. Aber da sind wir sehr naiv. Da lernen wir nicht dazu. Wir bleiben einfach nur vorne stehen. Deshalb verlieren wir komplett die Struktur. Es geht nur noch darum, wer das nächste Tor schießt. Dafür haben wir die Quittung bekommen“, stellte RWE-Trainer Damian Apfeld nach der Partie fest. Luke Winkler (74.) und Mehmet Erkan (90+1.) glichen für die Gäste aus. 

Die Krefelder konnten ihr Glück kaum fassen. „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Nach einem 0:2 auswärts gegen Rot-Weiss Essen so zurückzukommen, das ist schon eine große Leistung. Die wollen in die Bundesliga – wir nicht“, freute sich Fischelns Trainer Ronny Kockel über die Einstellung seines Teams. 

RWE verliert die Struktur nach komfortabler Führung

Dabei profitierte der Krefelder Nachwuchs von den Fehlern der Rot-Weißen, die ab Mitte der zweiten Hälfte die Dominanz verloren. „Wir sind nicht mehr in die Situation gekommen, aus unserer Struktur heraus Fußball spielen zu können. Das gefällt mir nicht und das ist nicht das Niveau, was ich sehen möchte“, analysierte Apfeld im Nachgang der Partie. 


Der RWE-Trainer schaute anschließend schon auf die kommenden Monate. Die werden nicht nur für die Mannschaft entscheidend, sondern auch für einzelnen Akteure. Teamfähigkeit heißt das Stichwort. „Einige Spieler kommen im nächsten Jahr in den Seniorenbereich. Da müssen die Jungs jetzt einen Lernprozess durchleben“, so Apfeld und ergänzte: „Es geht nicht darum, wer das nächste Tor schießt. Es geht darum, dass wir das Spiel als Mannschaft entscheiden. Dafür sind einige aber noch ein Stück zu sehr auf dem Ego-Trip.“

Mission Aufstieg startet im Februar 

Das Fußballjahr 2019 ist somit für die Nachwuchsmannschaft in der U19-Niederrheinliga beendet. Trotz des verpassten Sieges überwintert RWE an der Tabellenspitze. Neuer Verfolger ist Arminia Klosterhardt. Der Essener Vorsprung beträgt immer noch satte sechs Punkte. Am Sonntag, 2. Februar 2020 (11 Uhr) startet die Rückrunde für den RWE-Nachwuchs mit einem Heimspiel gegen den VfB Homberg.

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